Literaturtipps, Reiseliteratur, kulinarische Bücher ...gelesen von Peter Krackowizer 


   Bücher rund um Salzburg

  • Herrschaft in Zeiten des Umbruchs: Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1732 - 1812) im mitteleuropäischen Kontext

    Viel Hintergrundinformation erklärt die Zeit und den Fürsterzbischof sehr verständlich

    16 Fachautoren, unzählige Fußnoten mit viel Zusatzinformation, vier Hauptkapitel mit insgesamt 14 Kapiteln auf 380 Seiten lassen dieses Werk auf den ersten Blick für den Laien unlesbar und sehr wissenschaftlich erscheinen. Zugegeben, ich habe nicht alle 380 Seiten vollständig gelesen, aber mindestens zwei Drittel davon tatsächlich. Die überflogenen Seiten behandeln Themen, die entweder ergänzend zu verstehen sind oder mein momentanes Interesse nicht so weckten.

    In der Einleitung wird das 18. Jahrhundert erläutert, um zu verstehen, was sich zur Zeit von Colloredo (* 1732, † 1812) in Mitteleuropa politisch abspielte. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den geistlichen Hierarchien zu jener Zeit, die sich im Umbruch befanden. Colloredo war ein Repräsentant einer Epochenwende gewesen. Einerseits vertrat er eine durch die Gegenreformation gestärkte katholische Kirche, andererseits blickte er mit seinen weltlichen Reformen weit in das 19. Jahrhundert hinein. Colloredo hatte viele Neuerungen angestoßen, wie etwa in der Bildung, der Vermessung des Landes und der Flussregulierung.

    Im folgenden Kapitel geht es um die weltliche Herrschaft im Wandel und ausgewählte Aspekte der Habsburger Herrschaft in Wien und der Colloredo-Regentschaft in Salzburg. Dabei werden unter anderem die Hofämter und wie man sie erlangt, sehr anschaulich erklärt. Bevor es zu einem umfangreichen Abschnitt über Fürsterzbischof Colloredo geht, wird noch die Kaiserpolitik Wiens während der Koalitionskriege 1792 bis 1815 dargestellt.

    Auf 100 Seiten gehen dann Autoren auf die eigentliche Regentschaft Colloredos näher ein. Das erste Kapitel beschreibt weltliche und geistliche Herrscherrepräsentation in Mitteleuropa in der bildenden Kunst um 1800 – wie ließen sich Herrscher abbilden? Es folgt eine Darstellung der Situation der Musik als Spiegel des kulturellen Selbstverständnisses am Salzburger Fürstenhof.

    Das Kapitel über Repräsentation und Zeremoniell unter Fürsterzbischof wird am Beispiel seines Regierungsantritts 1772 sehr gut erklärt. Es beginnt mit den Hintergründen zu seiner eigentlich unerwarteten Wahl – der äußerst beliebte Domdechant Ferdinand Christoph von Graf Waldburg-Zeil galt als Favorit – und führt über seinen Antritt in Salzburg zu den alltäglichen Repräsentationsritualen. Immer wieder bemerkt man, dass Colloredo ein für die Amtskirche unbequemer Zeitgenosse war, der als aufgeklärter Fürst manches zum Wohle der Menschen veränderte, aber auch gerne in die eigene Schatulle wirtschaftete.

    Insgesamt bietet dieses Buch einen sehr guten und lesbaren Einblick in einen überschaubaren Bereich Salzburger und österreichischer Geschichte. Es zeigt auch, dass unter Colloredos Regentschaft es durchaus noch ein kulturelles Leben in Salzburg gegeben hatte, wenngleich es deutlich weniger prachtvoll und ausschweifend war als unter früheren Fürsterzbischöfen. Ich finde das Buch als an der Geschichte interessierter Leser sehr lesenswert.

    Herausgeberin: Elisabeth Lobenwein, erschienen 2016 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0852-4


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    gelesen im Dezember 2016
  • Salzburger Schicksalsorte

    Bietet eine Auswahl dunkler Kapitel und Schicksale aus Salzburgs Geschichte

    „Schicksalsorte“ ist jetzt vielleicht nicht ganz der passende Begriff für alle 37 Beiträge und der Satz „Salzburg garantiert neu kennenlernen“ auf der Rückseite des Buches etwas übertrieben („garantiert“!). Denn der Salzburgring, beispielsweise, ist wohl kein „Salzburger Schicksalsort“ und nachdem ja alle Beiträge bereits zwischen 2011 und 2014 in den „Salzburger Nachrichten“ (SN) erschienen waren, sollten sie doch vielen Lesern bereits bekannt sein.

    Die Beiträge stammen also von Journalisten der SN und sind durchschnittlich drei bis vier Seiten in kleinem Buchformat lang. Aus dem Blickwinkel eines Journalisten sind daher auch manche Sätze zu lesen: Beispielsweise dass die Geschichte des Großglockners „ihn zum gefürchteten Scharfrichter“ machte, ist jetzt vielleicht etwas zu theatralisch in der Einleitung des Kapitels „Triumpfe und Tragödien auf dem mächtigen Glockner“, das übrigens auch die Geschichte der Großglockner Hochalpenstraße streift (mit drei Bildern). Aber vom Berg, dem eigentlichen Thema des Kapitels, gibt es kein Bild! Die Geschichte der Bürgergarde dürfte sicherlich nicht sehr bekannt sein, zähle ich aber auch nicht jetzt nicht unbedingt zu „Schicksalsorten“.

    Ja und so sind die Beiträge sehr unterschiedlich, aber interessant und manche durchaus nicht sehr bekannt. Ein schönes Bild vom alten, nicht mehr bestehenden Gastgarten des Caspar-Moser-Bräus in Henndorf am Wallersee mag wahrlich ein Schicksalsort für Biertrinker gewesen sein. Traurige Schicksalsorte hingegen waren der Böndlsee in Goldegg, wo die Schergen der SS Wehrdienstverweigerer aufspürten und hinrichteten, das Konzentrations-Außenlager bei der Rudolfshütte oder der Hundstein, wo ein Mord geschah. Die Saalach als Holztrift-„Schicksalsort“, na ja, eine Schenke in Schwarzach im Pongau als Ort des Salzschwurs auf jeden Fall (wobei hier nicht der Ort beschrieben wird, sondern die Folgen dieses Eids).

    Wie die TV-Show „Was bin ich“ zu einem Todesopfer führte, wie die Trapp-Familie zu singen begann und warum im Blühnbachtal der Erste Weltkrieg begonnen hat – dies und andere historisch belegte Geschichten in angenehm lesbarer, nicht zu langer Form , findet man in diesem durchaus gutem Buch, wenn man eben vom nicht ganz zutreffenden Titel absieht.

    Autorin Barbara Brunner, erschienen 2016 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3702508340


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    gelesen im August 2014
  • Wirtshäuser: Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten

    Über längst vergessene, noch gut bekannte Gaststätten, Gesetze und Vorschriften

    Ich habe während meiner Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe in Schloss Klessheim im alten Grand Café Winkler gearbeitet, als Jugendlicher war ich mehrere Male im Café Centro am Mississippi-Dampfer und das Bild von der Bar des Hotels Winkler an der Franz-Josef-Straße erinnert mich an meine Besuche im Jahr 1981 und 1982 in diesem Hotel, als der österreichische Reiseveranstalter Meridian dort Schulungen für Mitarbeiter der Salzburger Reisebüro veranstaltete. Dies sind nur einige Erinnerungen, die mir beim Blättern und Lesen dieses einzigartigen "Lexikon der Salzburger Gastwirtschaften" gekommen sind.

    Freilich kann ich mich nur an die jüngere Vergangenheit vieler Gaststätten erinnern. Umso spannender ist dieses Buch für mich, was die frühere Geschichte anbelangt: wie aus privater oder klösterlicher Gastfreundschaft kommerzielle Herbergen entstanden sind, welche gesetzlichen Bestimmungen Salzburgs Wirte ärgerten, beispielsweise die Gaststättenordnung aus dem Jahr 1595 (56 Wirte wurde durch sie mit 1. Juni 1595 bestätigt) und andere, durchaus spannende Kapitel reihen sich in diesem Buch aneinander. Das herrliche Zunftschild der Brauerei Mödlhamer an der Getreidegasse ziert noch heute ein "M", allerdings das hässliche McDonald's-M. Das Gasthaus zur Goldenen Kugel wurde wiederbelebt - einst befand sich dort eine Brauerei.

    "Wirtshausalltag und gastronomische Festkultur" heißt ein Kapitel, das gleich mit dem Beispiel Stieglbräu beginnt. Da wird ein Brandenburgischer Bierbrauersohn, Michael Gapler, erwähnt, der die verwitwete Braumeisterin Maria Risin ehelichte, wie viele "Henner mit Drate Nudeln" bei der Hochzeit des Herrn "Feldwebl Gunth Löm" verzehrt wurden und eine Tanzordnung aus dem Jahr 1794 - viele Geschichten, Dokumente und Bilder beleben dieses wunderbare Buch, das auf über 200 großformatigen Seiten viel lesenswerte Information bietet. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Kaffeehäusern in der Stadt Salzburg, ein anderes unter dem Titel "Grill Room, Amis, Café-Espresso" der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

    Wo das "Est, Est, Est" war, welches das älteste Salzburger China-Restaurant ist, das Zeugnis der Köchin Leopoldine Buchsbaum im Hotel Mirabell, der Mord- und Selbstmordversuch in der Gastwirtschaft des Franziski-Schlössls, vom halben Brathuhn um drei Schilling (Speisekarte des Stieglkellers vom 19. September 1937, vom Café Papageno (heute Zirkelwirt) und und und. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis schließt dieses hervorragend geschriebene und gestaltete Buch ab. Im Bucheinband vorne und hinten gibt es eine alte Stadtkarte der Stadt Salzburg, auf der die Gaststätten aus dem Jahr 1764 eingezeichnet sind: Stockhamerbräu, Freyhammer Brau, Goldenes Einhorn, Täxisches Wirtshaus, Halber Mondschein, Bettelumkehr? Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer klären auf. Dieses Buch gebe ich sicherlich nicht mehr her!

