Novità - Neuigkeiten

  • Monatliche Presseinfos der ENIT

    Aktuelle Neuigkeiten finden Sie auch unter www.italien-markt.de sowie auf meinem Reiseblog www.reisemosaik.wordpress.com

    2011

    Jänner - Februar - März - Mai - Juni - Juli

    2010

    Jänner - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - Oktober - November - Dezember

  • Brennerbahn: Im August 2012 fährt kein Zug über den Brenne

       Die wichtigste europäische Alpentransitstrecke, der Brenner, wird im August 2012 für jeden Zug gesperrt sein. Anschließend wird die Bahnstrecke an sechs weiteren Wochenenden bis Oktober ebenfalls komplett gesperrt sein. Der Grund für diese einmalige Aktion sind umfangreiche Sanierungsarbeiten an der 1867 eröffneten Eisenbahnstrecke. Gleise, Tunnelgewölbe und eine Brücke müssen totalsaniert werden.
       Bereits im Juni und Juli 2012, sowie dann noch im September 2012, wird die 32 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Innsbruck und Brenner nur eingleisig befahrbar sein. Dann werden täglich anstelle von 240 Zügen diesen Abschnitt passieren.
       Quelle: Salzburger Nachrichten, 14. Dezember 2010

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    veröffentlicht am 6. März 2011
  • Venezianisches Lagunenholz als Möbel

    Italien, Veneto, Venezien, Vaporetto,  Anlegestelle bei Treporti in der Lagune, links Briccole

       Alle fünf bis zehn Jahre müssen in der Lagune von Venedig die Pfähle ausgetauscht werden, die bei Anlegestellen von Gondeln und Vaporetti stehen oder oder als Leitpfosten von Navigationsstrecken dienen, die Briccole di Venezia. Diese bis zu zehn Meter langen Eichenpfähle haben dann ausgedient. Nicht so aber für das venezianische Unternehmen Riva 1920! Dieser Möbelhersteller erweckt diese ausgedienten Pfähle zu neuem Leben. 20 Top-Designer machen im Auftrag von "Riva 1920" daraus moderne Möbel, zum Beispiel Tische, die zwischen 3.000 und 5.000 Euro kosten.
       Quelle: Salzburger Nachrichten, 14. Oktober 2010

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Easy Italia

    Easy Italia - die freundliche Servicenummer für Urlauber in Italien

        "EASY ITALIA - die freundliche Servicenummer für Urlauber in Italien“ ist ein neues Projekt der italienischen Tourismusministerin Michela Vittoria Brambilla. Ab sofort erhalten Urlauber in Italien unter der Telefonnummer (+39) 039 039 039 zum Ortstarif Auskünfte und Hilfe bei Problemen rund um einen Aufenthalt im Stiefelland. Jeden Tag, auch an Sonn- und Feiertagen, ist das Service-Center von 9 bis 22 Uhr erreichbar. Die Hotline-Mitarbeiter informieren über das aktuelle kulturelle Angebot, Öffnungszeiten von beispielsweise Museen und liefern darüber hinaus neben Reisetipps auch Hilfe bei medizinischer Versorgung oder nicht erbrachter Dienstleistung.
        Urlauber können sich in sieben Sprachen beraten lassen: chinesisch, deutsch, englisch, französisch, russisch, spanisch und italienisch.
       Quelle: Presseinformation der ENIT Wien, 20. Mai 2010

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Schienenbahn in Venedig ab März 2010

        Die in Vorarlberg, Österreich, beheimatete Firma Doppelmayr baut derzeit eine Schienenbahn in Venedig. Sie soll ab März 2010 die Parkplatzinsel Tronchetto mit der Piazzale Roma verbinden. Diese etwa einen Kilometer lange Schienenbahn wird ohne Personal auskommen: kein Personal im Zug, keine Schalterbeamte - nur Ticket-Automaten; der Preis pro Fahrt wird einen Euro betragen; das Kassensystem wurde ebenfalls von einer österreichischen Firma geliefert: Firma Axess, die in Anif-Niederalm beheimatet ist, dort, wo auch ich wohne;
        Quelle: printmedium Salzburger Nachrichten 19. Dezember 2009

