das Reisemosaik von Peter

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   Interessantes rund um das Fliegen

  • Muss ich die vorgeschriebene Check-In-Zeit einhalten oder kann ich auch später zum Abfertigungsschalter kommen?

    Anzeigetafel am Flughafen

        Was bei Touristen wahrscheinlich gar nicht bekannt ist: Wenn eine Fluggesellschaft eine Check-In-Zeit vorschreibt und ein Passagier erscheint nicht rechtzeitig, dann kann ihm die Beförderung verweigert werden. Auch wenn das Flugzeug noch am "Finger" oder am Vorfeld steht!
        Heißt: sind lt. Ticket 120 min / 90 min / 60 min - wie auch immer - vorgeschrieben - alle Passagiere sind abgefertigt - ein Nachzügler kommt, weil er's bequem haben wollte 119 min / 89 min / 59 min vor Abflug - KANN die Fluggesellschaft den Transport verweigern, weil der Passagier gegen die Transportbestimmungen verstoßen hat.
        Kommt in der Praxis auch tatsächlich immer wieder vor (siehe weiter unten).

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    2003
  • Was sind Umsteigezeiten (Minimum Connecting Times)?

    Umsteigen am Flughafen

        Jeder Flughafen hat für jede Fluglinie und Anschlussflüge eine festgelegte Mindestumsteigezeit. Das heißt, man benötigt Minimum X Minuten, um den Weiterflug erreichen zu können. Berücksichtigt werden dabei die Zeiten nicht nur für den Passagier selbst, dass er vom Landegate zum Abflugsgate gelangen kann. Es muss auch die Umladung des Gepäcks berechnet werden.
        Was für den Laien schwer zu verstehen ist: selbst wenn die Maschine noch sichtbar am Vorfeld parkt, kann der Beladungsvorgang abgeschlossen sein und es ist nicht mehr möglich, auf die Maschine zu gelangen.
        Das hängt beispielsweise damit zusammen, dass die Passagiere mit einem Bus zur Maschine gebracht werden. Müsste man noch einzelne Passagiere extra fahren, kostet das der Fluggesellschaft extra Geld. Und in Zeiten, in denen Tickets so viel kosten, wie ein Mittagessen, haben dann viele Linien Null-Toleranz, wenn Check-In- oder Umsteigezeiten unterschritten werden.

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    2003
  • Abfertigung einer Maschine am Flughafen

    Abfertigung eines Fluges

    Die Presseabteilung des Salzburger Flughafens war so freundlich und hat mir auf einige Fragen aktuell geantwortet (2003):

    1. Werden die Standzeiten von Maschinen auf Flugplätzen nach der genauen Dauer des Bodenaufenthalts berechnet oder ist es eine fixe Gebühr, egal wie lange die Maschine am Salzburger Flughafen steht?
        Bis vier Stunden fällt zusätzlich zur Landegebühr keine weitere Gebühr an. Ab vier Stunden sind 10 Prozent von der Landegebühr zusätzlich zu bezahlen.

    2. Haben Sie Fluggesellschaften, die NICHT bei Ihnen auch auftanken, sondern sowohl Catering (=Verpflegung an Bord) als auch Betankung für Roundtrip (= Hin- und Rückflug) mitführen?
        Ja, und zwar sehr häufig. Zum Beispiel Tunis Air und fast alle englischen Charterfluggesellschaften. Dies hängt damit zusammen, dass der Sprit in deren Herkunftsland so günstig ist, dass selbst das höhere Transportgewicht und der damit zusammen hängende Spritverbrauch noch immer den Vorteil des Einkaufs nicht aufbrauchen.
        Einzige Ausnahme: ist für Salzburg Airport Schlechtwetter voraus gesagt, kommen die Engländer mit weniger Sprit. Hintergrund: je leichter der Jet im Anflug ist desto tiefer ist die Sicherheitshöhe, in der er die Landung entscheiden darf bzw. durchstarten muss. Viel Sprit - größere Höhe - schlechtere Bedingungen - Landeabbruch und Anflug Ausweichflughafen Linz (100 km) oder München (200 km).
        In Spitzentagen im Winter haben wir in Salzburg um die 15.000 Passagiere aus England und Skandinavien.
       Auch die Mitnahme des Caterings für Hin- und Rückflug stellt für moderne Flugzeuge bei Mittelstrecken keine Platzprobleme dar.

    3. Wann etwa beginnt die Berechnung von Betankung, Beladung usw. etwa?
        Theoretisch werden das Loadsheet und das Trimsheet zwei oder drei Stunden vor Abflug bereits aufgrund der vorhergesagten Passagierzahl und dem angenommenen Durchschnittsgewicht des Gepäcks errechnet.
       Allerdings muss in jedem Fall ein so genanntes LMC-Sheet NACH Abschluss des Check-Ins erstellt werden (LMC - Last Minute Check). Das heißt, je später der Check In fertig wird, desto länger verzögert sich die Abfertigung einer Maschine.