    Autor Gerhard Ammerer, erschienen 2014 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3702507503


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    gelesen im Juli 2014
  • Menschen - People: Salzburger Land

    Frei von Kitsch und Klischees zeigen Schwarzweißbilder die Menschen

    Dieses Buch zeigt die Menschen aus Stadt und Land Salzburg so, wie sie sind. Natürlich, ohne Schnickschnack, bei ihren alltäglichen Tätigkeiten. Es ist eine wohltuende Präsentation Salzburgs und seiner Menschen, die auf Kitsch und Klischees verzichtet, aber die Schwarzweißfotografie als eindrucksvolles Stilmittel einsetzt. Der Münchner Fotograf Groeger hat die Menschen gekonnt fotografiert, der Salzburger Schriftsteller Walter Müller hat sie beschrieben, wie er sie auf den Bildern sieht. Die Texte sind aber nicht nur gut geschrieben, sondern auch informativ. Der Leser erfährt dabei einiges über das Leben der Menschen im Gebirge, auf der Bühne, in der Werkstatt und über Brauchtum, etwa über die Gasteiner Perchten oder die Stuhlfeldner Tresterer. Die Texte sind auch noch in englischer Sprache zu lesen.

    „Wenn er so urig daherkommt wie auf dem Bild, stellen sich dem Uneingeweihten ein paar brennende Fragen […] Ist die Lederhose vom Fritz älter als er? Ist er, der Fritz, in einer Futterkrippe zur Welt gekommen? [...]“ Müller beschreibt hier den Bart-Olympiasieger und -Weltmeister Fritz Sendlhofer aus Zell am See im Pinzgau. Er schreibt über die fröhliche Schnapsbrennerin Elisabeth Ellmer aus Wagrain, über den mit Skipisten sprechenden Peter Hörl aus Hinterreit, über Walter Grüll aus Grödig, Österreichs einziger Kaviar-Produzent, den Wirbelwind in der Salzburger Musikszene, Elisabeth Fuchs, und viele andere.

    Mich beeindrucken vor allem die Schwarzweißbilder, wie beispielsweise die der Kindertrachtengruppe Filzmoos. Da sitzen zwei Buben mit Bauernkrapfen und einem Häferl Milch in der Hand vor einer alten Almhütte. Man sieht den Staubzucker der Bauernkrapfen um die Münder der Kinder und merkt, wie gut sie sich unterhalten. 175 A-4-quer-große Bilder, fast ebenso viele Geschichten von Menschen aus Salzburg – ein wirklich gelungenes und beeindruckendes Buch!

    Erschienen 2014 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3702507466


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    gelesen im Juni 2014
  • Unterirdisches Salzburg: Verborgenes in Stadt und Land

    Bekanntes und Unbekanntes von “unter der Erde“ in Stadt und Land Salzburg

    Pfarl erzählt von den Geheimnisse der Krypta unter dem Salzburger Dom, die Katakomben und das Hexenloch im Aigner Park, von Kriechsteinen wie am Falkenstein, vom Bruderloch in Bad Vigaun, der Palfenhöhle bei Saalfelden am Steinernen Meer, der Entrischen Kirche im Gasteinertal und anderen Höhlen. Er steigt in andere Krypten wie in jene im Kapuzinerkloster und im Benediktiner-Frauenstift Nonnberg, in die Columbarien in Mülln und besucht Burgen und ihre dunklen Räume. Das Innere der Berge, wie das Salzbergwerk am Dürrnberg, Gold- und Silberbergwerke im Land Salzburg, der Böckstein Heilstollen sind weitere Themen des Buches. Über die künstlichen Höhlen der Fürsterzbischöfe, beispielsweise im Schloss Hellbrunn, die durchlöcherten Stadtberge, Keller in öffentlichen und privaten Gebäuden wie beispielsweise ein Stadttor unterm Kindergarten in Nonntal oder der romanische Keller am Waagplatz hat Pfarl recherchiert. Ergänzt hat Toni Anzenberger die Beiträge mit zahlreichen, teilweise sehr eindrucksvollen Bildern.

    Wermutstropfen in diesem an und für sich sehr gut gestalteten Buch ist das Fehlen eines Registers oder zumindest eines detaillierten Inhaltsverzeichnis. So wird eine Suche zum ungewollten Blättern im Buch. Denn, und das ist aber wieder ein erwähnenswerter Pluspunkt, im Buch finden sich eine Unzahl an interessanten Informationen – oder wussten Sie, dass die Ausstattung der Katakomben mit frühchristlichen Motiven erst im 19. Jahrhundert durch den Salzburger Kunsthistoriker Georg Petzolt erfolgte?

    Text: Peter Pfarl, Bilder: Toni Anzenberger, erschienen 2013 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3702507237


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    gelesen im Februar 2014
  • Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt

    Einzigartige Bilder und sehr gut gewählter Text, ansprechendes Layout

    Den beiden Autoren ist auf knapp 300 Seiten etwas gelungen, was auf den ersten Blick einfach erscheint, es aber nicht ist! Nämlich aus der fast 1 800jährigen Geschichte der Stadt Salzburg einerseits nur das Wesentliche zu schildern, andererseits aber doch so viel und so gekonnt ausgewählt, dass der Leser einen umfassenden Eindruck dieser ältesten Stadt des heutigen Österreichs erhält.

    Neuhardt stellt den geschichtlichen Teil unter den Titel „Eine Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern“: „Hruedprecht und Frgal – wer waren sie wirklich?“, „Hier wohnt die Schönheit Hüterin der Todten“ sind zwei der 36 Themen dieses Kapitels. Besonders gut gelungen finde ich die Auswahl der Fürsterzbischöfe, was angesichts der mehr als 80 auch nicht ganz einfach ist. Doch mit Eberhard II., dem „Baumeister des Landes Salzburg“, Wolf Dietrich von Raitenau oder dem Fürsterzbischof mit dem Brezelschweif, Paris Graf Lodron (u. a.) schreibt Neuhardt durchaus lebendig und interessant über die interessante Geschichte des Landes.

    Wolfgang Straub widmet sich mit „Salzach-Bayreuth, Karajanopolis, weltbestes Festival“ den Salzburger Festspielen, der Ära Max Reinhardt, Herbert von Karajan, den Salzburger Kaffeehäusern, dem Salzburger Advent und anderem. „Sound of Mozart im Paradies“ ist eine Fundgrube von Salzburger Mythen – beispielsweise wer weiß denn noch, dass Aigen ein Kurbad war? Das Kapitel „Weltheaterschwindel, Verlogenheitsmaschine, Touristomania“ ist eine literarische Salzburg-Kritik, in der auch die Schranne und die Bräustübln nicht unerwähnt bleiben. 30 Seiten sind dem neuen, dem modernen Salzburg gewidmet, die sich mit Bausünden, moderner Architektur und den Kunstobjekten der Salzburg Foundation auseinandersetzen.

    Das was aber diesem Buch die eigentliche Seele gibt, sind die 513 Abbildungen, alte und neue, von Gerhard Trumler, Oskar Anrather, Baldi & Würthle, Würthle & Spinnhirn oder Würthle & Sohn und anderen. Die drei Letztgenannten waren Fotografen der ersten Stunde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die in Salzburg arbeiteten. Die Mischung aus schwarz-weiß-Bildern (z. B. aus der Anfangszeit der Salzburger Festspiele), den Themenbilderbogen (z. B. die Figuren aus dem Zwergelgarten) und ganzseitigen Aufnahmen der unterschiedlichsten Art machen dieses Buch auch zu einem spannenden Bilderbuch. Spannend, weil man vieles entdeckt, was unbekannt ist (so das Domkloster, die Mauern des Frauengartens, einen anderen Makartplatz oder einen ganz jungen Karajan usw.). Die Bilder geben Einblicke in die Benediktiner-Erzabtei Sankt Peter, zeigen seltene Aufnahmen des Klosterschatzes des Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg oder bringen Abbildungen von Aquarellen oder Zeichnungen von Salzburg in früheren Jahren, aber auch Luftaufnahmen.

    Das Buch ist seine Größe und sein Gewicht wahrlich seinen Preis wert, weil der Inhalt – auch für Salzburger – interessant und abwechslungsreich ist, den Leser nicht überfordert und den Betrachter dazu anregt, es immer wieder in die Hand zu nehmen.

    Erschienen 2013 im Verlag Christian Brandstätter Wien, ISBN 978-3-85033-773-1
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    gelesen im Oktober 2013
  • Unbekannte Festung Hohensalzburg

    Bietet unbekannte Einblicke, fachlich erläutert, in eine interessante Festung

    Dieses Bilder-Buch mit Bildtexten in deutscher und englischer Sprache zeigt eine Festungsanlage, wie sie Besucher so nicht erleben können. Der Autor ist selbst Burgführer und hat durch seine Milizoffizierslaufbahn militärische Kenntnisse, ebenso wie der Fotograf. Das bringt dem Betrachter der Bilder wesentliche Vorteile, weist doch der Autor in den Beschreibungen auf so manch wichtige Kleinigkeit hin, die der Fotograf ins rechte Licht gesetzt hatte.