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Kein Ausverkauf Venedigs an Coca-Cola

        Unter dem Druck heftiger Proteste beschloss Bürgermeister Massimo Cacciari, auf ein Angebot des Getränkeherstellers Coca Cola nun doch zu verzichten. Coca Cola hätt der Stadt in den nächsten fünf Jahren 2,1 Mill. Euro an „Sponsorengeldern“ ausbezahlt. Im Gegenzug wollte der US-Konzern im gesamten Stadtgebiet Getränke- und Imbiss-Automaten aufstellen. Nun meint Cacciari, das Angebot sei „als unzulänglich bewertet worden“. Nunmehr soll einen Ausschreibung folgen, die bessere Sponsorenangebote bringen soll.
        Die Stadtverwaltung hatte versichert, dass diese Automaten nur an jenen Orten aufgestellt werden hätten sollen, wo sie nicht allzu stark auffielen: etwa an Anlegestellen der Vaporetti. Auslöser des Protests waren Vertreter der Gastronomie, die um ihre eigenen Pfründe fürchteten.
       Quelle: printmedium Salzburger Nachrichten 4. März 2009

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Mit Hunden in Italien ist Gassi-Gehen nur mehr mit Leine erlaubt

        Ab April 2009, so will es ein Erlass aus Rom, gilt in Parks und Städten Leinepflicht für alle Hunde. Und es kommt noch besser: wie die Leine beschaffen sein muss und welche Länge sie haben darf, ist ebenfalls in diesem Erlass genau geregelt: einen Meter lang darf sie sein, ausziehbare Leinen müssen blockiert werden; zwar muss der Hund nicht ständig einen Maulkorb tragen, aber der Besitzer muss einen stets griffbereit mit sich führen, heißt es darin weiter.
        Man möchte damit das Risiko von Angriffen von Hunden auf Menschen oder auch anderer Tiere verringern. Sollte es trotzdem zu einem Angriff kommen, trägt in Hinkunft der Hundehalter die volle Verantwortung. Dass die neue Verordnung die Beseitigungspflicht des Hundekots auch enthält, ist ja klare Sache.
        Keine Verordnung in Italien ohne italienische Auswege: wer die Verordnung kontrollieren soll und welche Geldstrafen bei welchen Verstößen zu bezahlen sind, darüber schweigt sich die Verordnung allerdings aus.
       Quelle: printmedium Salzburger Nachrichten 5. März 2009

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Hoch über Rom auf dem Dach der „Schreibmaschine“

        Seit Juni 2007 können Römer und Rom-Besucher eine neue Aussichtsplattform besuchen und einen überwältigenden Blick über die ewige Stadt genießen: das Dach des Denkmals für König Vittorio Emanuele, im Volksmund „Schreibmaschine“ genannt, ist nun über zwei neu installierte Lifte zu erreichen, die feierlich von Italiens Kulturminister Rutelli und Roms Bürgermeister Veltroni eingeweiht wurden.
        Die Lifte aus Glas bieten schon bei der Fahrt an der Fassade des Monuments ein spektakuläres Panorama. Pro Tag können 2000 – 2500 Personen die Terrasse mit der mächtigen Quadriga besichtigen, dazu zählen allerdings auch die Sportlichen, die an Stelle des Lifts die 196 Stufen hinauf erklimmen. Das Ticket für den Lift kostet 7 Euro, die Stufen sind gratis.
       Quelle: ENIT Rundschreiben Sep. 07

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Ordnungshüter in der Lagunenstadt Venedig

