Sandbahn, oder wie es ganz am Anfang hieß "Dirt Track", ist einer der ältesten Motorsportbewerbe überhaupt.
Diese Sportart kam aus Amerika und wurde auch in Europa sehr beliebt, wobei sich als Zentrum Deutschland
heraus kristallisierte. Die Deutsche Übersetzung nennt sich "Aschenbahn-Rennen". Noch heute sehr bekannt
ist die Strecke in Mühldorf am Inn in Bayern, wo immer noch Sandbahnrennen stattfinden.
Doch auch in Österreich war diese Sportart sehr beliebt, besonders nach dem
Zweiten Weltkrieg. Die nachstehenden Portraits habe ich einer Zeitschrift aus dem Archiv entnehmen, die
leider keine Jahreszahl trägt. Aufgrund der Texte vermute ich, dass sie aus dem Jahr 1949 stammt.
Der Text über Martin Schneeweiß ist jedoch von meinem Vater geschrieben worden.
Nachstehend einige Kurzportraits bekannter "Aschenbahnfahrer" von seinerzeit.
Es waren einmal zwei sehr gute Freunde, der eine Franz
Aigner, der andere Robert Mauke. Beide mit einem richtigen Herz zum
Motorradrennsport. So hat es auch begonnen. Aigner wurde Rennfahrer,
Hauke auf allen Wegen sein Betreuer. Zuerst, wie konnte es auch anders
sein, war es eine Puch 25o cm². Sie lief 1933 in Amstetten allen anderen
davon. Man versuchte weiter eine Terrot. Danach wurde es schon eine
Maschine eines damals bereits Prominenten und zwar die Ardie-Jap von
Schörg. Schöne Erfolge, bald auf der Strafe, bald auf der Bann
wechselten sich ab.
1936 erstand man unter großen Schwierigkeiten einen
rassigen 5oo Martin Jap direkt aus England. Juniorenrennen wurden
gewonnen in Wien-Krieau und Graz. Als darauf folgender Senior Sieger in
Triest und Pilsen, Platzerfolge in Prag und Pardubice. Sieger im großen
Preis von Baden als unser Martin Schneeweiß noch im Hennen lag. Es
folgte eine schwere Zeit, ein wahrer Dornenweg. Verschiedene Versuche
die Leistung der Maschine noch zu steigern brachten teilweise gute
Erfolge, zum Teil aber auch arge Rückschläge. Doch stets hat man
beispiellose Ruhe bewahrt und ist Ziel bewusst, jeden Fehler
registrierend seinen "Weg gegangen.
Nach harter Arbeit und trotz größter finanzieller
Schwierigkeiten entstand so im "Winter 1947/48 eine Eigenbaukonstruktion
modernster Art die „Aigner-Spezial". Das Werk zweier Männer, die es sich
zum Ziel gesetzt hatten mit der von ihnen selbst erbauten Maschine den
Anschluss an die Sonderklasse zu finden und zu halten. Stellen wir fest,
dass es Aigner in der vergangenen Saison gelungen ist sechs Siege, fünf
zweite und drei dritte Plätze herauszufahren und somit im
Gesamtklassement in der österreichischen Staatsmeisterschaft den 3.
Platz zu belegen, so können wir sagen, dass neben dem selbstverständlich
vollen Einsatz und dem hohen Fahrerkönnen Aigners, das Vorhaben dieser
beiden Männer als gelungen zu bezeichnen ist. Ich habe von Aigner
Trainingszeiten erlebt, die denen der neuesten in Osterreich laufenden
Jap gleichkamen, ja in einem Fall sogar übertrafen. Leider, im Rennen
selber gab es eine verbrannte Kupplung durch Startverzögerung.
Aigner wurde am 8. November 1914 in Amstetten,
Niederösterreich, geboren, verheiratet und von Beruf Meister des
Kraftfahrzeughandwerkes. Sein Ziel ist die Errichtung einer eigenen
großen Werkstätte. Wahrlich ein großer Vorsatz, aber in würdigen Händen.
Jedoch für die Rennbahn gilt weiter - das Duell »Aigner-Spezial kontra
Martin-Jap.
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Ein Draufgänger mit ausgereiftem Können
In Friedrich Bardas lernen wir einen
Rennfahrer kennen, der auf eine große und bewegte Laufbahn zurückblicken
kann. Am 21. Jänner 1914 in Müglitz-Mähren geboren, studierte er
Staatsgewerbe für Maschinenbau. Schon seit dem 8. Lebensjahr fährt er
Motorrad. 1931 baute sich Bardas seine erste Rennmaschine, eine
Barry-Spezial 260 cm³, auf der er auch die ersten Erfolge erzielte. 1933
überließ ihm der berühmte Däne Nils Sörensen seine schnelle 5oo Rudge
Dirt-Track. Damit kam eine erfolgreiche Zeit. Es folgte eine feste
Verpflichtung bei Terrot-Dijon.