    Auf den Innenseiten des Bucheinbandes ist doppelseitig ein Detailplan der Festung von Oberst Emil Hettwer aus dem Jahr 1905 zu sehen. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick beginnen die Seiten mit den Bildern, die allesamt technisch und farblich wirklich sehr gut sind. Es folgen interessante Details: über der Roßpforte ist der „Maschikuli“-Erker (eine Senkrechtverteidigungsanlage), ein Festungsabort, die Konstruktion des Schlangengangs, verschließbare Bodenöffnungen zum Hinabschleudern von Kampfmitteln, ein Blick auf den Fechtboden, wo das Kriegshandwerk geübt werden konnte, eine ehemalige Soldatenwohnung im Geyerturm, natürlich auch mehrere technische Detailaufnahmen des „Salzburger Stiers“, einer Walzendrehorgel, eine interessante Aufnahme der Bücherstube in den Fürstenzimmer, ein imposanter Ausblick von den Feuertürmen über den Burginnenhof zum Gaisberg und viele, viele weitere Aufnahmen.

    Zunächst dachte ich mir, ich werde das Buch einmal „locker“ durchblättern. Ich merkte aber schon nach wenigen Seiten, dass das Lesen der (kurzen) Bildtexte durchaus noch so manches Detail bringt. So zeigt eine Aufnahme einen Mauerausschnitt mit einem runden „Stein“ darin. Der runde „Stein“ ist eine eingemauerte Kanonenkugel von der erfolglosen Bauernbelagerung der Festung im Jahr 1525. Die Bildtexte sind ganz und gar nicht touristisch-kitschig, sondern stets fachlich fundiert und informativ. Es gibt auch durchaus reizvolle Winteraufnahmen, wie jene seltene Perspektive vom Geyerturm aus in den Innenteil der Festung oder ein herrliches Bild vom großen Schlosshof zur Schlosskapelle, davor die alte Linde verschneit.

    Dieses Buch bietet einen interessanten und doch sich nicht in zu vielen Details verlierenden Einblick in eine der größten Burgen Mitteleuropas mit dem Anspruch, ein fachliches Bilderbuch sein zu können.

    Autoren Stefan Haslacher (Text), Michael Günther (Bilder), erschienen 2013 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0710-7
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    veröffentlicht am 21. Mai 2013
  • Salzburg Salzkammergut

    Ein Buch, das auch Einheimischen noch manches zeigt: Salzburg – Salzkammergut: viele Details, sehr informativ und aktuell

    Bürgelsteinpromenade? Nein, nein, nicht in der Stadt Salzburg! Niedergadenalm-Straße? “Im Weißen Rößl” von Lauffen? Viktor-Kaplan-Themenweg? Aha, doch noch nicht alles gesehen!

    Reiter und Wistuba haben ein hervorragendes Werk über die Stadt Salzburg und das Salzkammergut zusammengestellt, sag‘ ich als Salzburger! Schon der allgemeine Informationsblock umfasst gut 60 Seiten mit vielen Adressen und Preisangaben. Die zahlreichen Bilder sind sehr gut gewählt, sowohl von der Farbe als auch von der Aussagekraft. Viele Details wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Internetadressen sind durchaus hilfreich und man kann mit diesem Führer recht gut seine Reise planen. Es gibt Einkaufs-, Restaurant-, Café- und Übernachtungstipps. Wenngleich ich feststellen muss, das die beiden das wohl bekannteste und interessantes Hotel des Salzkammerguts, das „Scalaria“ in Sankt Wolfgang, dem Leser verschweigen. Das ist der einzige echte Minuspunkt in diesem Führer.

    Doch was die Geschichte anbelangt, ist der Führer „auf Zack“: „Das Weiße Rößl“ stammt ursprünglich aus Lauffen bei Bad Ischl, beim Eingang zu den Katakomben in St. Peter in Salzburg liegt die Schwester von W. A. Mozart, „Nannerl“, begraben, der „Nonnberger Hund“ begrenzte den Stiftsbezirk des Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg und viele andere Details zeigen, dass die beiden Autoren gut recherchiert haben. Sie schreiben auch im Verhältnis zu anderen Führer viel über die Gemeinden rund um den Attersee. Auch der Traunsee wird gut dargestellt. Zum Schluss des Führers gibt es noch 16 Wandervorschläge mit Übersichtskarten.

    Ob der Hinweis auf den Jazzit Musik Club (sehr angesagt in Salzburg!), das Narzissenfest im Ausseerland (wirklich sehenswert) oder den Themenweg in Unterach am Attersee „Gustav Klimt am Attersee“ – der Führer ist – aus „heimischer Sicht“ wirklich sehr vielseitig und informativ und deckt ein relativ großes Gebiet ab. Übrigens, auf der Homepage des Verlags findet man beim Buch bereits aktuelle Neuerungen, die von Lesern dort mitgeteilt werden

    Die Autoren sind Barbara Reiter, Michael Wistuba, erschienen als 3. Auflage 2012 im Michael Müller Verlag Erlangen, ISBN 978-3-89953-719-2

    Das Buch enthält 296 Seiten mit 147 Farbfotos. Die einzelnen Kapitel sind:
    Hintergründe & Infos: Natur- und Kulturlandschaften, Geschichte, Kunstgeschichte, Anreise, Unterwegs in der Region, Übernachten, Essen und Trinken, Reisepraktisches von A bis Z;
    Von Salzburg ins Salzkammergut: Salzburg, von Salzburg nach Bad Ischl, an Mondsee und Attersee, Inneres Salzkammergut, im Ausseerland, am Traunsee und im Almtal;
    Kleiner Wanderführer durchs Salzkammergut mit 16 Wanderungen
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    veröffentlicht am 11. Februar 2013
  • Iuvavum, Alltag im römischen Salzburg

    Sehr anschaulich, gar nicht trocken geschrieben und voller Information

    Na, das kann ein Buch sein! Steine, nicht Greifbares, Vermutungen – das waren meine Gedanken, als ich von diesem Buch las. Doch welch‘ Irrtum! Schon die zweiseitige Übersicht der Geschichte Ivavum (Salzburg) zeigt: da war was los! Die anschließende Stadtwanderung von Nonntal beginnend bringt Erstaunliches: der Autor wandert durch die Straßen und Gassen, schildert, was damals – zur Römerzeit – hier und da gewesen war und was man heute sieht. So geht das Straßeneck in der Kaigasse nächst dem Hotel Kasererbräu auf den wichtigsten Tempel der römischen Stadt zurück.

    Woher der Name Iuvavum stammt, dass rund um das heutige Platzl schon die Römer siedelten, vom Vorläufer des Toilettenpapiers (Schwamm am Holzstiel), von Funden, die nachweisen, dass um Christi Geburt bereits reger Fernhandel existierte und viele andere Details, anschaulich und gut lesbar geschrieben, schildern dem Leser den Alltag vor rund 2000 Jahren in der Stadt Salzburg.

    Hutter schreibt ausführlich über die Lebensweise der Menschen, was sie gegessen haben und liefert auch gleich sechs römische Rezepte zum Nachkochen. Der Leser erfährt, woher die Lebensmittel stammten, wie ein Bauernhof funktionierte und welche Bedeutung das Sprichwort hat, „ein X für ein U vormachen“, dass der Beton ist eine Erfindung der Römer ist, dass die Römer die Integration der Kelten mit beispielhafter Toleranz lebten, von einem Erzbischof, der „unterirdische Dinge“ verabscheute sowie Hinweise auf Wortentstehungen im Salzburger Raum (Was haben Gfalls und das Klessheimer Kavalierhaus mit einem Gaul zu tun?) und vieles anderes mehr. Zum Schluss des 175seitigen wirklich interessanten Buches eine Übersicht über Museen im Land Salzburg, die mit dieser Thematik zu tun haben und Literaturhinweise.

    Farbbilder, Übersichtskarten, ein Stoffband als Lesezeichen, der Titel mit Tiefdruck-Buchstaben – das Buch ist optisch wie inhaltlich wirklich sehens- und lesenswert!

    Erschienen 2012 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0666-7
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    veröffentlicht am 21. September 2012
  • Wundervolles Wasser - Vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen

    Geschichtliches Fachbuch über Wasser im Land Salzburg in Bezug auf Religion, Fremdenverkehr und Vergnügen

    Nein, es ist kein Physikbuch – es ist ein Geschichtsbuch über Wasser und dessen Vorkommen und Anwendungen im Bundesland Salzburg; ein Geschichtsbuch, das nach einer kurzen physikalisch-geographisch- allgemeinen Einführung mit der geschichtlichen Bedeutung des Wassers beginnt. Da ist die Rede von Maibrunnen und Frühlingsbädern, von den Wasserheiligen, Quellenpatronen und der Taufe. Da wird es schon recht Salzburg-bezogen: die Quelle der hl. Brigida aus Irland bei dem Kirchlein in Henndorf am Wallersee, Sankt Koloman in der Taugl und auf dem Kolomansberg bei Thalgau, der hl. Wolfgang oder der hl. Sixt in Wald im Pinzgau und andere Ort finden Erwähnung, alle mit Wasser im Zusammenhang.