        Die Stadtverwaltung Venedig will die Besucher ihrer Stadt zu besserem Benehmen erziehen. Seit Sommer 2007 wachen etwa 70 zivile Ordnungshüter rund um den Markusplatz über die Manieren, vor allem von Touristen, berichtete die Zeitung "La Repubblica".
        Die Ordnungshüter tragen leuchtend orangefarbene Westen gekleidet und verteilen unter anderem Flugblätter, auf denen die Regeln in fünf Sprachen erklärt sind. So ist es unter anderem seit einigen Monaten untersagt, auf der Piazza San Marco zu picknicken. Außerdem ist es verboten, mit nacktem Oberkörper durch Venedig zu gehen, Abfälle herumliegen zulassen (nach einem Picknick an dafür extra eingerichteten Plätzen) und sich auf den öffentlichen Plätzen zum Ausruhen auf den Boden oder auf Stufen zu legen.
        Weigert sich einer, den Aufforderungen der Ordnungshüter zu folgen, wird die Polizei gerufen. Touristen, die sich in der Lagunenstadt daneben benehmen, drohen zwischen 25 und 250 Euro Strafe. Doch oft sind die "Täter" bereits über alle Berge, bis die Polizei (per Handy verständig) eintrifft. Auch wüste Beschimpfungen müssen sich die Ordnungshüter gefallen lassen.
        Es ist eben nicht so einfach, alte Gewohnheiten zu ändern (Dez. 07)

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Mit dem Choco-Pass auf Entdeckungstour durch die Turiner Welt der Schokolade

        (Turin) Die hohe Ess- und Trinkkultur des Piemont schätzen Einheimische und ihre Gäste gleichermaßen. Die Piemonteser sind die Meister des „Slow Food", Europas Antwort auf das amerikanische „Fast Food", die zu einem wahren Lebensstil geworden ist und für Qualität und Genuss bei Tisch steht. So avancierte Turin innerhalb weniger Jahre zur kulinarischen Welthauptstadt. Der Besuch eines der unzähligen Lokale und gemütlichen Cafés, seit jeher Treffpunkt für Literaten und Politiker, ist ein MUSS für jeden Turin-Besucher.
        Vor allem bei den Süßigkeiten sind die Turiner wahre Meister ihres Fachs. So darf man die Stadt nicht verlassen, ohne die berühmten Gianduiotti, zarte, aus einer Haselnusscreme geformte Pralinen, oder die Basi di Cherasco, ebenfalls Pralinen aus Schokoladen und gemahlenen Haselnüssen oder die mit Rum gefüllten Cuneeser gekostet zu haben. Auf die Idee mit den Nüssen kamen die Turiner während der französischen Belagerung, als es zu wenig Schokolade gab. Haselnüsse gab es reichlich, also wurden sie kurzerhand mit der Schokolade vermischt.
        Die Gianduiotti sind die Vorläufer der Nutella-Creme, die übrigens auch in Turin kreiert wurde.
        Eine weitere Turiner Köstlichkeit ist der Bicerin, ein doppelter Espresso der mit einem dickflüssigen Kakao verfeinert und einer reichlichen Portion Sahne als Krönung in Kaffeehäusern angeboten wird.
        Um sich möglichst viele der zarten Versuchungen auf der Zunge zergehen lassen zu können, haben Turins Touristiker den Choco-Pass aufgelegt. Für 10.- Euro können damit innerhalb von 24 Stunden 10 süße Köstlichkeiten probiert werden. Wahre Schleckermäuler wählen am besten gleich die Variante zu 15.-Euro, die 15 Kostproben innerhalb von 48 Stunden erlaubt. 25 der besten Turiner Chocolatiers haben sich dieser Initiative angeschlossen, die sich nicht nur bei Urlaubern zu einem echten Hit gemausert hat.
        Erhältlich ist der Pass in den Informationsbüro des Fremdenverkehrsamtes im Atrium an der Piazza Solferino im Stadtzentrum sowie am Hauptbahnhof und Flughafen.
    www.turismotorino.org (14.1.07, Quelle ENIT Pressedienst 2006)

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Metro del Mare - beliebter denn je