Im Herbst 1934 übersiedelte er zu Java-Prag als
Werks-Rennfahrer. Mit über 120 Siegen beendete er im Juli 1937 seine
erfolgreiche Lauf bann. Durch den Krieg verlor Bardas sein ganzes Hab und
Gut und emigrierte 1946 nach Osterreich. Nach langen eifrigen Bemühungen
gelang es ihm von Wien aus den ersten 350-er Jap-Motor aus England zu
erhalten. Damit rüstete sich Bardas nach zehnjähriger Pause zu neuen
Taten, aber das Glück war ihm nicht hold. Schwierigkeiten um
Schwierigkeiten stellten sich ihm gegenüber. Der neue Motor ließ seine
Höchstleistung noch nicht erkennen. In Baden Kettenschaden, in Graz Defekt
und das letzte Rennen 1947 in Baden brachte abermals keinen Erfolg. Nur
ganz langsam kam er mit seiner Maschine zurecht.
Der erste große Erfolg zeigte sich mit dem Sieg im
Grazer Martin-Schneeweiss-Gedenkrennen 1948 und einem zweiten Platz in der
350-er Klasse. Nun folgte wieder eine Pechsträhne nach der anderen. Im
Zweikampf mit Dirtl musste Bardas in verhängnisvoller Situation, um die
Zuseher nicht zu gefährden, die Maschine umlegen und stürzte im
Alleingang. In einem rassigen Kurvenduell mit Aigner dasselbe Missgeschick
— Doppelsturz. Nun stellten sich aber doch einige wohlverdiente Erfolge
ein. In St. Pölten ein Zweiter in der 350-Klasse und ein Dritter in der
5oo-Klasse. Wels zwei Zweite in der 350-Klasse und einen Dritten in der
5oo-Klasse. Mit einem neuerlichen Sturz beendete Bardas 1948.
Trotz dieser bewegten und wechselvollen
Nachkriegslaufbann ist Bardas voll guter Hoffnungen. Er arbeitet
unverdrossen an seiner 350-er Maschine um sie noch schneller zu bekommen
und wünscht sich recht bald einen neuen 500 Jap Bardas hätte dann eine
mit allen Spitzenfahrern gleichwertige Maschine. Damit käme dann ein
weiterer Mann auf den Plan, dessen ausgereiftes Können und Draufgängertum
die Voraussage nach dem Sieger noch ungewisser werden lässt.
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Wels meldete 1949:
Der am 23. Dezember 1922 in Wels Geborene begann
nach dem Kriege auf einer Standard 250er. Bald wurde es aber eine
Apfelbeck- Spezial derselben Klasse. 1948 erhielt diese Maschine einen
vier vertilgen Zylinderkopf zum Versuch. Der ganze Motor wurde in einem
Schwingrahmen eingebaut und nach Überwindung anfänglicher Schwierigkeiten
stellten sich dann doch die ersehnten Erfolge ein. Mit fanatischem
Draufgängertum erkämpfte sich der junge Welser den inoffiziellen Titel
eines besten Junioren. Seinen bisher größten Erfolg erzielte er beim
ersten Nachtrennen 1948 in Steyr, wo es ihm gelang in der 250er
Seniorenklasse die gesamten Asse zu schlagen. Natürlich fährt Horst auch
in der 500er Klasse und zwar auf der Jap von Otto Hödlmaier. Unterstützt
von der Firma Tschipani-Messner, Wels, betreut von Karl Longin versprach
Bartenstein durch seine sehr gute Veranlagung große Hoffnungen.
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Hermann Binder, Ternitz, geb. am 26.3.1919. Mit
sechs Jahren träumte er schon von der Rennfahrerei und stand hinter den
Barrieren von Baden, Wien und am Semmering. Doch alle seine geheimen Wünsch
blieben jahrelang unerfüllt. Vom Kriege heimgekehrt, fasste er nochmals den
Entschluss und stieg vorerst auf eine Royal Enfield. Aber bald darauf, auf
einer Puch S 4 Modell 37, heimste er große Erfolge auf allen Bahnen
Österreichs ein. Binder ist ein sehr ambitionierter Fahrer, ein Draufgänger
mit fahrerischen Können, stets bestrebt aus der Maschine alles
herauszuholen. Er erschien als Erster auf Puch, mit einer eigen gebauten
Dirt-Track-Gabel und einer richtigen Originalbahnrahmenposition. In ihm
hatten die Puchwerke einen Spezialisten der 250-er Klasse auf der Bahn.
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Chalupa ist ein hundertprozentiger
Draufgänger, ein Fahrer mit großem Ehrgeiz. Er wurde am 9.
Oktober 1914 in Wien geboren und ist von Beruf Mechaniker.
Dass er heute maschinell und fahrmäßig zur österreichischen
Spitzenklasse zahlt, ist nicht zuletzt auch das Verdienst
seines bekannten Betreuers Altmeister Michael Geier. So ist
die 25oer eine Eigenbau des vorhin Genannten, die 350er Rudge
Modell 32 ebenfalls von Geier im Jahre 1946 gebaut.