    Es folgt ein mythologisches Kapitel über Meerstern, Nymphe und Muttergottheit, gefolgt von „Maria am Brunnen – Salzburger Kultstätten“. Da lese ich eine interessante Wallfahrtsgeschichte zum Gnadenbründl bei Zellhof am Grabensee oder vom Gnadenwasser zu „Maria im Elend“ in Embach bei Lend. Der Beitrag „Im Badehaus geht’s an die Wäsche“ hat mich besonders interessiert. Die Autorin schildert darin die Geschichte des Badens als körperlichen Reinigungsvorgang, von alten Badadressen in Salzburg, deren es neun gab, die allesamt beschrieben werden. Und ab diesem Kapitel findet sich eine weitere Bereicherung im Buch: Steiner bringt immer wieder Zitate aus historischen Dokumenten oder Beschreibungen, wie z. B. einen Blick in eine öffentliche Badestube aus dem Zeidlers Universallexikon aus dem Jahr 1733. Schröpfen, Aderlassen, vom Bader zum Wundarzt oder Schwitzbäder in Rauris sind nur einige der lesenswerten Beiträge dieses Kapitels.

    Woher das Wort „Wasser“ stammt, über den Salzburger Wasserhaushalt und das Trinkwasser sind Inhalte eines weiteren Kapitels. Soweit über die ersten rund 90 Seiten des Buches. Die folgenden rund 110 Seiten beschäftigen sich dann mit „Kurtourismus und Gesundheitspilger“ in Stadt und Land Salzburg: Aigen in der heutigen Stadt Salzburg, zählte zu den ältesten Kurorten des Landes, 34 kalte und warme Heilquellen gab es um 1820, darunter das Frauenbad zu Söllheim (Hallwang), Baden und Wallfahrten zur heiligen Margarethe – Bad Schwarzenbach in Uttendorf, Bad Stocking in Saalfelden oder die Solequelle an der Pfannhauswand in Unken – der Sauerbrunnen beim Meislgut, seien hier stellvertretend erwähnt. Natürlich werden auch die Moorbäder ausführlich beschrieben wie das Marienbad oder der Kurbetrieb in Mattsee-Aug. Das letzte Kapitel dieses zweiten Buchteils beschäftigt sich mit Schwimmbädern: eine „Ausmittlung eines Schwimmbades“ (1823) vom damaligen Salzburger Bürgermeister Anton von Heffter sowie eine Badeordnung aus demselben Jahr kann man lesen, über Vinzenz Priessnitz, einem schlesischen Wasserdoktor und die Krimmler Wasserfälle als „Heilmittel gegen Stadtleben und Empfindelei“ (Letzteres aus der Stiftsbibliothek Sankt Peter), über das Kurhotel Stern in Hallein, Schwimmen im Zeller See im Pinzgau, über das erste, architektonisch bemerkenswerte, nicht mehr bestehende Strandbad in Neumarkt am Wallersee und vieles andere mehr.

    Was Gertraud Steiner in diesem Buch zusammengetragen hat, ist ein wesentlicher Teil der Geschichte Salzburgs und in gewisser Hinsicht wohl auch Grundlagenforschung zum Thema Fremdenverkehr in Salzburg. All dieses Wissen untermauert sie mit einem Literaturverzeichnis, das mehr als 100 Werke enthält, u.a. von Univ.-Prof. Dr. Heinz Dopsch, dem Historiker Herbert Klein, Josef Ernst Ritter von Koch Sternfeld, August Rettenbacher, Joseph Reisigl, Franz Zillner und anderen; weil ich doch immer ein wenig kritisch bin: ein Stichwörterverzeichnis, das leider fehlt, wäre dann noch „das Tüpferl am i“ gewesen.

    Eines der besten geschichtlichen Fachbücher Salzburgs, das ich bisher gelesen habe und aufgrund der zahlreichen historischen Abbildungen und Fotografien ein wirklich lesens- und sehenswertes Buch.

    Erschienen 2012 im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0675-9
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    veröffentlicht am 7. November 2011
  • Mystisches Salzburg

    Faszinierende Bilder, Berichte über Unbekanntes, anschaulich und lebendig geschrieben

    Ein Blick in rötliches Licht getauchtes Innere einer Kapelle in den Katakomben, mystische Nebel, die aus der Salzach stiegen, Fackeltänzer bei der Festspieleröffnung umrunden einen Residenzbrunnen mit in Türkis schimmernden Wasser, über dem mit Holzschindeln verkleideten Krimmler Tauernhaus erstrahlt der blaue Himmel, ein Löwenkopf an der Kirchentüre von St. Leonhard im Lungau zeugt vom einstigen Venediger-Handel, der Schaidberger Predigtstuhl im Abtswald am Dürrnberg präsentiert sich umgeben von dunklem Grün, der Blick fällt auf die Michaelsstatue mit der Waage in der Hand am ehemaligen Höllbräu, der Teufel im "Jedermann" erscheint furchterregend, der Gasteiner Wasserfall donnert des Nachts, eingetaucht in das Licht von Scheinwerfern, zu Tal - Toni Anzenberger, der Fotograf, bietet eine wunderbare Aufnahme nach der anderen. Ob als ganzseitiges Bild oder kleiner Ausschnitt - er zeigt Salzburg von manch' bekannter Seite, bietet aber auch sehr viele unbekannte Einblicke. Seine Bilder erwecken die Sehnsucht, Salzburg, Stadt und Land einmal doch wirklich zu entdecken.

    Peter Pfarl, der Textschreiber, wiederum, weiß "die Feder zu führen". Nicht trockene Geschichte oder "das kennt man ja schon" schildert er zwischen den Bildern. Er gibt überraschende Einblicke in Forschung und Geschichte. So berichtet er von den neuesten Erkenntnissen der Forschung über Salzburger Kupfer, das seinen Weg bis nach Sachsen-Anhalt im Norden vor mehr als 4 000 Jahren gefunden hatte. Er geht Rätseln des Dürrnbergs nach, setzt sich mit der Frühgeschichte der Stadt Salzburg im St.-Peter-Bezirk auseinander, weiß Mystisches vom Untersberg, von Ritzzeichen, die gegen Böses schützen sollten, spart auch nicht das dunkle Kapitel der Protestantenvertreibungen im 18. Jahrhundert, der Hexenverfolgung sowie der Geschichte vom Zauberer Jackl aus. Warum die Wilhelmskapelle immer wieder verschwand und neu aufgebaut wurde, von seltsamen Heiligen und merkwürdigen Bräuchen schreibt er, dem Doktor Paracelsus seine Geheimnisse und vieles mehr. Pfarl schreibt sehr anschaulich und lebendig, dabei wird er nie fad zu lesen. Er zitiert Künstler und Fürsterzbischöfe und stöbert im ganzen Land Sagenhaftes, Urwüchsiges und Verborgenes auf.

    Das ist ein Buch ganz ohne Kitsch und Klischees, das ein Salzburg widerspiegelt, wie es sich abseits der Touristenströme präsentiert. Es ist ein Buch, das die Salzburger auf die Spur von Interessantem, Entdeckungswertes bringt. Ein Buch, dessen warmen Farben der Bilder anregen, dessen Text Interessantes mitteilt, ein Buch, das seinem Titel mehr als gerecht wird.

    Erschienen 2011 im Verlag Anton Pustet, Autor Peter Pfarl, ISBN 978-3702506506
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    gelesen im Februar 2012
  • Salzburg: Stadt zwischen Tradition und Moderne

    Präsentiert ein modernes Salzburg mit interessanten kurzen Beiträgen aus der Geschichte

    Dieses zweisprachige Buch (deutsch/englisch) ist eine Art Kurzführer durch die Salzburger Geschichte mit zusätzlichen Kapiteln über Literatur in Salzburg und (bauliche) Infrastruktur der letzten Jahrzehnte. Während auf einer Seite stets Texte in zwei Spalten und angenehm lesbarer Größe über Geschichte, Bauten oder Menschen informieren, bilden ganzseitige Farbbilder den optischen Teil einer Doppelseite. Diese Bilder zeigen eindrucksvolle Stimmungen wie beispielsweise die Pforte zum Kapuzinerkloster mit Stefan-Zweig-Büste im mystischen Licht der Morgensonne, Monumente wie die Maximuskapelle in den Katakomben oder Kunstwerke. Luftaufnahmen wie vom Plateau der Gaisbergspitze im Winter oder der Chirurgie-West sind wahrscheinlich auch für viele Salzburger interessant, hat man doch normalerweise nicht die Gelegenheit, diese Orte aus der Vogelperspektive zu erleben.

    Das Buch wäre ein geeignetes Geschenk für jemanden, der gerne einen interessanten kulturgeschichtlichen Überblick von Salzburg hätte, aber gerne auf Kitsch und Werbesprüche verzichten kann. Bilder, Satz und Verarbeitung in gewohnt guter Art des Verlages - ein Buch, das doch deutlich mehr über Tradition(en) bringt, als von der Moderne und trotzdem ein sehr modernes Bild der Stadt zeigt.

