Bücher über die Motorradmarke Rudge, historische Automobil- und
Motorrad-Ereignisse, über das Gaisbergrennen u. a.
Aus der Unzahl von interessanten Büchern, die über den Motorrad-Rennsport
und den Rennsport im allgemeinen berichten, möchte ich hier ein paar
vorstellen, die mir gut gefallen oder vom Informationsgehalt betrachtet zu
empfehlen wären.
Wie bei all meinen Buchtipps auch bei dieser kleinen Liste: es sind nur
Bücher, die ich selbst besitze, gelesen habe oder in Verwendung habe. Keine
bezahlten Tipps - sondern Buchtipps aus Überzeugung!
Besuchen Sie gerne auch noch meine anderen (Reise- und kulinarischen)
Buchtipps - hier die
Übersicht
Am Beispiel des sehr gelungenen Treffens "Rund um Bad Münstereifel" für Motorradveteranen
vor 1939 des Neusser Josef Werhahn zeigt Reinhard Schwartz die Vielfältigkeit der
Oldtimerleidenschaft.
Das Buch mit 160 Seiten bietet über 100 ganzseitige Bilder von
Oldtimer(raritäten), neu von Schwartz fotografiert, dazu etwa 40 kurze persönliche Artikel von
verschiedenen Autoren zu den Fabrikaten, den Konstrukteuren oder über persönliche Erlebnisse.
Zu lesen und sehen ist u.a. vom Deutschlandfahrt-Modell Neander ab 1923;
"Was in Neckarsulm begann", ein Interview mit Karl Reese Ehrenpräsident VFV;
Motorräder aus Sachsen mit Diamant, OD, Elfa,
DKW, Schüttoff und
Wanderer;
der Norden Deutschlands, Dänemark und Belgien mit Dürkopp-Sachs, Nimbus und Saroléa;
die Nürnberger Schule mit Ardie,
Triumph, Victoria, Zündapp;
Deutschlands Süden mit
BMW,
Horex,
NSU, Standard, UT, Bosch und Hochschule Esslingen;
Schweiz, Frankreich und Italien mit Motosacoche und MAG, Peraves, Motobecane, Magnat-Debon,
Bruneau und Moto Guzzi;
England und USA mit JAP,
Brough Superior,
Ariel,
BSA,
Matchless, OEC Anzani,
Norton,
Rudge,
Scott
und Reading Standard sowie Tschechien und Österreich mit Böhmerland, Praga, Ogar und
Puch;
Ergänzt durch Beiträge wie "Fahr doch mal vom Wege ab",
"Auf Spurensuche in Köln" oder "Sport war nicht genug ..."
Erhältlich ist das Buch bei Reinhard Schwartz, Rankestraße 30, 70619 Stuttgart, Deutschland (Fax:
Deutschland - 07 11 - 47 33 23) und kostet 39.-- Euro plus Versand und Verpackung; was Herrn Schwartz
über die Produktionskosten hinaus bleibt, will er an die Stiftung der Gräfin Beissel von Gymmnich
für traumatisierte Kinder und für die Jugendarbeit in Insul spenden.
Technische Details: 30 x 24 cm, Stuttgart 2010 im Eigenverlag, Luxo Samt
Kunstdruckpapier, Leinenbezug mit Goldprägung, Fadenheftung, einmalige Auflage von 750 Exemplaren;
Beilage eines Faltblatts in Vierfarbendruck zu Ehren von Ernst Neumann Neander.
Text der Beschreibung und alle Angaben stammen von Informationen von Hr. Schwartz.
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In mehrjähriger Arbeit fotografierte Reinhard Schwartz rund 100 Rudge Motorräder
der verschiedenen Entwicklungsjahre: vom Tricycle aus dem Jahr 1884 über Rudge Multi,
den Dirt-Track-Modellen bis hin zu den Rennmaschinen wie die 250 cm³, vier Ventil, aus
1932. Ergänzt werden die Fotos mit verschiedenen Informationen von John Clayton,
Karl Reese, Ken Ashton, Erhard Lehner, Bryan Reynolds und Volker Barthen.
Erhältlich ist das Buch beim
"The Vintage Motor Cycle Club" in deren Online-Shop (nicht
im Buchhandel erhältlich) - ISBN 978-0-9560312-0-4
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Ikonen sind „Erzeugnisse mit Kultstatus“, im übertragenen Sinn auch hervorragende Produkte,
die aus der Masse heraus ragen und hohe Popularität finden. Genau solche Produkte stellte der
Motorradhistoriker Stefan Knittel in seinem Buch „Motorrad Ikonen“ unter das Scheinwerferlicht
von Fotografin Brigitta König. Knittels scharfer Kennerblick gab König die genauen Angaben über die
aufzunehmenden Blickwinkel. Und was für Blickwinkel! Beispielsweise von oben – auf eine Motosacoche
aus 1921, wobei man die „Kaffeemühlen“-Gangschaltung schön erkennen kann.