Begonnen hat er allerdings schon im Jahre 1934. Es war
auf einer 250er-Messnc. Zahlreiche Placierungen machen ihn bei
den Strafen- sowohl als auch bei den Bahnfahrern bestens
bekannt, und nach dem Kriege hören wir bereits von
beachtlichen Erfolgen. So gibt es in Budapest in der 25oer
Klasse einen Ersten und gleich darauf in derselben Klasse
einen Sieg in Szegedin. Beim Straßenrennen am Prater Rundkurs,
zweimal im großen Preis von Prag, weiters rund um das
Heustadlwasser und in Breitenfurt errang er auf seiner 35oer
Norton jeweils dritte Plätze.
Seinen bisher größten Erfolg erzielte er 1947 in
Triest, wo es ihm gelang mit seiner 35oer auch die 5oo Klasse
gegen starke ausländische Konkurrenz zu gewinnen und dabei,
den von Martin Schneeweiß gehaltenen Rundenrekord,
einzustellen. Es folgten weitere Siege in Karlsbad, Brunn und
Marienbad. Vom Pech verfolgt musste er im Pardubicer
Goldhelmrennen an zweiter Stelle liegend aufgeben. Nachdem
auch er das neueste 500 Jap Modell erhielt, startete Chalupa
mit konkurrenzfähigsten Maschinen in allen drei Klassen und
errang zahlreiche Placierungen und einige schöne Siege.
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Der Österreichische Staatsmeister 1948
Fritz Dirtl
* 9.1.1928, † 10.6.1956
Fritz Dirtl betrieb ein Café in der Gumpoldsdorferstraße 41 in Wien,
das ein beliebter Treffpunkt von Wiener Rennfahrern war. Es erscheint unglaublich, wenn man die
Erfolgskette des „Benjamins" unter den Rennfahrern, Fritz Dirtl,
verfolgt. Dabei ist der große Schüler unseres unvergesslichen
Europameister Schneeweiß erst am Anfang seiner Laufbahn. Würde
es rückschlaglos so weiter gehen, hatte Österreich in ihm
wahrscheinlich den ersten Weltmeister.
Fritz Dirtl wurde am 9. Jänner 1928 in Wien geboren.
Der Technikstudent bestieg 1946 zum ersten Mal in Baden eine
Renn-Moto-Guzzi. Beim ersten Rennen gab es einen Vierten, einen
Siebenten, im Stadion einen Dritten und in Klagenfurt einen
Zweiten. Nach Ablegung der Matura packte ihn erst die richtige
Motorradrennleidenschaft, jedoch die Erfolge blieben vorerst
aus- Entmutigt fasste er darauf den Entschluss nicht mehr zu
fahren. Das Frühjahr änderte aber wieder sein Vorhaben, er stieg
nochmals auf seine Moto-Guzzi und errang damit in Graz zwei
Siege, dem folgte aber später ein schwerer Schlag, Beim Badener
Rennen gab die zu sehr aufgeblasene Maschine endgültig ihren
Geist auf. Zwischendurch entlieh er sich eine Maschine für das
Riederrennen, siegte und wurde damit Senior. Dirtl erwarb sich
dann eine Terrot 250-er Modell 38, errang damit zwei Zweite
in Baden, baute den Motor in ein Schneeweißfahrgestell und blieb
im Wiener Stadion zweimal hinter Schneeweiß.
Es folgte ein Sieg in Steyr, ein Dritter im
Goldhelmrennen von Pardubice und ein sechster Platz im Finale.
In Marienbad und in Mährisch-Ostrau musste er mit Defekt
aussteigen. Daraufhin nahm Martin Schneeweiß den Motorenumbau
vor. Dirtl siegte in Baden und schlug in Graz mit neuer
Rekordzeit den deutschen Favoriten Marxreiter, In Wels bezwang
er abermals Marxreiter mit neuer Rekordzeit. Es folgten zwei
Siege in Baden, und damit beendete Fritz Dirtl 1947 mit 11
Siegen und erhält dafür das Prominentenabzeichen. In einem Jahr
vom Junioren zum Prominenten — ein einmaliger Erfolg.
1948 wird das Jahr der Serien erfolge. Dirtl
fährt neben der 250-er auch die 35o-er des toten Europameisters
Schneeweiß. Drei Siege und Tagesbestzeit in Salzburg, eine Woche
später fünf Siege in Wels und in Triest abermals fünf Siege. Die
Zwischenzeit zwingt zu eifrigster Arbeit. In der
„Geheimwerkstätte der schnellen Maschinen" des
Zylinderschleifwerkes Dipl.-Ing. Göls arbeitete man auf vollen
Touren für Dirtl, Mach und dem Straßenspezialisten Faßl. Es
reihte sich weiter Erfolg an Erfolg. Drei Siege und
Tagesbestzeit in St. Veit, in Graz fünf erste Platze und
Tagesbestzeit. Baden brachte drei Siege und den Frühjahrspreis.