    Erschienen 2011 im Verlag Anton Pustet, Autor Kurt W. Leininger, ISBN 978-3702506421
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    gelesen November 2011
  • Erzbischof Andreas Rohracher: Krieg, Wiederaufbau, Konzil

    Ein wichtiges Kapitel Salzburger Zeitgeschichte, kritisch von Historikern aufgearbeitet

    Erschienen 2010 im Verlag Anton Pustet erschienen, ISBN 978-3-7025-0635-3,

    Herausgeber: Ernst Hintermaier, Alfred Rinnerthaler, Hans Spatzenegger unter Mitarbeit von Elisabeth Engelmann, Thomas Mitterecker und Wolfgang Neuper
    Autoren: oben genannte Personen sowie Maximilian Liebmann, Peter G. Tropper, Oskar Dohle, Ernst Hanisch, Sabine Veits-Falk, Eva Maria Hoppe-Kaiser, Josef Kremsmair, Peter Hofer, Rupert Klieber, Hans Paarhammer, Gerhard Winkler, Gerhard Zecha, Michaela Sohn-Kronthaler, Gerlinde Katzinger, Guido Treffler, Annemarie Fenzl, Gerhard Walterskirchen und Adolf Hahnl;

    Zunächst einmal: dieses Buch ist das Ergebnis des Symosiums 2009 zum Thema „Erzbischof Andreas Rohracher und die Salzburger Kirche seiner Zeit“, über das Leben und Wirken des wohl interessantesten (Fürst)Erzbischofs Salzburgs seit dem 16. Jahrhundert. Es ist von renommierten Historikern geschrieben, u.a. von Sabine Veits-Valk, Ernst Hanisch oder Oskar Dohle. Insgesamt weit mehr als 20 Historiker wirkten an diesem Buch mit.

    Rohracher war von 1943 bis 1969 Erzbischof von Salzburg. Vor allem der Zeitraum 1943 bis etwa 1952 birgt brisant-interessante Themen. Das Buch schildert Details aus der Zeit des Nationalsozialismus und der anschließenden Wiederaufbauzeit. Welche Rolle spielte Rohracher in der NS-Zeit? War er dem NS-Regime gegenüber wohlgesonnen? Seine Unterstützung einer Widerstandsbewegung in Kärnten zeigt eine andere Einstellung. Aber wieder anders klingen die Worte seiner Predigt zu Silvester 1944: „..Ja, wir haben in dem Jahr Großes erlebt. Ich denke an unsere heldenhaften Soldaten […] die bevor sie gefallen oder in die Gefangenschaft gekommen sind, nach Hause gefunkt und Treue und Tapferkeit geschworen haben bis zum letzten Augenblick!“ Sein Dank galt auch den Müttern „…die diese Heldensöhne geboren und mit ihrem Gebet hinausgeschickt haben an die Front vor den Feind.“ Auch setzte er sich nach Kriegsende vehement und nachhaltig für die Freilassung höchster NS-Funktionäre ein. Dies begründete er damit, dass er bei der Bischofsweihe gelobt hatte, „…mich für alle Bedrängten und Leidenden einzusetzen…“. Sehr umstritten und gleichzeitig ein zentrales Lebenswerk waren seinen Aktivitäten im „Sozialen Friedenswerk“ für Heimatvertriebene sorgte für Kritik, sein Einsatz nach 1945 für ehemalige Nationalsozialisten und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Und doch kommen die Historiker zum Schluss, dass er kein Nazi-Bischof war.

    Rohracher hielt drei Diözesansynoden ab, war Teilnehmer des II. Vatikanischen Konzils und begrüßte die dabei getroffenen Entscheidungen wie z. B. die stärkere Einbindung von Laien. Er war auch ein sehr aktiver Bauherr in der Erzdiözese. 34 Bauwerke gehen auf seine Initiative zurück, u.a. Salzburg-St. Elisabeth, die Pfarrkirche zum kostbaren Blut in Salzburg Parsch (eine moderne Kirche), das Provinzhaus der Barmherzigen Schwestern Kirche des hl. Vinzenz von Paul in Salzburg-Mülln, das Kurhaus St. Josef in Bad Dürrnberg, die Pfarrkirche in Hallein-Rehhof, das Bildungshaus St. Virgil in Salzburg-Aigen. Weiters beschäftigt sich eines der Kapitel mit seiner Beziehung zum Domkapellmeister Joseph Messner. Andere beleuchten seine Bemühungen zur Wiederinstallierung einer katholischen Universität in Salzburg, der Restituierung Kircheneigentums (hier kam ihm seine juristische Ausbildung in Wien und Rom sehr zu Hilfe) oder das eher nüchterne Verhältnis zum späteren Kardinal Franz König. Das Buch umfasst auch Wiedergaben von Predigten, Gesprächen, Hirtenbriefen, sowie ein interessantes Interview aus dem Jahr 2010 mit Altbischof Maximilian Aichern über Rohracher und eine DVD mit Festpredigten und einem Wochenschaubericht über den Salzburger Dom (1959) u.a. Ausführliche Fußnoten mit weiteren interessanten Informationen, ein umfangreiches Literatur- und Personenverzeichnis runden dieses Buch ab.

    Die Historiker kommen zum Schluss, dass Rohracher wohl durch sein Schweigen zu den zahlreichen Fragen im Zusammenhang mit seinen Aktivitäten rund um das Kriegsende sich einer Stellungnahme, wenn nicht gar einer Verantwortung entziehen wollte. Das Buch zeichnet von Rohracher das Bild eines sehr aktiven Bischofs, der mehrfach die österreichische Nachkriegsregierung brüskiert hatte, der hartnäckig seine Ziele verfolgte und gleichzeitig der wichtigste und anerkannteste Vermittler zwischen der Salzburger Nachkriegsregierung und den amerikanischen Besatzungsbehörden gewesen sein muss. Rohracher war der letzte Erzbischof, der noch bis 1951 den Titel „Fürsterzbischof“ tragen durfte und als solcher ist er auch stets aufgetreten. Das Buch lässt aber auch wesentliche Fragen offen, nämlich wie es wirklich um die Kirche und ihre Beziehung zum Nationalsozialismus gestanden hatte. Manche in diesem Buch veröffentlichte Dokumente der Kirche damals geben durchaus Anlass, dieses Buch und das Verhalten der Kirche kritisch zu betrachten. So heißt es in einem Hirtenbrief 1945 nach Kriegsende: „… Keine Gemeinschaft hat in diesen Jahren mehr Opfer an Hab und Gut, an Freiheit und Gesundheit, an Blut und Leben bringen müssen als die Kirche Christi…“ Dass Millionen Juden enteignet und umgebracht wurden, darauf hatte die Kirche damals wohl vergessen.

    Aber lesen Sie bitte das Buch selbst. Meine Zeilen hier sind nur ein winziger Ausschnitt aus einem Buch, das ein wichtiges Kapitel Salzburger Zeitgeschichte darstellt. Viele Aspekte und Theorien bieten nachgeborenen Generationen vielleicht Hilfestellung zum besseren Verständnis, warum unsere Vorfahren so gedacht und gehandelt haben könnten.
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    gelesen im Jänner 2011
  • Das Buch vom Tauerngold

    Ein lesbares Lexikon auch für Laien

    Zwei Kilo, 586 Seiten, davon 19 Seiten Bibliografie und zwölf Seiten dreispaltiges Register – im ersten Moment dachte ich, dass das wohl unlesbar sei. Mitnichten! Zugegeben, die sehr intensiven Kapitel über Geologie, Tauerngold und Gletschereis sowie deren Montangeologie habe ich als Laie nur überflogen. Doch bei den Kapiteln über den Edelmetallbergbau in Salzburg und Oberkärnten, den betriebswirtschaftlichen Verhältnissen in diesen und über die Waschgoldproduktion in den Zentralalpen habe ich mir so viel Wissenswertes gefunden, dass ich nicht alles auf einmal lesen kann, sondern nur scheibchenweise.

    Da erfährt der Leser beispielsweise, dass zu Zeiten der Hochblüte des Goldbergbaus zu Erzbischof Wolf Dietrichs Zeiten die Bergwerke in Höhen um 2 500 m und höher lagen, wie die Knappen sich auch im Winter bei Schneesturm, am Rücken ihre eigene Verpflegung für eine ganze Arbeitswoche tragend, den Berg hinauf kämpften; über die Arbeitsbedingungen, Verpflegung und Bezahlung, Gewerke und Persönlichkeiten wie Dipl-Ing. Dr. Karl Imhof und anderen kann man darin nachlesen.

    Altes Kartenmaterial, moderne Computersimulationen, historische Zeichnungen von Bergwerksgeländen, Bilder von aufgelassenen Stollen, die bei Forschungsarbeiten der Universität Salzburg besichtigt wurden, Bilder von technischen Einrichtungen in Stollen und Tagebergbau – einfach alles, was sich um das Thema Goldbergbau im Salzburger und Oberkärntner Land handelt, wird in diesem Fachbuch von Fachautoren behandelt.

    Für mich als Hobbyhistoriker bietet dieses Buch sehr viel aufschlussreiches Wissen über meine Heimat Salzburg, aber auch im generellen über die Bedeutung und Gewinnung des Tauerngoldes, das einst die Fürsterzbischöfe, neben Salz, zu reichen und einflussreichen Fürsten in Europa gemacht hatte.

    Erschienen 2006 im Verlag Anton Pustet ISBN 3-7025-0536-9 und ISBN 13 9-783-7025-0536-3, ich habe die überarbeitete Neuausgabe

    Die Autoren: Werner H. Paar, Wilhelm Günther, Fritz Gruber, Volker Höck, Heinz Slupetzky, Hans Erich Stocker
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    veröffentlich am 7. November 2010
  • Wolfgangsee

    Ein außergewöhnliches Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon sehr gefreut hatte: Dr. Arnbom, von Beruf Historikerin, hat in langer Arbeit und vielen Gesprächen ein Buch über die Geschichte des Wolfgangsees, im Speziellen von Sankt Gilgen erarbeitet. Es dokumentiert die Zeit von etwa 1850 bis dato und zeigt neben einer Vielzahl von hochinteressanten historischen Aufnahmen auch etliche, wirklich stimmungsvolle Bilder von jetzt, die Prof. Gerhard Trumler beisteuerte, der schon zahlreiche Bücher durch seine Aufnahmen zu kleinen Schatzkästchen werden ließ.