50 Motorrad-Ikonen, von einer Clément aus dem Jahr 1902, über eine Quadrant (1904) mit „Beiwagen“,
der sich als komfortabler Sessel VOR dem Motorrad befindet, einer in fast Easy-Rider-Stil gebauten
Vierzylinder Wilkinson mit Clubsessel, einer knallroten Cockerell (1923/24), dem Unikat „Schmid“
mit „Vollverkleidung“ (1923) bis hin zu vergessenen Marken wie Dollar, Ascot-Pullin, Tornax
oder Eysink.
Es ist dies kein Lesebuch – knappe Sätze informieren über das Wesentliche; es ist auch kein Bilderbuch
im herkömmlichen Sinn; nein, es ist ein Ansichten-Buch! Bei Aufnahmen von oben nimmt man die filegranen,
nach hinten gekrümmten Lenker der Motorräder der Anfangsjahre wahr, staunt bei einem Blick auf eine
Matchless (1931) vier einem Vierzylinder-Motorblock von oben über deren Schlankheit, blickt in eine
Großaufnahme einer Ansaugöffnung des Doppelvergasers der Mc Evoy (1927) oder fühlt sich beim Anblick
des Instrumentenboards einer Ascot-Pullin (1929) in ein Automobil versetzt. Liebevolle Detailaufnahmen
von Emblemen, Fahrwerkteilen, Ketten und Zahnrädern, Scheinwerfern und vieles mehr lassen dieses Buch
eben zu einem „Ansichten-Buch von Motorrad Ikonen“ werden!
Das fotografische Auge Knittels mit seinem Fachwissen, die perfekten Aufnahmen von König zusammen mit einem
ausgezeichneten Druck des Verlags, ergeben ein Buch, das einen wertvollen technischen Geschichtsrückblick und
ein sicherlich geschätztes Geschenk für Liebhaber alter Motorräder darstellt.
Erschienen im Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 2009, ISBN 978-3-7688-5290-6
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Obwohl der Titel mehr "Auto"-Österreicher verspricht - zu finden sind aber
auch alle großen Motorrad-Rennfahrer aus Österreich. Doch auch über andere
interessante Persönlichkeiten können Sie nachlesen: Ludwig Apfelbeck, Prof.
Eberan v. Eberhorst, Emil Jellinke-Mercedes, Leopold Killmeyer, Graf
Alexander Kolowart-Krakowsky, Alfred Neubauer, Martin Schneeweiß, und und und;
Der Autor Martin Pfundner, Mitbegründer und Herausgeber der
"Autorevue" hat rund 300 Biographien recherchiert und zusammengestellt.
2005 erschienen im A & W Verlag GmbH, A-Klosterneuburg, ISBN 3-200-00517-3
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Das ist Abenteuer pur! Mit einem Steyr-100-Auto, das
32 PS hatte, fuhren Prof. Max Reisch und Helmuth Hahmann 1935 rund um die Welt!
Europa - Türkei - Irak - Iran - Afghanistan - Indien - Burma -
Thailand - Laos - Vietnam - China - Japan - Amerika
Der damals 23jährige Student schildert unterhaltsam und abwechslungsreich
Erlebnisse, die an die "Märchen aus 1001 Nacht" erinnern.
Ein Buch zum immer-wieder-lesen
Mein Exemplar ist
mit persönlicher Widmung von Prof. Reisch an meinen Vater aus dem Jahr 1952 (Ulstein-Verlag).
"Zwei Mann und 32 PS" wurde neu, durch unzählige Bilder wesentlich erweitert, dann
nochmals 1985 im Verlag Ennsthaler aufgelegt (ISBN 3 85068 1769) und heißt nun
wieder, wie im Untertitel, "Im Auto um die Erde".
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In diesem Buch schildert Max Reisch, wie er 1933 mit einem Puch-Motorrad
zusammen mit Herbert Tichy nach Indien am Landweg reist.
Darin beschreibt Reisch sehr anschaulich, wie er die Völker
Kleinasiens erlebt, wie er gegen Krankheit und unendliche Weite der Wüste
ankämpft und schließlich in Bombay ankommt.
Im Buch "Karawanestraßen Asiens", das leider vergriffen ist,
schildert Reisch Jahrzehnte später nochmals diese Reise - anhand einer neuerlichen Fahrt
auf gleicher Strecke. Die Vergleiche zwischen seiner ersten Reise 1933 und der späteren,
in den 1970er Jahren, sind besonders faszinierend.
