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  Historische Motorradmarken - Überblick KTM

historische Motorradmarken - - KTM, hier in New York, USA, rechts Hans Trunkenpolz am Arm seiner Schwiegertochter Erika Trunkenpolz, links wird ein Ponny-I-Roller geschoben

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen so gut wie alle österreichischen Produktionsstätten von Motorrädern in der von Russland besetzten Ostzone Österreichs. Die Produktion war gegenüber der Vorkriegszeit auf etwa ein Drittel von 1938 abgesunken. Doch standen nach dem Krieg eine große Anzahl von Fahrzeugen der Deutschen Wehrmacht auf österreichischem Gebiet. Diese für den zivilen Bedarf wieder flottzumachen, war ebenso ein Gebot der Stunde wie die Produktion neuer Fahrzeuge.

Nachdem 1945 Graz von den Russen an die Briten übergeben worden war, begann in den Puch-Werken wieder im Herbst eine bescheidene Fahrrad-Produktion. 1946 lief dann das erste Nachkriegs-Puch-Motorrad das Band. Im Innviertler Mattighofen setzte Hans Trunkenpolz mit 35 Mitarbeitern für die Wirtschaft dringend notwendige Lastkraftwagen wieder instand. 1952 begann Trunkenpolz die Idee eines eigenen Motorrades zu verfolgen. Es kam zur Bekanntschaft mit dem Halleiner Ernst Kronreif.

Trunkenpolz wollte Motorräder bauen und hatte aber kein Geld, Kronreif hatte Ideen, kannte sich aber mit Technik und Motoren nicht aus. Aber eine Tante von Kronreif, Maria Hartmann, die hatte das Geld. So kam es dann 1953 zur Gründung der Firma „KTM“ - "KTM-Motorfahrzeugbau KG, Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen ". Vorher bedeutete KTM "Kraftfahrzeuge, Trunkenpolz, Mattighofen".

  • historische Motorradmarken - KTM


    1 Geschichte
    2 Modelle
    2.1 Fahrräder und Mofas
    2.2 Mopeds
    2.3 Motorräder
    2.3.1 Straßenmotorräder
    2.3.2 Motocross
    3 Rennsportliche Erfolge

    Es gibt zwei von mir zusammengestellte Broschüren über die Geschichte von KTM, die sportlichen Erfolge (Ende des 20. Jahrhunderts), sowie die Geschichte von Ernst Kronreif und Hans Trunkenpolz (PDF zum online-Blättern): 1. KTM Historic Sternfahrt 2009 und 2. KTM Historic Sternfahrt 2010

    Geschichte

    1934 gründete der Innviertler Hans Trunkenpolz am Marktplatz von Mattighofen eine Schlosserwerkstätte.

    1937 folgte der Verkauf von DKW-Motorrädern, 1938 die Automarke Opel. Während des Krieges führte seine Frau den Betrieb, der sich auf die Instandsetzung von Dieselmotoren für die Wehrmacht spezialisiert hatte. Der rollende Verkaufswagen des Motorenwerkes KTM - eine Idee von Ernst Kronreif, der das Marketing von KTM machte, hier beim 1. Mai Rennen 1958 (© Arthur Fenzlau, Technisches Museum Wien

    Nach dem Krieg, 1952, begann die Idee des eigenen Motorrads Gestalt anzunehmen und ein Jahr später stand der erste Motorrad-Prototyp mit einem 98-cm³-Sachs-Motor aus dem Gunskirchner (Oberösterreich) Rotax-Werk - die "Moser-KTM 100" - Moser, weil Hans Trunkenpolz damals der "Co" der Firma Moser & Co war (diese Firmenkonstellation war noch ein Erbe der Nachkriegszeit).

    Der Name KTM war hingegen schon vorher existent, ehe noch der 1954 neu hinzukommende Kompagnon Ernst Kronreif, aus Hallein-Taxach, in die Firma eintrat und das "K" des dann langjährig gültigen Firmen-Wortlauts "KTM-Motorfahrzeugbau KG, Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen" beisteuerte. Vorher bedeutete KTM "Kraftfahrzeuge, Trunkenpolz, Mattighofen".