        (Neapel/Salerno) Eine geradezu geniale Idee revolutionierte vor
    einigen Jahren den Verkehr zur Sommerzeit entlang den engen Küstenstraßen Kampaniens. Obwohl die Straßen entlang der Steilküste zwischen Neapel, Sorrent und Salerno bis hin nach Sapri von atemberaubender Schönheit sind, verlangen die scharfen Kurven der Panoramarouten am Meer Autofahrern viel Geschick ab. Wer sich jedoch auf den Verkehr konzentriert, verpasst rasch wechselnde Landschaftsbilder von einzigartiger Schönheit: üppige Zitronen- und Weingärten, bunte Fischerstädtchen, entlegene Bergdörfer, die sich verschachtelt an steile Felshänge klammern sowie wunderbare Küsten mit einsamen Buchten und markanten Klippen.
        Damit Reisende eine der bezauberndsten Küsten der Welt in vollen Zügen genießen können, wurde vor einigen Jahren die Metro del Mare ins Leben gerufen.
        Während der Name des Projektes etwas irreführend klingt, denn bei der Metro del Mare handelt es sich keineswegs um ein unterirdisches Verkehrsmittel, machen sich die Passagierschiffe eine andere Eigenschaft der Metro zu eigen: die Schnelligkeit.
        Die flotten Schiffe verbinden auf dem Seeweg die bedeutendsten Küstenorte Kampaniens. Von Neapel über Sorrent bis Salerno und Sapri geht die Metro del Märe an insgesamt 22 Häfen vor Anker. Mit den 8 Linien der Metro del Mare ist es ein Leichtes, von Monte di Procida im Norden Neapels über den Golf von Neapel und Sorrent nach Capri zu gelangen oder sogar noch südlichere Gefilde wie die Amalfiküste, Salerno oder den Cilento ins Visier zu nehmen.
        Seit 2001 kreuzt die Metro del Märe zwischen April und September vor Kampaniens Küste und erfreut sich stets wachsender Beliebtheit. So haben die flotten Schiffe 2005 mehr als 200.000 Passagiere befördert.
        Wer die Metro del Mare als Verkehrsmittel wählt, um eine der faszinierendsten Küsten Italiens zu erkunden, muss dafür je nach Streckenlänge zwischen 2 ¤ und 13 ¤ zahlen. Fahrkarten können bis zu 24 Stunden vor der Abfahrt am Fahrkartenschalter der Mole Beverello in Neapel oder bis zu 48 Stunden vor der Abfahrt an allen anderen Anlegestellen reserviert werden.
        Weitere Informationen im Internet unter: http://www.metrodelmare.com (14.1.07, Quelle ENIT Pressedienst 2006)

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Erotisches Pompeji

        Wieder einmal wird es einem bewusst: das "horizontale" Gewerbe zählt wohl zu den ältesten der Welt. Denn gerade wurden die Restaurierungsarbeiten in Pompeji in der Via Lupanare (frei übersetzt: Puffgasse) abgeschlossen.
        Im Gegensatz zum heutigen Italien, das keine öffentlichen Freudenhäuser kennt (das italienische Wort für Freudenhaus: casino - ohne Betonung, mit Betonung: casinó bedeutet es "Spielkasino"...), waren diese zur Römerzeit keine Seltenheit. Und - schon damals streng reglementiert und kontrolliert.
        In Pompeji wurde also nun eines dieser Freudenhäuser, das beim Ausbruch vom Vesuv am 24. August 79 n. Chr. verschüttet wurde, restauriert wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Putz fanden sich dabei zahlreiche erotische Fresken, Namen zahlloser Klienten und eine Münze wurde gefunden. "Il Lupanare" - das lateinische Wort "Lupa" bedeutet nicht nur "Wölfin", sondern eben auch Prostituierte.
        Tätig waren in diesen Gebäuden meist Sklavinnen aus den verschiedenen römischen Provinzen. Als Lohn für ihre Tätigkeit erhielten sie zwischen zwei und acht "Assi", die sie allerdings an den Hausherrn abgeben mussten. Und um ein "As" bekam man eine Portion Wein... (Quelle: Salzburger Nachrichten, 3.11.06)

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • EU-Reiseleiter brauchen keine örtliche Reiseleiter-Lizenz