    Das Buch liest sich stellenweise wie das "Who is Who" im Salzkammergut: Marie von Ebner-Eschenbach, Christian Albert Theodor Billroth, die Familie von Karl von Frisch, die Familien Kestranek, Herz und Jehle, John Quincy Adams, Alfred Gerstenbrand, Adolf Helmberger, Bettina Ehrlich, Lisel Salzer, Julius Bauer, Emil Jannings, Max Reinhardt, Arturo Toscanini und viele andere berühmte Persönlichkeiten, die die Sommmerfrische am Wolfgangsee pflegten, finden Erwähnung oder sind eigene Artikel gewidmet.

    Dr. Arnbom schreibt über die Entstehung der Sommerfrische, vom Gasthof Fürberg, dem Ochsenkreuz, über die Entwicklung des Sports am See (Segeln, Wasserschi, Tennis) und vieles mehr in diesem Buch.

    Dann werden so ziemlich alle bekannten Sehenswürdigkeiten und Kulturaktivitäten geschildert: warum die Operette "Im Weißen Rössl" gar nicht ihre Wurzeln in St. Wolfgang (sondern in Lauffen bei Bad Ischl) hat, über den Ferienhort Ried und den Flugverkehr (!) am Wolfgangsee, die Wolfgangseeschifffahrt, die Salzkammergut-Lokalbahn, die Schafbergbahn, die Zwölferhorn-Seilbahn, die Zinkenbacher Malerkolonie und einige wenig bekannte Aktionen wie beispielsweise das Kriegsende von Strobl mit dem belgischen König Leopold III. und Theo Lingen oder die St. Gilgner Hochzeit 1936, eine von Kurt Schuschnigg (österr. Bundeskanzler von 1934 bis 1938) politisch inszenierte Hochzeit.

    Herrlich zu lesen die Geschichten über all die heute noch existierenden Villen, die Geschichte der Häuser im Brunnwinkl, aber auch über traurige Ereignisse, wie das Ortsschild im Jahr 1938 von St. Gilgen mit der Aufschrift "Juden unerwünscht". Oder über den tragischen Selbstmord 1932 von Ernst Geiringer, der sich einen Spass erlauben wollte und sich dann in gekränkter Ehre erhängte.

    Seitenweise Literaturverweise und Fußnoten, sowie ein umfangreiches Register dokumentieren die Historikerin in Dr. Arnbom.

    Ich meine, dieses Buch stellt ein hochwertiges Nachschlagewerk über die Entwicklung des (Fremdenverkehrs) Salzkammerguts mit herrlichen Bildern dar!

    Erschienen 2010 im Christian Brandstätter Verlag erschienen, ISBN ISBN 978-3-85033-361-0
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    veröffentlich am 27. August 2010
  • Wanderatlas

    Dieser Wanderatlas von Clemens M. Hutter findet in jedem Rucksack Platz.

    In 24 Themengruppen wie Alpenvorland, Naturwunder, Lehrwege, Kulturwandern, Bergseen oder anspruchsvolles Wandern beschreibt der Autor 425 Routen, die er mit 136 Übersichts-Wanderkarten auch optisch darstellt, alle mit Maßstabsangaben für Entfernungen. Er erklärt alpine Grundbegriffe, gibt einleitende Informationen und verwendet im über 300seitigen Führer ein Farbleitsystem (jede Themengruppe ihre Farbe). Bei den Beschreibungen liegt sein Schwerpunkt bei den Besonderheiten der jeweiligen Wanderung. Sehr praktisch seine Angaben über Weglänge, zu bewältigende Höhenmeter und die jeweilige ungefähre Gehzeit bergwärts, getrennt von jener talwärts. Bei der Wanderung hat er ein Feld freigelassen, wo Sie das Datum Ihrer Begehung eintragen können. Ein alphabetisches Tourenverzeichnis sowie Ortsverzeichnis runden diesen wirklich praktischen, weil gut lesbaren Wanderatlas ab.

    Übrigens, wie der Autor bei seiner Buchvorstellung in Salzburg erläuterte, ist er alle Vorschläge selbst mindestens einmal gegangen, viele von ihnen vielmals. Und bei jeder Wanderung hatte er sich Notizen gemacht.

    Erschienen 2010 im Verlag Anton Pustet ISBN 978-3-7025-0691-3
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    Juni 2010
  • Verewigt in Salzburg

    Steinerne Zeugen an Häusern und Plätzen

    In der Stadt Salzburg sind viele Tafeln an Gebäuden und Denkmälern zu finden, mindestens 160, denn so viele hat der Autor Clemens M. Hutter in seinem Buch angeführt. „Zeitdokumente, die uns helfen abzuwägen, wie wir die Zukunft gestalten sollten“, wie Hutter anlässlich seiner Buchpräsentation in Salzburg meinte. Sehr übersichtlich und prägnant erklärt er an Hand von Gedenktafeln beispielsweise, was Alexander von Humboldt, die Frauenrechtlerin Irma von Troll-Borostyáni, die Geliebte Napoléons, die „Hundsgräfin“ oder der Verfasser der oberösterreichischen Landeshymne, Franz Stelzhamer, mit Salzburg zu tun hatten. Tafeln wie über den Urvater des Nationalparks Hohe Tauern, Dr. August Prinzinger, Pater Peter Singer, Erfinder des Pansymphonikons, Albert Einstein, der in Salzburg erstmals seine Relativitätstheorie öffentlich vortrug, Otto von Bismarck, von Pionieren der Salzburger Luftfahrt, Mahnmal „Zigeunerlager“ und andere Gedenktafeln, Mahn- und Denkmäler werden erklärt. Eine Übersichtskarte gibt Auskunft, wo sich diese Tafeln befinden. Eine kurze geschichtliche Einführung und ein übersichtliches Index-Verzeichnis vervollständigen diesen, ja, ich könnte fast sagen, Salzburger Stadtführer. Und immer wieder tauchen interessante, unbekannte Details in den Beschreibungen auf, die sogar ich als Salzburger noch nicht wusste.

    Erschienen 2010 im Verlag Anton Pustet, ISBN 9-783702-506-186
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    13. Juni 2010
  • Häuser am Schöndorferplatz

    Erhalten und Erneuern in Hallein

    Autor Ronald Gobiet und Heimat Österreich (Herausgeber)

    Ein hervorragendes Fachbuch der Architektur mittelalterlicher Bauten

    Die Herausgeber und beteiligten Autoren sind Fachleute auf dem Gebiet der Restaurierung mittelalterlicher Bauten. Hallein, einst die wichtigste Stadt des Fürsterzbistums Salzburg wegen seines Salzes, birgt zahlreiche mittelalterliche Bauten in ihrer Altstadt. Bei der Revitalisierung von etlichen Bürgerhäusern am alten Stadtplatz waren viele denkmalpflegerische Probleme zu bewältigen und es gab viele Überraschungen, wie etwa eine Stuckdecke mit Spiegelschrift.

    Das Buch gibt einen wirklich hervorragenden Einblick in den Ablauf einer Revitalisierung historischer Bauten, schildert, welche Vorarbeiten notwendig waren, wie die Planung ablief und welchen Aspekte der ausführende Architekten Scheicher zu berücksichtigen hatte. Daneben wird viel Geschichtliches geschrieben, so unter anderem, interessante Berichte über ehemalige Bewohner und Geschäfte rund um den Schöndorfer Platz. Ergänzt wird das Buch mit zahlreichen Skizzen, die den alten Zustand der Gebäude mit dem geplanten, umgebauten Zustand darstellen, sowie zahlreiche Bilder von Gebäudeteilen und –räumen, vor und nach der Renovierung. Fazit: ein Buch für den Fachmann und den interessierten Hobbyhistoriker.

    Erschienen 2008 im Verlag Anton Pustet ISBN 978-3-7025-0593-6
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    im Mai 2010
  • Salzburgs kleine Geschichte, Stadt und Land

    Geschichte in handlicher Form interessant geschrieben

    Dass Geschichte aufgrund neuester Forschungen immer wieder umgeschrieben werden muss, erläuterte der Autor, Univ.-Prof. Dr. Heinz Dopsch, anlässlich seiner Buchvorstellung in Salzburg. So finden sich dann auch in dieser Neuauflage 2009 einige revidierte Betrachtungen und Ergebnisse der Geschichtsforschung auf Salzburger Boden.

    270 Seiten gut lesbare Geschichte mit zahlreichen Abbildungen und Karten machen dieses Buch auch für den Laien lesenswert. Dazu kommen noch rund 30 Seiten im Anhang mit Liste aller Erzbischöfe, ausführliche Literaturhinweise nach den einzelnen Kapiteln sortiert sowie ein Register.

    Dopsch bringt aber nicht nur Zahlen und Fakten, sondern bietet auch immer wieder Hintergrundinformation und Erklärungen. Sehr aufschlussreich sind auch jene rund 70 Seiten, die er allein dem 20. und 21. Jahrhundert widmet. Damit wird auch die jüngere Geschichte des Landes interessant dargestellt.