    4. Gab es am Salzburger Flughafen Zurückweisung von Passagieren, weil sie die Meldeschlusszeiten nicht eingehalten haben?
        Ja, und zwar sehr häufig, besonders oft zur Festspielzeit. Passagiere, die die Meldeschlusszeit nicht einhalten, werden zurück gewiesen. Denn bei starkem Flugbetrieb käme es sonst zu Verzögerungen, die unter Umständen dann für den Flughafen Salzburg und seinen Flugbetrieb Probleme bereiten könnten.
        Besonders Low-Cost-Carrier (Billigflieger) beharren auf dieser Regelung, da ja dann der Passagier in der Regel ein neues Ticket für den nächsten Flug kaufen muss...

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    2003
  • Kurzinformationen

    Kurzinformationen

    Jänner 2011: Rekordflug eines Airbus der Lufthansa
    Die zeitlich längste und zugleich weiteste Nonstop-Strecke der Lufthansa-Geschichte legte am 19. Jänner 2011 ein A340-600 der Deutschen Lufthansa mit einem Flug von München auf die Pazifikinsel Hawaii. Dabei legte der Airbus 13.000 Kilometer in 14 Stunden und 48 Minuten zurück.
        Der Lufthansa-A340-600 ‘Lübeck’ flog diese Strecke bei einer mittleren Geschwindigkeit von etwa 951 km/h über Grund. Der alte Lufthansa-Rekord war auf der Strecke München – Santiago de Chile in Südamerika aufgestellt worden. Für die etwa 12.500 Kilometer benötigte der 75 Meter lange A340-600 der Lufthansa 2009 Jahr 14 Stunden und 43 Minuten.
        An Bord der 'Lübeck' befanden sich 150 Kreuzfahrtpassagiere, die in Hawaii an Bord des Luxus-Kreuzfahrtschiffs ‘MS Deutschland’ gingen. Die Besatzung während des Rekordfluges bestand aus vier Piloten und zwölf Crewmitgliedern. Geflogen wurde über die Nordsee an den Shetland-Inseln vorbei in Richtung Polarkreis und von da aus in südwestlicher Richtung über Kanada bis nach Vancouver. Von da aus ging die Reise etwa viereinhalb Stunden über den Pazifik bis nach Hawaii.

    Jänner 2010: 40 Jahre Jumbo-Jet Boeing 747
       Am 22. Jänner 1970 startete der erste Jumbo-Jet zu seinem ersten planmäßigen Linienflug. Es war der Flug der amerikanischen Fluggesellschaft PanAm von New York, USA, nach London, Großbritannien. Die Maschine war mit 490 Sitzplätzen ausgestattet. Der Name Jumbo - an die Mächtigkeit und Kraft eines Elefanten angelehnt - wurde zum Spitznamen dieses Flugzeuges, das bis dahin nicht gekannte Ausmaße hatte. Als Welt größtes Flugzeug flog die 747 bis zum Jungfernflug des A380 im Jahr 2005.

        Siehe auch Jumbo Hostel (Kurioses)

    2006: Millionen Gepäckstücke gehen verloren
        Einer Meldung der Nachrichtenagentur tdt ist zu entnehmen, dass jährlich etwa 230 000 Koffer bei Flügen für immer verschwinden. Insgesamt sollen vergangenes Jahr rund 5,6 Mio. Fluggäste in Europa nach einem Flug vergeblich auf ihr Gepäck gewartet haben. Aber immerhin neun von zehn der vermissten Koffer fanden sich spätestens nach drei Tagen wieder, der Rest blieb verschwunden.
        Die Statistik für 2006 wird angeführt von der von der portugiesischen TAP mit 3,5 % (nicht korrekt angekommenen Gepäckstücken von allen transportierten) und British Airways mit 3.0 %, Alitalia mit 2,8 %, und KLM mit 2,4 %. Bei der Lufthansa kommen auf 100 Fluggäste 1,7 vermisste Gepäckstücke. in Zahlen ergibt sich folgendes Bild: Im Jahre 2006 standen auf Europas Flughäfen 5,6 Millionen Passagiere ohne Koffer da. Bei British Airways gehen jeden Tag 3000 Koffer der rund jährlich 35 Millionen beförderten Passagiere verloren.
        Doch Vorsicht ist geboten bei allzu schneller Verurteilung. Denn in fast allen Fällen werden die Gepäckstücke am Boden falsch markiert oder verladen. Und für die Abfertigung auf den Flughäfen sind in der Regel die Flughafen-Betreibergesellschaften verantwortlich und nicht die Fluggesellschaften selbst.