        Reiseleiter aus anderen EU-Ländern benötigen für ihre Tätigkeit im Gastland keine Genehmigung der örtlichen Behörden, so das Ergebnis eines Prozesses des Reiseanbieters Studiosus Reisen München vor dem Obersten Gericht Italiens.
        Was ist geschehen: Im Mai 2001 erhielt ein Reiseleiter von Studiosus Reisen München von der örtlichen Polizei ein Strafmandat über 1.446,08 Euro wegen unerlaubter Ausübung seiner Tätigkeit. Der Reiseveranstalter klagte und erhielt vor dem Gericht in der ersten Instanz Recht. Dagegen legte die Stadt Venedig Berufung ein. In seinem Grundsatzurteil Nr. 1175/06 vom 18. Mai 2006 entschied das Oberste Gericht Italiens, dass Reiseleiter eines EU-Herkunftslandes Reisegruppen, die sich vorübergehend während einer "geschlossenen Tour" in einem anderen EU-Land aufhalten, ohne örtliche Lizenz führen dürfen.
        Die Richter begründeten dies damit, dass das Europäische Recht gegenüber regionalen Gesetzen Vorrang besitze und damit - entsprechend der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes - die Dienstleistungsfreiheit für Reiseleiter innerhalb der Europäischen Union gewährleistet sein müsse. Das Oberste Gericht Italiens hat mit seiner Begründung alle Argumente bestätigt, die bisher in langjährigen Auseinandersetzungen von deutscher Seite gegen Reiseleiterbehinderungen in Italien immer wieder offiziell vorgetragen wurden.
       Das vorliegende Urteil gilt natürlich auch für österreichische Reiseleiter und ist richtungweisend in einem seit Jahrzehnten dauernden Rechtsstreit (Oktober 2006) up icon

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Camorra hat Neapel fest im Griff

        Ende Oktober eskalierte die Gewalt in der Millionenstadt Neapel. Bandenkriege und andere Kriminalität forderten seit Jahresbeginn bereits 66 Todesopfer. In der jüngsten Mordserie wurden auch Opfer auf offener Straße mitten unter zahlreichen Passanten ermordet.
        Der Krieg der Camorra-Clans tobt heftig. Immerhin, so wird vermutet, erwirtschaftet diese kriminelle Organisation rund 16 Milliarden Euro pro Jahr, davon alleine durch Schutzgeldforderungen rund vier Milliarden. 4.000 Vorbestrafte und eine Arbeitslosenrate von 24 Prozent machen die Situation auch nicht leichter.
        Trotz rund 13.000 Sicherheitskräfte ist Neapel noch weit von der Normalität entfernt. Zum wiederholten Male fordert nun der der Präsident der Region Kampanien, Antonio Bassolino die Region in Rom auf, mehr Polizisten oder Militäreinheiten nach Neapel zu schicken. (Quelle Salzburger Nachrichten 31.10.2006).

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Dozza - eine Schatzkammer für Weinliebhaber

    Festung von Dozza, Emilia Romagna     Eigentlich ist das pittoreske Städtchen Dozza in der Nähe von Imola in der Emilia Romagna für seine farbenprächtig bemalten Mauern bekannt. Alle ungeraden Jahre findet hier in den mittelalterlichen Gassen jeweils im Sommer die Biennale del Muro Dipinto statt. Ein Anziehungspunkt für Künstler aus aller Welt, die eigens anreisen, um die Hausfassaden und Mauern von Dozza lust- und fantasievoll mit großformatigen Fresken zu schmücken.
        Aber nicht nur Kunstfreunde kommen in Dozza auf ihre Kosten. Auch wer den Wein liebt, sollte es sich bei seiner nächsten Fahrt in die Emilia Romagna nicht entgehen lassen, in das Städtchen Dozza zu reisen.
    Dort lagern in den Kellergewölben der Jahrhunderte alten Festung Rocca Sforzesca auf über 1.000 qm die besten Tropfen aus hiesigen Anbaugebieten. Rund 800 verschiedene Etiketten finden die Besucher in den Regalen, neben Wein auch den berühmten Acceto Balsamico die Modena oder kalt gepresstes Olivenöl. www.enotecaemiliaromagna.it

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Vogalonga - bei dieser Regatta zählen weder Zwischenzeiten noch Preisgelder