    Die Taschenbuchform dieses Geschichtsbuch macht es zu einem sehr handlichen Nachschlagewerk, geschrieben von einem der im Moment führenden Historiker des Landes Salzburgs.

    Diese Neuauflage ist 2009 im Verlag Anton Pustet erschienen, ISBN 3-7025-0441-0, 978-3702-504410
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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Camp Marcus W. Orr, "Glasenbach" als Internierungslager nach 1945

    Buchtipp Camp Marcus W Orr in Salzburg

    Die beiden Autoren Mag. Dr. Oskar Dohle und Mag. Peter Christoph Eigelsberger haben auf über 400 Seiten ein Kapitel der Geschichte der Stadt Salzburg akribisch genau, interessant und neutral nicht nur für Geschichtsforscher, sondern auch den "normalen" Leser, aufbereitet: das als Lager Glasenbach bekannt gewordene Internierungslager und 'War Crimes Prison', das 'Gefängnis' für Kriegsverbrecher, in dem bis zu 8.000 Menschen zwischen Herbst 1945 und Sommer 1947 lebten.

    Zunächst klären die Autoren einmal den Irrtum "Glasenbach" auf, denn das Lager befand sich ja an der Alpenstraße. Dann erfährt der Leser alles über die Entstehung der Gebäude (noch unter dem Naziregime), wie die Amerikaner das Lager übernahmen und einrichteten, wie das Aufnahme-Procedere vonstatten ging, wie das Lager in sich organisiert war und welche Probleme sowohl die "Betreiber" als auch die Inhaftierten zu überwinden hatten. Vor allem dem Leben im Lager ist ausführlich Raum gewidmet: Lebensmittelversorgung, Körperpflege und Hygiene - man bedenke, dass es mehrmals in den Wintermonaten über Tage, ja Wochen, kein warmes Wasser aufgrund Energieprobleme gab! - die medizinische Versorgung, Freizeitgestaltung und Sportmöglichkeiten; aber auch über dunkle Kapitel wie Selbstmorde und Selbstmordversuche berichten Dr. Dohle und Mag. Eigelsberger.

    Männer und Frauen waren in getrennten Lagerteilen untergebracht. Gemeinsame Veranstaltungen gab es nicht allzu viele. Und doch entstanden Theaterstücke, Musikabende, Lyrik (Und jede Stunde tropft die Lageruhr) oder unterhaltsame Beschreibungen des 'Grand Hotel Camp Marcus': Zitat: ganzjährig geöffnet, besonders geeignet für Daueraufenthalt ... Klosetts: prima ungeheizte Freiluftlatrinen ohne Wasserspülung ... anerkannt feinste österreichische Küche, alle Arten von alkoholfreien Getränken,...

    Besonders aufschlussreich sind die Beiträge von Zeitzeugen. Ansonsten wird mit Namen aus Rücksicht des Persönlichkeitsrechtes sehr sparsam im Buch umgegangen wird. Wie überhaupt die Autoren versuchen, neutral und objektiv, soweit dies nach 50 Jahren aufgrund der Recherchen noch möglich war, zu berichten. Eine ausführliche Quellenangabe, Literaturhinweise sowie zahlreiche Fotografien, Tabellen, Skizzen, Zeichnungen und Abbildungen runden dieses interessante Nachschlagewerk ab.

    Herausgeber: Oberösterreichisches Landesarchiv (OÖLA) und Salzburger Landesarchiv (SLA), 2009, ISBN 978-3-900313-98-2 (OÖLA) und ISBN 978-3-200-01534-0 (SLA)

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Die Zauberkraft der Berge, Unterwegs zu den Kraftorten der Alpen

    Wer nun meint, hier ein Buch über Kirchen in Händen zu halten, irrt ebenso, wie jener, der beim Wort Alpenschamanismus an Scharlatanerie denkt. Ich habe dieses Buch ohne Vorkenntnisse über den Inhalt und Schamanismus zu lesen begonnen. Aber schon nach wenigen Seiten spürte ich, dass Rainer Limpöck, der Autor, von Beruf Diplom-Sozialpädagoge in der Erwachsenenbildung und wohnhaft in Bad Reichenhall, weder ein Scharlatan noch warme-Luft-Verbreiter ist. Er zwingt dem Leser nicht seine Worte auf, er sieht andere Religionen gleichwertig und schildert, so mein Gefühl beim Lesen, überzeugt und praktizierend mit einfachen Worten vom Geist der Berge, Nebel-, Erd-, Wald- und Wassergeistern und anderem. Er lässt den Leser an seinen Gefühlen und Erlebten teilhaben.

    In seinen fünf Kapiteln Äther - die elementare Energie, Luft - den Alltag vergessen, Feuer - Transformation und Reinigung, Wasser - Heilung und Ur-Quell und Erde - Verbindung mit der Urmutter, beschreibt er lebendig, offen und erklärend, was Alpenschamanismus für ihn bedeutet, wie er ihn lebt und erlebt. Dabei nimmt der Heilige Untersberg, das Herzchakra Europas, breiten Raum ein. Er erläutert faszinierende Theorien im Vergleich zu bekannten Sagen und Legenden und Brauchtum, nimmt immer wieder Bezug auf unsere Salzburger Ahnen, die Kelten und beschreibt natürlich Kraftplätze, vornehmlich im Salzburger Becken wie beispielsweise in Großgmain. Seine persönliche Leidenschaft gilt den Sonnenlöchern wie beispielsweise im Lattengebirge.

    Seine Einladung, eine seiner im Buch informativ beschriebenen Kraftwanderungen am Wasser im Berchtesgadener- oder Salzburger Land zu unternehmen, sollte man nach der Lektüre dieses Buches wirklich annehmen. Beispiel Almbachklamm (bei Marktschellenberg). Oder aber im Salzkammergut auf den Falkenstein und entlang des Falkensteinweges.

    Der Leser erfährt viel Wissenswertes über den Ablauf eines Alpenschamanen-Treffens, über Schwitzhütten, das Jodeln!, unsere Ahnen, Krafttiere, den Feuerlauf, das Sonnwendfeuer und vieles mehr. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis, viele, teilweise mystische und faszinierende Fotos sowie Erklärungen verschiedenster Begriffe und Erscheinungen lassen dieses fast 200seitge Buch zu einem abwechslungsreichen und interessanten Lesestoff über altes, vergessenes Wissen der Menschen im Alpenraum werden. Ich freue mich, dieses Buch in meine Hände bekommen zu haben!

    Erschienen im Pichler Verlag in der Verlagsgruppe Styria GmbH & Co KG, 2009, ISBN 978-3-85431-507-0

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Faszination Salzkammergut

    Man muss ein Auge, ein "Fotografisches", haben für die kleinen und großen Schönheiten, die das Salzkammergut für einen bereit hält. Man muss des guten sprachlichen Ausdrucks mächtig sein und - man muss in jene Landschaft hineingeboren sein, von der man berichten will.

    Beide Voraussetzungen vereinten die Autoren Herbert Pirker, der leidenschaftliche Fotograf, und Barbara Frischmuth mit ihren Texten, im Salzkammergut aufgewachsen, zu einem stimmungsvollen Bildband.

    Bootshäuser am Hallstätter See, Gamsbärte und Krickerl beim "Gamsjagatreffen" in Bad Goisern, Monarchisches aus Bad Ischl und Gmunden, Weitblicke in die Landschaft vom Feuerkogel, beleuchtete Kappen der Glöckler, stimmungsvolle Wiesen- und Frühlingsbilder wechseln mit winterlichen Impressionen eisiger Kunstwerke ab; Barbara Frischmuth geht der Frage nach, warum es die Menschen seit über 100 Jahre zur Sommerfrische in das Salzkammergut zieht und lässt Kindheitserinnerungen an Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Greta Garbo, Moritz von Schwind oder Emilie von Binzer aufleben.

    Einleitende Kurztexte zu Salz, Brauchtum und Musik, harmonische Bildtexte und jede Menge Farben, Faszinationen, Blickwinkel und (Gewitter-)Stimmungen fotografisch eingefangen und auf über 170 Seiten dokumentiert - wären da nicht hie und da drucktechnisch nicht kleine Bildmängel zu beanstanden - es wäre der perfekte Bildband über das Salzkammergut!

    Erschienen im Styria-Verlag, 2009, ISBN 978-3-222-13263-6

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburg, Anmut und Macht

    Ein interessantes Buch von Karl Heinz Ritschel. Auf 300 Seiten finden sich etwa 40 ausführlichere Geschichten aus der Geschichte Salzburgs. Ein gutes Personen- und Sachregister ergänzt dieses Buch, das lesbare Geschichte bietet.

    Themen aus dem Buch: "Hier wohnt das Glück - Motto einer Stadt" (und eines römischen Mosaiks), "Zum Dank den Purpur - Erzbischöfe zwischen Kaiser und Papst", "Vom Rinderholz zum Fürstenhof - die Residenz", "Die Austreibung der Protestanten", "Kleinbürger und geistliche Herren - das Kaiviertel", "Labyrinthe, Wasserspiele - Hellbrunn", "Von Parsch bis Gnigl - die Vororte" u. a.