    Die größten Flugzeuge des 20. Jahrhunderts:
        1917: Zeppelin Staaken R. VI
    Länge: 22,1 m; Spannweite: 42,2 m; Höhe: 6,3 m (es war kein Luftschiff, sondern ein "normales" Doppeldecker-Flugzeug!), Leergewicht: 7.921 kg, maximales Startgewicht: 11.848 kg; davon wurden nur 18 Stück produziert und boten Platz für sieben Mann Besatzung; es erreichte eine Geschwindigkeit von 135 km/h;
        1929: Dornier Do X
    Länge: 40,1 m; Spannweite: 48 m; Höhe: 10,1 m; Leergewicht: 28,25 t, maximales Startgewicht: 52 t; es bot Platz für 159 Passagiere plus 10 Besatzungsmitglieder - für die damalige Zeit ein unglaublicher Rekord; es wurden davon drei Stück produziert;
        1941: Messerschmidt Me 321/323
    Länge: 28,5 m; Spannweite: 55,2 m; Höhe: 9,6 m; Leergewicht: ab 18 t, maximales Startgewicht: über 40 t; der zunächst als Lastensegler eingesetzte "Gigant" fasste weit über 100 Passagiere; die Nachfolgeversion, Me 323 mit sechs Motoren war bis zu 280 km/h schnell; 401 Stück wurden davon bis 1944 produziert;
        1947: Hughes H-4, Hercules
    Länge: 66,7 m; Spannweite: 97,5 m; Höhe: 25,1 m; Leergewicht: ca. 122 t, maximales Startgewicht: ca. 181 t; das achtmotorige auf Holzkonstruktion basierende Flugzeug vom US-Milliardär Howard Hughes sollte 750 Passagiere Platz bieten plus Besatzung und 320 km/h schnell sein; am 2. November 1947 hob die "Super Goose" (="Supergans") gerade mal für 1,5 km in 20 m Höhe ab, das war es auch schon;
        1969: Boeing 747
    Länge: 70,6 m; Spannweite: bis 66,4 m; Höhe: bis 19,4 m; Leergewicht: ca. 170 t, maximales Startgewicht: bis ca. 400 t; seit 1969 wurden 1.380 Jumbos an 93 Fluggesellschaften verkauft; die vier Triebwerke bringen es auf knapp 1.000 km/h und je nach Version haben bis zu 550 Passagiere Platz;
        1988: Antonov AN-225
    Länge: 84 m; Spannweite: bis 88,4 m; Höhe: bis 18,1 m; Leergewicht: 300 t, maximales Startgewicht: bis 600 t; sechs Triebwerke erzeugen eine maximale Geschwindigkeit von 820 km/h; sie hält auch den Frachtrekord für die schwerste, jemals transportierte Luftfracht: eine 274 Tonnen schwere Ölpipline-Ausrüstung;
        2007: Super-Airbus A380
    Höhe: 24,1 m; Tragfläche: 846 qm; Passagierzahl: 550 (bei Lufthansa) und 471 bei Singapore Airlines, Reichweiter: 14.800 km; Tankkapazität: 310.000 Liter; Reisegeschwindigkeit: ca. 902 km/h; maximale Geschwindigkeit: 944 km/h; maximales Startgewicht: 560 t;
    Kabinenfläche: 511,27 qm; maximale Kabinenbreite: Oberdeck: 5,92 m, Hauptdeck; 6,58 m; Listenpreis 2007: 300 Millionen US-Dollar;
        wussten Sie:
    ... das die Farbe vom A380 für eine Lackierung in Weiß 700 Kilo wiegt
    ... der Reifendruck rund 15 bar beträgt (PKW: im Schnitt zwei); mit 53 cm Lauffläche auch ganz schön breit ist, der Reifen...
    ... die Rotoren der Triebwerke einen Durchmesser von knapp drei Metern haben und pro Sekunde 1,5 Tonnen Luft ansaugen können;
    ... im A380 rund 530 Kilometer Kabel mit 40.300 Steckverbindungen verlegt werden
    ... ein A38ß aus rund acht Millionen Einzelteilen besteht (zum Vergleich hatte allerdings bereits schon ein Zeppelin-Luftschiff allein eine Million Nieten, die ihn zusammen hielten...);
    Quelle: München Airport Information 2007
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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    verschieden

Das Beste, was man von einer Reise zurück bringen kann, ist eine heile Haut
Persisches Sprichwort

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Peter Krackowizer, Reise-Experte aus Anif bei Salzburg, Österreich