Als das neueste 500 Jap-Modell eintraf, startete Dirtl
in drei Klassen. Im Wiener Stadion neben sieben Siegen auch den
großen Preis der Stadt Wien, Tagesbestzeit und Rekord. Beim
Nachtrennen in Steyr Siege und Tagesbestzeit. Ein Sturz zwang
ihn zu drei Wochen unfreiwilliger Pause. Gleich darauf drei
Siege in St. Veit, in Baden den Herbstpreis und zwölf Siege?!
St. Polten sechs Siege, Wels sechs Siege und neue Rekorde in den
drei Klassen» und beim letzten Rennen in Graz abermals fünf
Siege. Zum Abschluss vier Siege in Budapest. 73 Siege in einer
Saison beweisen die Extraklasse dieses 21-jährigen Rennfahrers.
Sein Herzenswunsch: internationale Konkurrenzen, Europa- und
Weltmeisterschaften.
Fritz Dirtl starb am 10. Juni 1956 auf
der Aschenbahn in Oberhausen. Nachdem Josef Kamper mit seinem
Vorderrad Fritz Dirtls Maschine kollidierte, kamen beide zu
Sturz. Der nachfolgende Pole Polukard brauste über Fritz Dirtls
Kopf hinweg und jede Hilfe kam zu spät.
Weit über 1.000 nationale und
internationale Siege im Laufe seiner achtjährigen
Rennfahrerlaufbahn.
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Linz war stolz auf sie — Oberösterreichs bestes Beiwagengespann
Josef Eigner
* 16.5.1916, † ?
Hat so mancher Rennfahrer seine Maschine völlig aus
einem Alteisenhaufen herausgeholt und zusammengebaut, so zählte
sich auch der Linzer Josef Eigner nicht zu denjenigen
Begnadeten, die gleich zu Beginn ihrer Laufbahn das Glück hatten
eine entsprechende Maschine zur Verfügung zu haben. Nachdem auch
hier schon in frühester Jugend der Hang zur Rennfahrerei
bestand, war aber doch erst das erste Nachkriegshahnrennen in
Wels, das er mit seinem besten Freund und späteren Beifahrer
Viktor ? als
Zuseher besuchte, sozusagen der Stein des Anstoßes.
Seine alte „Wehrmachtskiste" Zündapp 600 cm³ wurde für
die Rennbahn frisiert und im Juni 1946 in Baden erstmals
losgelassen. Unter neun Startenden mit einer für die Bahn
eigentlich nicht geeigneten Maschine auf den zweiten Platz zu
kommen, spricht ganz für die großartige Veranlagung und den
Fleiß der beiden Linzer. Zwischen den einzelnen Konkurrenzen
ruhte man natürlich nicht, sondern versuchte mit allen Mitteln
aus der Maschine das Bestmöglichste herauszuholen. Hier
interessiert uns neben dem selbstverständlich lenkbarem Beiwagen
vor allem, dass Eigner als Einziger einen eigen gebauten mit
Topolino-Differential ausgestatteten Seitenwagenantrieb fährt.
Bei solchen Bemühungen waren die Erfolge auch nicht
ausgeblieben und der schönste unter allen bisherigen blieb der
zweite Platz heim Goldhelmrennen 1948 auf ihrer Lieblingsbahn in
Baden. Trotz dieser Erfolge und der Betreuung durch das
Zylinderschleifwerk Tschipani und Ing. Messner, Wels, stellt
Eigner mit Bedauern die mangelnde Allgemeinförderung des
Motorsportes fest und verweist auf die äußerst schwierige
finanzielle Laie, in der sich jeder Fahrer, der den Anschluss an
die Spitzenklasse halten will, befinden muss.
Zwei Fahrer — ein Gedanke — ein Jahrgang,
denn Eigner wurde am 16.5.1916 in Linz geboren und ebenso
Viktor Rund am 18.10.1916. Beide sind sie verheiratet, beide
von Beruf Mechaniker — wahrlich ein ideales Beiwagengespann.
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Der Grazer Sepp Hofer, am 1. Juni 1911 geboren, 19
Jahren auf Calthorpe in Graz sein erstes Rennen und holte sich dabei den 2.
Preis unter den Junioren. Ein schwerer Sturz brachte ihm jedoch die
Erkenntnis, das zur Wiederherstellung seiner Maschine auch nötiges Kleingeld
gehörte, das nicht vorhanden war. Erst nach dem Krieg fand er wieder den
richtigen Anschluss. Großartig seine Erfolgsserie, abwechselnd auf Bahn,
Berg und Straße im In- und Auslande. Seinen bisher größten Erfolg erfocht er
beim Bahnrennen in Zürich-Orlikon mit dem Sieg im Länderkampf gegen Schweiz,
Italien und Frankreich. Ansehnlich die Bilanz Hofers, der der Marke Puch
damit ein würdiges Ansehen errang. 27 Siege, sechs zweite und sieben dritte
Plätze begründen zu Recht seinen Titel „Meister der leichtesten Klasse"
(1948 oder 1949?)