"Indien lockende Ferne" ist im Ennsthaler Verlag Steyr
erschienen, ISBN 3 85068 131 9
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Der Salzburger HTL-Professor und Motorsport-Liebhaber Dr.
Siegfried Strasser hat 2004 ein interessantes Buch über die
Gaisbergrennen in Salzburg herausgebracht.
Das Gaisbergrennen war zwar eigentlich ein Automobil-Rennen
(einige Jahre auch mit Motorrad-Rennen), also nicht mein Hauptinteresse.
Aber ich bin am Fuße des Gaisbergs aufgewachsen und kann mich an
die letzten fünf, sechs Rennen noch sehr gut erinnern.
Im Buch werden Erinnerungen an großen Namen wach: Edgar Barth,
Wolfgang Graf Berge von Trips, Ernst Vogel, Hans Herrmann, Sepp Greger, Gerhard Mitter und andere;
Hans Hermann hat ein Vorwort geschrieben und war auch bei der Buchpräsentation
in Salzburg bei der "Porsche Alpenstraße" anwesend.
Dieses Buch schildert sehr abwechslungsreich und gar nicht
trocken die lange Geschichte dieses Bergrennens, die tragischen
Todesstürze, Hintergründe zu den jeweiligen Epochen und Bilddokumente
bereichern dieses schöne Buch. Kritiker behaupten, die Schilderungen
schweifen zu sehr ab - ich finde es gut. Vielleicht aber hätte der Druck der Bilder etwas besser sein können.
Erschienen im Weishaupt Verlag, ISBN 3-7059-0195-8
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Ebenfalls gerade rechtzeitig zum 75-Jahr-Jubliäum des Gaisbergrennen,
2004, erschienen ist ein Bildband, überwiegend mit schwarz/weiß-Fotos,
von Hermann Schwarz, einem Kenner der jüngeren Automobil-Historie und selbst
Besitzer eines attraktiven Sportwagens vergangener Zeiten - zufällig auch
mein Nachbar...
Viele Fotos dokumentieren die Automobil-Vielfalt am Berg, vielleicht die
eine oder andere Bild-Variante zu oft, aber das ist natürlich
Geschmacksache; wenig Text lässt dieses Buch wirklich als Bildband zur
Geltung kommen - also eine gute Ergänzung zum ersten oben
beschriebenen Buch über die Gaisbergrennen. Was auffällt, dass Hermann
Schwarz nur die Automobilseite beschreibt, eigentlich etwas schade, denn
zumindest bei den Rennen nach dem Krieg waren auch die Motorräder dabei
gewesen.
Herausgeber ist der S.R.C. in Salzburg, nur in Salzburg erhältlich. Preis ¤ 49,90
Die Gaisbergrennen-Bücher im Vergleich:
Interessant ist, dass manche Ereignisse in beiden Bücher
unterschiedlich beschrieben werden. Oder anders gesagt: Was vielleicht für
Dr. Strasser erwähnenswert ist, mag Hr. Schwarz nicht so viel Bedeutung
beigemessen haben und umgekehrt.
Während Dr. Strasser in mehrjähriger Recherche-Arbeit das Buch schrieb,
konnte Hr. Schwarz seines - als Bildband gedacht - in nur fünf Monaten
erstellen. Beide Bücher werden sicherlich ihre Leser finden.
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Die mir vorliegende "Originalausgabe" von Luigi Barzini, der als Beifahrer
von Fürst Scipione Borghese, diese wahrlich abenteuerliche Wettfahrt
schildert, stammt aus dem Jahr 1907.
Fahrten auf Bahngeleisen, gezogen von Kulis durch Sümpfe, auf morastigen
Wegen Russlands - mit einer Technik, die normalerweise für Fahrten von
Salzburg nach Linz reichte - eines DER Klassiker der motorsportlichen
Geschichte!
Natürlich mit zahlreichen Fotos und Geschichten der verschiedenen Teams, die
an dieser beschwerlichen Fahrt teilgenommen hatten.
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Dieses von Chrysler Daimler im Jahr 2002 heraus gebrachte Buch ist zwar
Mercedes-lastig. Dennoch schildert es in vielen verschiedenen Beiträgen sehr
wissenschaftlich-professionell die Entstehung des Automobilrennsports,
Hintergründe und Entwicklungen auf diesem Sportsektor.
Ein Kapitel beschäftigt sich auch mit dem Motorrad-Rennsport,
seiner Geschichte und Bedeutung. Ein eigenes Kapitel ist der englischen TT
gewidmet.
Aber vor allem die sehr genauen Beiträge und Verweise lassen
dieses Buch zu quasi einem Nachschlagewerk in Sachen "Rennsport" werden.
ISBN 3-7688-1312-6
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Peter Krackowizer, 5081 Anif, Österreich