    Die Firma Moser & Co wurde in die Firma "KTM OHG" umgewandelt. Die Tagesproduktion betrug 1955 etwa 20 Fahrzeuge.

    Hans Trunkenpolz starb 1962, sein Sohn Erich, der seit 1955 im Unternehmen tätig war, 1989. Bereits 1960 verstarb der rührige, am Vertriebssektor unermüdlich agierende Gesellschafter Ernst Kronreif.

    1980 wurde der Firmenwortlaut nochmals in "KTM Motor-Fahrzeug KG" geändert. Nach dem Konkurs 1991 begann das Unternehmen neu strukturiert 1992.
       [... weiterlesen Firmengeschichte]


    historische Motorradmarken - Helmut Krackowizer im Sattel einer Ponny KTM II

    Modelle

    1953 wurde mit der Produktion eines KTM-Leichtmotorrads begonnen. Das Fahrzeug wog 61 kg und lief etwa 60 km/h Spitze, der Preis betrug öS 6.500.-- (ca. ¤ 480.--).

    Fahrräder und Mofas

    Hobby

    Mopeds

    Mecky, der erste KTM Moped-Roller mit Sachs Motor Mirabell, 1957, ein 125 cm² Motorroller
    Ponny I, 1961
    Ponny II, 1962, gab es zunächst mit üblicher Fußschaltung, später mit einem Wipp-Fußschalter
    Comet, 1964, das erste Sport-Moped mit Gebläse gekühltem Puch-Motor, Mitte der 1970er-Jahre dann "Comet Grand Prix RS" mit Druckgussrädern und Scheibenbremsen

    Motorräder

    Straßenmotorräder
    Tarzan, 125 cm³
    Tourist, 1955, 125 cm³
    Mustang, 125 cm³ 1959
    Motocross
    Penton, 1968
    Modell 495 MC 1982 mit 56 PS
       [... weiterlesen über Modelle]

    Rennsportliche Erfolge

    Bereits 1954 bei der "Internationalen Alpenfahrt" waren schon zwei 125 cm³ KTM-Tourist-Motorräder mit Fuß geschaltenem Dreigang-Rotax-Motor dabei. Matthias Walkner (Bildmitte), MX3-Motocross-Weltmeister 2012 auf KTM bei einem der beiden Läufe am 23. September 2012 in deutschen Teutschenthal  (© R. Archer www.ktmimages.com)

    1955 erfolgte der Einstieg in den Straßenrennsport. Mit einer Vollverkleidung versehen, waren die KTM-(Agusta-)-Renner die Sensation beim 1. Rupert-Hollaus-Gedächtisrennen am 1. Mai 1955 auf dem Autobahnrundkurs Salzburg-Liefering. Paul Schwarz und Erich Trunkenpolz, der Sohn des Firmengründers, belegten die Plätze eins und zwei.

    1958 brachte Erwin Lechner zahlreiche Erfolge im Geländesport für KTM mit dem neuen KTM-Rennmotor nach Hause, der vom Österreicher Ing. Ludwig Apfelbeck konstruiert worden war. Apfelbeck wurde schon 1955 von Trunkenpolz ins Unternehmen geholt.

    Seit 1965 engagierte sich KTM dann im Geländesport, wo die Firma bis heute noch Welterfolge erzielt. 1974 gewann der Russe Gennadij Moiseev die 250-cm³-Weltmeisterschaft zum ersten Mal für KTM. 1984 wurde Heinz Kinigardner in 250-cm³-Klasse Weltmeister in Motocross. Erst 27 Jahre später, 2012, feierte KTM wie einen einen Weltmeistertitel im Motocross. Der Kuchler Matthias „Hiashi“ Walkner sicherte sich den MX3-Motocross-Weltmeisterschaftstitel auf KTM.

    2003 stieg dann KTM in die Straßen-Motorrad-Weltmeisterschaft mit einer 125 cm³ Maschine ein.
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Peter Krackowizer, 5202 Neumarkt am Wallersee, Austria - überarbeitet im Jänner 2018
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