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Der bekannte Linzer Meisterfahrer Otto Hödlmaier, der in
der 350er, sowohl in der 500 Klasse so manch großen Erfolg für seine
Heimatstadt erzielen konnte, erlitt 1948 in Baden bei einem schweren Sturz
lebensgefährliche Verletzungen. Trotzdem will der tüchtige Linzer wieder an
den Start kommen. Dabei kann man wirklich nur von einer grenzenlosen
Motorradrennsportbegeisterung sprechen (1948).
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Die Sensation aus Burgenland
Josef Kamper
* 3. April 1925 in Deutsch-Harlaw? † ?
Wenn wir von „Pepi" Kamper sprechen, so ist damit
der neueste Stern unter den Sandbahnrennfahrern gemeint. Ein
Naturtalent, sehr entwicklungsfähig, noch lange nicht
ausgefeilt. Trotzdem verzeichnet Kamper bereits einen
einzigartigen Aufstieg. Es war im Frühjahr 194" in Baden, als
er das erste Mal auf der Maschine seines Lehrers Lechner,
der vorher sechs ein eifriger Rennfahrer war, fahren durfte.
Natürlich war nichts zu holen. Jedoch heim zweiten Rennen im
Wiener Stadion ging's schon besser, die Bahn war wesentlich
kürzer, es kam also mehr auf das Fahren drauf an. Die beiden
zweiten Platze ermunterten den Junioren entsprechend.
Es vergingen fast zwei Jahre, in denen sich der
einstige Flugzeugbauer auf allen Rennplätzen Österreichs mit
seiner 35o-er Viktoria und danach mit einer schweren und viel zu
langsamen 5oo NSU mit stark wechselnden Platzerfolgen
herumtummelte. Arge finanzielle Schwierigkeiten drohten jedes
weitere Vorhaben zu Nichte zu machen. Ja, man wusste oft nicht
mehr, oh man zum nächsten Rennen fahren könne. Mit dem
Eintreffen der schnellen Jap aus England kam die große Wendung.
Damit hatte Kamper eine mit allen anderen Spitzenfahrern
gleichwertige Maschine. Kurze .Zeit danach werden auch schon die
ersten „Sensationen" gemeldet. Kamper zweimal vor Leopold
Killmeyer — und in Graz gab’s für ihn den bisher größten Erfolg.
Er bezwang erstmals Fritz Dirtl. In Budapest Getriebeschaden,
aber trotzdem einen Zweiten hinter Dirtl und in Debrecin reichte
es wieder für Siege. Unerwünscht endete jedoch die Saison. In
Kecskemet gab es einen argen Sturz. Rippenbruch und damit
Schluss für 1948.
Josef Kamper wurde am 3. April 1926 in Winden, Burgenland
geboren; er hat große Pläne. Heuer soll es nach England gehen.
Nun kurz - Kamper in seiner Fahrweise. Er fährt teilweise
eine Art französischen Stil. Ich möchte ihn als ein Mittelding
zwischen Dirtl und Killmeyer bezeichnen. Seine Kurveneinfahrt
ist rücksichtslos und unwahrscheinlich schnell. Kamper fährt die
Kurve sozusagen großherzig außen. Er ist dadurch aber schnell
und attackiert wunderbar. Bekommt er noch Routine, wird er ein
gefährlicher Gegner für Dirtl — Killmeyer, und das wissen unsere
beiden Crakes zu genau. Kamper verteidigt seine einmal gewonnene
Position unter Aufbietung seines ganzen Könnens mit vollem
Einsatz; er bleibt dabei beherrscht und berechnend. Ein Mann mit
stählernen Nerven und einer großen Zukunft.
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Überzieht seinen Jap und kommt
mit einem unwahrscheinlichen „Broadsider" in die Kurve.
Man sagt der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Hier ist es auch so ähnlich. Karli wurde am 29. Oktober 1923
in Wien geboren. Doch schon in jungen Jahren dirt-trackte er
bereits mit dem Fahrrad und kaum aus der Schule trainierte er
mit einer 220-er Puch. Als am 17. Juni 1946 Poldl mit seinem
Jap erstmals die Wiener Stadionbann erprobte, knatterte auch
Karli mit seiner 22O-er hinterdrein. Darauf durfte auch er
einige Runden mit dem Jap drehen, und von dieser Stunde an war
es um ihn geschehen. Gleich am 22. April 1946 startete er beim
ersten Rennen in Wels auf einer 5oo-er Rudge und holte sich
einen Senioren-Zweiten. Am 21. Juli 1946 gab's dann auf einer
25o Jap im Wiener Stadion den ersten Sieg.