    Erschienen im Otto Müller Verlag Salzburg, 2005, ISBN 3-7013-1098-X

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburger Miniaturen

    Wer Salzburger Geschichte "erlesen" möchte, dem rate ich, diese vier Bände von Karl Heinz Ritschel zu kaufen, die alle im Otto Müller Verlag erschienen sind. Jeder für sich etwa 200 Seiten stark mit 80 bis 100 Geschichten rund um die Geschichte Salzburgs. Ergänzt werden die gut recherchierten Beiträge mit so manchem historischen Foto.

    Das sind Bücher für einen Salzburg-Freund, der nicht nackte Jahreszahlen und Baumeisternamen lesen möchte, sondern Hintergründe erfahren, Entstehungsgeschichten und Anekdoten sucht, die gut recherchiert und lesbar aufbereitet sind.

    im Band 1 unter anderem: Geschichten vom Schwitzen und Baden über die Badehäuser und -sitten in Salzburg, über Hexenwahn und Zauberei, den Stumpfögger und seine [sieben] Frauen, deren Grabmäler man im Petersfriedhof noch sehen kann, über den Sammler Freiherr von Moll ...
    Salzburger Miniaturen Band 1
    Erschienen im Otto Müller Verlag Salzburg 1998, 3. Auflage, ISBN 3-7013-0979-5

    im Band 2 unter anderem: über Guck ins Tal, dem Guggenthal, das Franziski-Schlössl, über ein Mondseer Kochbuch, die Landkartengalerie, des Kaisers Belohnung, eine Grablege für Salome Alt?, von Salzburger Märkten, über Max Reinhardt oder was war ein "Sitz"? ...
    Salzburger Miniaturen Band 2
    Erschienen im Otto Müller Verlag Salzburg 2001, ISBN 3-7013-1037-8

    im Band 3 unter anderem: von Salzburger Brücken, unbekannter Michael Haydn, Erzherzog Johann in Bad Gastein, wie das Gasteinertal gekauft wurde, Mühldorf am Inn - Salzburg in Bayern, ein Salzburger Afrikaforscher, das Heiraten war schwierig, der Igelbund...
    Salzburger Miniaturen Band 3
    Erschienen im Otto Müller Verlag Salzburg 2004, ISBN 3-7013-1086-6

    Band 4: von Römern, dem Landesherrn im Kotter, Bildhauern, Malern und anderem

    Es fällt einem gleich beim Lesen der ersten Kapiteln auf: zwei stechen durch besondere Länge und Detailinformationen hervor, jenes über die Petersfrauen und den Maler Anton Faistauer. Aber auch völlig Unbekanntes berichtet Rischel: von einem geheim gebliebenen versuchten Anschlag auf Bundeskanzler Dollfuß am Salzburger Flughafen, der „Anifer Erklärung“ vom bayrischen König Ludwig III. im Wasserschloss Anif oder der Salzburger Hoffischerei in der alten Residenz. Rund 60 Miniaturen, davon wie erwähnt, zwei etwas ausführlicher geratene „Miniaturen“, finden sich in dieser vierten Ausgabe von Einblicken in die Salzburger Geschichte. Wie auch in den drei ersten Bänden schreibt Ritschel gut lesbar und teils sehr unterhaltsam.
    Salzburger Miniaturen Band 4
    erschienen im Otto Müller Verlag Salzburg 2007, ISBN 978-3-7013-1136-1

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburg, die Geschichte einer Stadt

    von Heinz Dopsch und Robert Hoffmann, erschienen im Verlag Anton Pustet, ISBN 978-3-7025-0598-1

    Was macht man, wenn der Touristenführer mit 30 Seiten zu kurz und die siebenbändige Ausgabe einer Stadtgeschichte zu lang ist? Man sucht sich ein Buch von einem namhaften Fachmann, in diesem Fall ist es Heinz Dopsch, Universitätsprofessor und stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte an der Universität Salzburg. Dann hat man ein Buch in Händen, das einerseits doch detaillierte Information über die einzelnen Geschichtsabschnitte von Salzburg Auskunft gibt, andererseits den (Halb-)Laien trotzdem nicht überfordert.

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Städt. Flugplatz Salzburg Airport 60 Jahre Geschichte der Luftfahrt im Raume Salzburg

    von Friedrich Leitich, erschienen im Verlag: Verlag Alfred Winter, Salzburg, 1986, ISBN 3-85380-051-1

    Ing. Leitich hat mit diesem Buch ein spannendes und abwechslungsreiches Buch über die Geschichte des Flughafens Salzburg verfasst. Historische Bilder, zeitgenössische Flugblätter, Flugpläne und Kartenmaterial veranschaulichen die Geschichte von der Gründung des Flughafens vom 22. August 1926 bis in die 1980er Jahre. Zeittafeln ergänzen die einzelnen Abschnitte. Was ich etwas vermisse, sind persönliche Angaben zu Flugpionieren wie beispielsweise Eduard Kuhn.

    Jedenfalls ein Buch, das auch Laien fasziniert und abwechslungsreich gestaltet ist.

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburger Photographieren 1900 - 1950 des Josef Kettenhuemer, Stadt Salzburg und Umland

    von Heimo Greisl und Erich Marx, erschienen im Verlag Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg Nr. 8, 2000, ISBN 3-901014-70-5

    Der frühere Gendarmeriebeamte Josef Kettenhuemer, wohnhaft in Neumarkt am Wallersee, war ein begeisterter Photograph. Der Salzburger Graphiker Friedrich Pürstinger gestaltete den Bildband, Dr. Erich Marx und Dr. Heimo Greisl ergänzten die Bilder mit Texten. Die Aufnahmen, gemacht mit dem besten Material der damaligen Zeit, stellen einmalige Bilddokumente der Geschichte Salzburgs dar. Was besonders fasziniert: Kettenhuemer hat bei jeder Bildplatte Negativnummer, Datum und Uhrzeit der Aufnahme vermerkt. Was die eine oder andere Photographie noch spannender werden lässt!

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Consetetur sadipscing elitr

    Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Neumarkt am Wallersee, Niederalm, Neu-Neumarkt am Wallersee

    Autor Heinz Dopsch und Herausgeber Ewald Hiebl, erschienen Gemeinde Neumarkt am Wallersee, 2003

    Geballte Lokalgeschichte vom 8. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zahlreiche Gastautoren wie der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Dr. Hans Krüger, Alfred Rinnerthaler, Dr. Friedrich Besl u. a. beleuchten alle Facetten der Gemeindegeschichte. Von der Frühzeit und deren Funde am Hellbrunner Berg über die Salzgewinnung in Niederalm, das Wasserschloss Neumarkt am Wallersee, über Persönlichkeiten wie Johannes Graf von Moy, den Salzburg Zoo bis hin zu Häuser- und Höfegeschichte wie dem Kaiserhof - fast 700 Seiten lassen dieses Buch zu einem echten Nachschlagewerk für den Liebhaber der Details über Anif werden.

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Fotoatelier Karl Friedrich Würthle

    Autor Thomas Weidenholzer, Herausgeber: Archiv und Statistischen Amt der Stadt Salzburg, 2003, ISBN 3-901014-93-4

    Rund 6 000 Glasplatten-Negative aus dem Nachlass von Karl Friedrich Würthle befinden sich im Besitz des Archivs der Stadt Salzburg. Sie zeigen Motive der Stadt Salzburg und der Umland-Gemeinden aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem beginnenden 20. Jahrhundert. Die Bilder, teilweise ganzseitig, mit kurzem, aber informativen Text bieten spannende Einblicke in teilweise längst Vergangenem, teilweise noch Existentem. Die Aufnahmen, obwohl rund ein Jahrhundert alt, begeistern in Aussagekraft und Schärfe.

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburg in alten Fotografien

    Autoren Hans Petschar, Herberg Friedlmeier, erschienen im Verlag Carl Ueberreuter, Wien, 2004, ISBN 3-8000-7018-9

    Nach einer kurzen, mehrseitigen Einleitung geben schwarz-weiß-Fotografien Einblick in das Leben und die Landschaft von Salzburg: die Berge, die Gaue, die Seen, das Leben auf dem Land, das Leben in der Stadt, die Landeshauptstadt, der Atem der Geschichte, moderne Zeiten, bei der Arbeit und weltberühmt nennen sich die einzelnen Kapitel.

    Ob Nachtwächter, Jäger, Bergführer, General Harry J. Collins, Peter Lechner vom Zittelhaus am Sonnblick, ob ein Portrait von Wilhelm Furtwängler oder Max Reinhardt - das Buch bietet auf 290 Seiten historisch interessante Aufnahmen.

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    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Salzburgs Synchronik

    Autor Josef Brettenthaler, erschienen im Verlag: Verlag Alfred Winter, Salzburg, 2002, ISBN 3-85380-055-6

    Ein Nachschlagewerk in Stichworten, mit dem großen Unterschied zu anderen: je Zeitepoche gibt eine Spalte Auskunft, was in der Welt geschehen ist, eine Spalte über Geschehnissen in Deutschland, eine weitere informiert über Österreich-Geschichte und jeweils eine über Vorkommnisse in Stadt und Land Salzburg. So hat der Leser stets einen Zeitvergleich!

    Mehrseitige Bilder zwischendurch mit ergänzenden Texten lassen dieses Buch zu einem Standardlexikon für die Geschichte Stadt und Land Salzburg werden. Und - der Leser erinnert sich da und dort natürlich auch an seine Kindheit und wundert sich darüber, dass dieses oder jenes Ereignis wirklich schon so viele Jahre zurück liegt.

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    überarbeitet 29. Dezember 2009

Bilder


Peter Krackowizer, Reise-Experte aus Neumarkt am Wallersee bei Salzburg, Österreich