        Die Vogalonga zählt zweifelsfrei zu den wichtigsten Ereignissen in Venedigs Veranstaltungskalender und lockt wie immer am Pfingstsonntag, dem 4. Juni 2006, nur nur Freunde des Wassersports in die Lagunenstadt, wenn ganz Venedig um die Wette paddelt.
        Die erste Vogalonga fand 1975 als Demonstration gegen die zunehmende Zahl an Motorbooten, der Wellenschlag stetig an den Gebäuden nagt, statt. Eine kleine engagierte Gruppe venezianischer Ruderer wollte eindrucksvoll vorführen, dass auch die Traditionsboote in der Lagune ihre Bedeutung haben. Und so erlebte die klassische Gondel eine Wiedergeburt als Transportgerät.
       Für venezianische Paddler ist die Teilnahme an diesem Wettstreit eine Ehrensache. Und auch im Ausland ist die Vogalonga inzwischen ein fester Termin im Kalender zahlreicher Ruderer, so dass die Teilnehmerzahl heute bei über 1.000 Booten liegt.
       An der 16 Kilometer langen Regatta, die durch Venedigs schönste Kanäle führt, können trainierte Paddler mit allen nicht von Motoren betriebenen Booten teilnehmen. Tausende Schaulustige begleiten die sportlich Ambitionierten und bringen das Wasser unter lauten Viva-Venezia-Rufen geradezu zum Kochen. Die Startgebühr beträgt um die 10 Euro und verspricht dafür großen Spaß. Anmeldungen sind ab Anfang Mai möglich.
    Quelle ENIT Newsletter März 2006

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
  • Das Tragen von "lauten" Schuhen kann in Italien teuer werden... (Juli 2005)

        Der international bekannte Philosoph Massimo Cacciari ist vom venezianischen Bürgermeister zum Assessor für gutes Verhalten berufen worden. Und das bedeutet, dass es freizügig bekleideten Venezianern und Urlaubern an den Kragen geht.
        500 Euro Strafe, wenn einer unter der Hitze leidenden und deshalb halb nackten Venezia-Besucher erwischt von der Polizei erwischt wird. Allerdings, so hört man, kann die Geldstrafe bei sofortiger Zahlung auch geringer ausfallen.
        Überall in Italien hagelt es in diesem heißen und regenarmen Sommer Verbote. Verbote, die nicht jeder Tourist kennt, weshalb er in teure Fettnäpfchen treten kann.
        Für ganz Italien gilt, dass der Erwerb von gefälschten Markenwaren, wie Sonnenbrillen von Gucci und Versace und Handtaschen von Vuitton etc., die überall von schwarzafrikanischen Händlern feilgeboten werden, ebenfalls strafbar ist. Und extrem teuer werden kann - 3000 Euro als Strafe stehen darauf! Das italienische Gesetz sieht vor, dass nicht die Händler belangt werden, sondern die Kunden. Und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!
        Aber auch ganz lokal begrenzte Verbote machen es manchmal den Urlaubern schwer: In Padua sollte man genau aufpassen, wo man sein Rad parkt. Stellt man es außerhalb der von der Verwaltung genau vorgeschriebenen Parkplätze ab, kostet das 71 Euro.
        Auf Capri ist der Spaziergang mit Schuhen verboten, die Lärm erzeugende Sohlen haben. Holzsohlen zum Beispiel oder Badeschlappen, die klappern. 50 Euro kostet es, wenn man erwischt wird.
        In Cabras auf Sardinien darf an den Stränden nicht geraucht werden. In Alassio (Ligurien) und in Viareggio (toskanische Küste) darf man nur mit einer Badehose bekleidet nicht an der Promenade bummeln gehen. Und in Piertrasanta bei Lucca (Toskana) sollten Touristen besser nicht ihre nassen Badehosen zum Trocknen aus dem Fenster oder an den Hotelbalkon hängen. Das kann bis zu 100 Euro Strafe kosten.

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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im März 2012

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Peter Krackowizer, Reise-Experte & freier Journalist, Anif bei Salzburg, Österreich