Nun folgte er getreu den Spuren seines Bruders,
dessen 1oo-prozentiger Schüler er ist. 1947 in Prag-Strachow,
in Pilsen, in Pardubice beim Lobkowicze Memorial, auf der
F.T.C.-Bahn in Budapest, überall gegen schwerste ausländische
Konkurrenz. Als seinen bisher schönsten Erfolg bezeichnete er
jedoch das Herausforderungsrennen am 27. Juli 1947 Marianske
Lacne, CSR, gegen den erstklassigen Engländer Morton, den er
in neuer Rekord- und Tagesbestzeit schlug. Dafür stellte ihm
Ing. Walter für das Goldhelmrennen in Pardubice einen 35o-er
Waltermotor zur Verfügung. Karli wurde im Finale vor 200.000
Zuschauer mit 0,09 Sekunden hinter dem tschechischen Meister
Hugo Rosak auf Jap 5oo, knapper Zweiter. Seine betagte,
altersschwache Rudge wieder fahrend, konnte er zu
keinem durchschlagenden Erfolg mehr kommen. In Pilsen gab es
wohl noch Sieg und Platz, aber in Triest und Baden Versager.
1948 kam der neue heiß ersehnte 5oo Jap. Das
Stadionrennen brachte einen schweren Sturz und eine arg
beschädigte Gabel. Trotzdem startete Karli und holte sich zwei
Siege, darunter den Länderkampf Österreich-Ungarn. In St. Veit
einen Zweiten trotz Reifendefekt, in Baden streikt der Motor.
Tags darauf gab es einen schweren Verkehrsunfall. Nur gegen
Revers bekam Poldl seinen Bruder aus dem Krankenhaus und
brachte ihn direkt nach Zürich, wo er auf der schwierigen
Grasbahn, am 26. November 1948 gegen schwerste internationale
Konkurrenz zwei Siege für Österreich errang. Im Anschluss
Platzerfolge m Budapest, Graz und Debreczen, die durch Siege
in Szolnok und Kecskement unterbrochen wurden.
Was sagte nun Poldl über die Fahrweise seines Bruders?
„Karli fährt den selben Stil wie ich, allerdings fehlt ihm
noch der letzte Schliff. Er ist jung, hat Mut und ist ein
verwegener Draufgänger. Ich hin überzeugt, dass er bald ganz
in meinen Spuren zwitschern wird.
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Bekannt und beliebt auf allen Bahnen Europas - der alte
Routinier
„Poldl"
Killmeyer
Unter den Aktiven ist Poldl Killmeyer
wohl der international erfolgreichste und bewährteste
Bahnrennfahrer Österreichs. Am 6. April 1909 „zwitscherte" er
als echtes Wiener Kind in die Welt. Als Zwölfjähriger sah Poldl
das erste Rennen Wien-Krieau und von diesem Tag an war sein
ganzes Sinnen und Trachten audi Rennfahrer zu werden. Er übte
daraufhin sofort mit einem Fahrrad und mit l5 Jahren ersparte er
sich dann ein Motorrad. Er trainierte mit fanatischer
Selbstzucht und wenn er dabei 30 bis 40 Mal des Tags mit dem
Boden Bekanntschaft machen musste.
So studierte Poldl die Kurventechnik, machte sich mit
der Sturztechnik vertraut und gewann auf diese Art
Selbstvertrauen. Inzwischen wurden Fachleute auf ihn aufmerksam.
So behauptete Altmeister Dirtl: „Wenn der Poldl nur
eine richtige Maschine hätte, fahre er alles in Grund und
Boden". 1918 ging's richtig los. Einer 176 Renn-DKW folgte eine
Jap 25o-er, dann eine 350-er Calthorpe. 193o kam die große
Wende. Er dirt-trackt sich mit einer Sunbeam-Spezial durch
Deutschland (Straubing, München, Daglfing, Berlin, Hamburg,
Breslau) nach Dänemark (Kopenhagen). 1931 mit einer Rudge durch
Frankreich (Lyon, Paris, Marseille) — Polen (Zakopane, Bromberg)
— Jugoslawien (Zagreb) — Rumänien (Bukarest, Temesvar) —
Bulgarien (Sofia, Rustschuk) — CSR (Prag, Pardubice, Troppau,
Iglau, Olmütz, Brunn usw.) — Italien (Udine, Triest) — Ungarn
und Schweden - kurz kreuz und quer durch Europa.
1932 Wahl auf den Spezial-Bahn-Jap, und damit
fuhr er im Wembley-Stadion in England Rekord. Als Angehöriger
des Plymoth-Teams lernte ihn ganz England kennen. Zwischendurch
siegte er in Prag, Paris und Wien. 1933—1935 wurde er dreimal in
der Weltmeisterschaft Zweiter. Sein gewinnendes Wesen macht ihn
förmlich zum Rennfahrerliebling Europas. Nebenbei war er auch
der Lehrmeister so mancher Leute bekannter europäischer
Spitzenfahrer. Nach dem Kriege musste Killmeyer mit unterlegenem
Maschinenmaterial oft aufgeben. Zwischendurch gelangen aber doch
Siege in Prag, Pilsen, Marienbad und Triest.
1948 trat Killmeyer mit dem neuesten Jap in Aktion und
brachte mit Siegen im Wiener Stadion in Budapest, Steyr und
Zürich die erwarteten Erfolge. An die 200 erste Preise,
Tagesbestzeiten und Rekorde, unzählige 2. und 3. Plätze,
besondere Trophäen, wie der goldene Austriapokal, der silberne
Castrol-Sturzhelm, die rumänische Trikolore, div. Pokale und
dergleichen schmücken die Sammlung Poldl Killmeyers. Es erübrigt
sich über die Fahrweise Killmeyers näher zu sprechen. Seine
größte Stärke liegt im Kurveneinlauf und in seiner meisterhaften
Kurventechnik. An den Maschinen der Brüder Killmeyer, welche
Poldl selbst konstruiert hat, ist vor allem der Blechrahmen
bemerkenswert, welcher gleichzeitig Benzin-' Öltank und
Kottblech bildet.
Besonders hervorzuheben wäre aber die
hundertprozentige Sportauffassung Leopold Killmeyers. Stets war
er mit Rat und Tat zur Stelle und half auch seinen schärfsten
Konkurrenten dann, wenn er dadurch einen sicheren Sieg aufs
Spiel setzen musste, denn er liebte den ehrlichen Kampf und
freute sich nur über einen ehrlichen Sieg.
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Georg "Schurl" Mach
* 29.5.1911 † 15.1.1989
Der „Beiwagenkönig der Sandbahn"
Georg Mach, am 29. Mai 1911 in Moskau
geboren, kam nach dem ersten Weltkrieg nach Österreich. Er
studierte Maschinenbau. Dabei war es kein weiter Schritt die
erworbenen Kenntnisse praktisch zu erproben und auszuwerten.
Sein besonderer Hang zu den Motorrädern sah in der Tat den
ersten Start im Jahre 1930 bei einer Winterwertungsfahrt auf der
obligaten Maschine aller Anfänger, einer Puch 22O-er. Noch im
selben Jahr wechselte er auf eine 25o-er BSA und damit gab es
beim Gmündner Straßenrennen schon drei Zweite und einen Dritten.
Sein Erstlingsauftreten in der Beiwagenklasse vollzog er im
Jahre 1931 in der Krieau auf einer Super X. Er wechselte dann
auf AJS und Sarolea, mit denen er auf seinen Lieblingsbahnen
Krieau und Baden klar in Front blieb.
1936 fuhr er erstmals schwenkbaren Seitenwagen. Vielen
in bester Erinnerung die erbitterten Beiwagenduelle Abarth-Mach.
1937 ist das erste große Erfolgsjahr. Er siegte im großen Preis
von Ungarn in der Beiwagenklasse bis 600 cm³. Der Goldene
Sturzhelm von Deutschland in München-Dagelfink wurde ebenfalls
seine Beute und dabei löschte er auch den aus dem Jahre 193o
stammenden, von dem berühmten Toni Babel gehaltenen Rekord aus.
Im Goldhelmhandicap erreichte er gegen schwerste Solokonkurrenz
den vierten Platz. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte er
seine bekannte V 3 aus einer Rudge-Ulster 39.
Karder, Zylinder, Schwungmassen, Pleuel und viele
andere Teile wurden selbst angefertigt. Sein „Geheimnis" sind
Hub-Bohrung und die Kanalquerschnitte, welche von den üblichen
Motoren stark abweichen. Nach internationalen Starts im Jahre
1948 gewann er auch im selben Jahr den goldenen Sturzhelm von
Baden. Das Gesamtklassement der österreichischen
Staatsmeisterschaft zeigt ihn am zweiten Platz hinter Fritz
Dirtl.
Insgesamt 26 Starts in dieser Saison verwandelte er in
ebenso viele Siege. Als schönste Bahnen Europas bezeichnet Mach
"Wien-Krieau und Marienbad CSR. Betreut von den Firmen
Castek-Rekordbeiwagen und vor allem dem Zylinderschleifwerk Ing.
Göls beruhen seine großartigen Erfolge auf seinem fahrerischen
Können und seiner steten exakten Arbeit an seiner Maschine. In
dem 21-jährigen Micka Ernst ist ihm ein schneidiger Beifahrer am
Schwenkrad.
Erhält Mach eine 5oo Norton neuester Bauart, so will er
diese Maschine auf 600 cm³ umbauen und nur für Straßenrennen
verwenden, wobei er ebenfalls flexiblen Beiwagen fahren wird.
Damit will er die Vormachtstellung des Straßenspezialisten
Julius Beer angreifen. Gelingt ihm dies wirklich, so können wir
ihn als den unumstrittenen König der Beiwagenrennfahrer
bezeichnen.
Mach beherrschte noch bis Mitte der 50er Jahre die
Sandbahnen von der Wiener Krieau bis zur Münchner Daglfing-Bahn.
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Der Wiener Franz Messner fuhr in den 1920er Jahren ausschließlich Bahnrennen.
1924 begann er mit zwei dritten Plätzen, ausnahmsweise einmal noch bei einem Straßenrennen, dem
Riederberg-Rennen.
1925 konnte er sechs erste, drei zweite und einen dritten Platz bei Bahnrennen
in der 250-cm³-Klasse für sich verbuchen. 1926 waren es dann nur ein erste und drei dritte Plätze, diesmal
jedoch in der 350-cm³-Klasse. 1927 fielen die Erfolge noch seltener aus. Das Semmering-Bergrennen gewann er,
bei zwei Bahnrennen in Maribor wurde er Zweiter, jeweils in der 350-er Klasse. 1928 fuhr er dann wieder nur
Bahnrennen, wobei er zwar niemals siegte, aber doch sechs zweite und zwei dritte Plätze heimfuhr.
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* 5.10.1911 † 30.10.1986
Am 5. Oktober 1911 in Wien geboren, ledig, von Beruf
Mechaniker. Es würde zu weit führen die gesamten Erfolge
Novotnys bei Straßen- u. Bergrennen in dieser Ausgabe
anzuführen. Er startete in Schweden, Holland, Schweiz, Italien,
CSU, Polen, Ungarn, ab 1936 auf den bekannten Kursen Nürnberg,
Stadtpark Hamburg, Hockenheim, Avus, Rund um Schotten,
Sachsenring usw. 1937 bereits mit dem Prominentenabzeichen
ausgezeichnet ist er den jüngeren Motorsportfreunden mit seiner
DKW-Fabriksrennmaschine bekannt.
Aus der Gefangenschaft heimgekehrt, begann er
wieder mit seiner schnellen Kompressor, und errang beachtliche
Erfolge. 1947 wurde er durch das Kompressorverbot für Straßen-
und Bergrennen ausgeschaltet. Er mische sich sodann mit einer
250er Jap 29 unter die Bahnfahrer und gewann 1947 in Graz das
Handicap vor Schneeweiß. Auch Novotny hat das neueste 5oo
Jap-Modell48 erhalten und will sich damit nur für Bahnrennen
spezialisieren.
Der alte Routinier wird von Adolf Gall, dem
Bruder des tödlich verunglückten BMW-Fahrers betreut und von der
Firma Ing. Göls, Wien unterstützt, Als er 1949 nach weiteren
Zukunftsplänen gefragt wurde, sagte er: „Heiraten — aber nicht
zu schnell.
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Am 8. Februar 1920 in Wien geboren, von Beruf Mechaniker. Er begann
1945 mit einer 350-er Viktoria, wechselte auf eine 35o-er James
und gewann damit im Wiener Stadion das erste Bahnrennen. Danach
wurde es eine 500 Sarolea. Während eines vierwöchigen
Aufenthaltes in Belgien, kehrte er mit großen Plänen zurück. So
wurden verschiedene Neuerungen an der Maschine vorgenommen.
Trella, der in erstaunlich kurzer Zeit Beiwagenrennfahrer
allererster Klasse und somit der große Gegner für Georg Mach
wurde.
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Badens Lokalmatador Raimund Vol
Er ist einer der stärksten
Vertreter der 250-er Klasse (Puch und NSU), der seine
ausgezeichnete Veranlagung auch schon in der 350'er und 500-er
Klasse unter Bereis stellte. Der am 22. Juni 1925 in Wien
geborene, heutige Kraftfahrzeugtechniker hat große Pläne für die
Zukunft, aber auch zwei große Aufgaben zu erfüllen. Erstens bei
allen Konkurrenzen seine Heimatstadt Baden würdig zu vertreten
und zweitens dem einstigen großen Namen seines Vaters, der
selbst ein bekannter Auto und Motorradrennfahrer war, alle Ehre
zu bereiten.
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Altmeister Josef "Peppi" Walla
* 1906, † 8.4.1994
Schon als
kleiner Junger ging ihm alles zu langsam. 1926 startete er in
St. Polten sein erstes Rennen und errang dabei 2 zweite
Plätze. 1927 Siege in Graz und Marburg und einen Zweiten im
Grand Prix von Osterreich. Nun riss seine Erfolgskette nicht
mehr ab. Unzählige Preise bei Bahn- und Straßenrennen,
Länderkämpfen und T. T. Seine Trophäensammlung schmücken 70
erste Preise, zwei Goldene Derbykreuze, 3 silberne Sturzhelme,
5 Siege um das blaue Band, und viele andere Preise. Insgesamt
hat Walla 60 Strecken, Runden und Klassenrekorde aufgestellt.
1934 erstmals in der Beiwagenklasse. 1935 - 1948
auf Sarolea 600 mit schwenkbarem Beiwagen. Walla ist
Kraftfahrzeugmechaniker, und wurde am 6. Jänner 1907 in Wien
gehören. Als Beifahrer assistiert ihm Max Kudlicka. Auf die
Frage, welche Bahn er besonders bevorzuge, entgegnete der
Altmeister: „Alle sind sie mir gleich lieb. Im wesentlichen
ist es wichtig eine gut vorbereitete .Maschine und ein starkes
Feld zu haben, das den Fahrer zwingt, mit vollem Einsatz zu
fahren.
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Peter Krackowizer, 5081 Anif, Österreich