das Reisemosaik von Peter

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   Über Kreuzfahrten und Kreuzfahrtschiffe

MSC Musica in Venedig

     Eine Kreuzfahrt war bis Anfang der 1970er Jahre etwas, wovon ein Normalsterblicher nur träumen konnte. Sie galt als die eleganteste Form des Reisens. Und auch als die Kostspieligste. Deshalb war sie auch nur einer auserlesenen Schar von Reisenden vorbehalten, die über entsprechende Mittel verfügten.
    Die "Normandie" (Bild links, aus einer Werbung aus dem Jahr 1935) war auch für ihre Zeit groß gewesen: 848 Passagiere in der ersten Klasse, 670 in der Touristenklasse und 454 in der dritten Klasse (ja, auch so etwas gab es damals!) - 1.972 Personen insgesamt. Durchaus so viele Passagiere wie viele der heute über die Meere pflügenden Kreuzfahrtschiffe auch. Und in der Leistung unterscheiden sich Kreuzfahrtschiffe von früher kaum von heutigen. Die 2004 in Dienst gestellt "Queen Mary 2" bringt es auf 157.000 PS, die "Normandie" hatte schon damals 160.000 PS (weitere Informationen über die "Normandie" siehe Wikipedia Deutschland Normandie.
    Aber mit knapp 6.300 Passagieren haben nun die "Oasis of the Seas" und "Allure of the Seas" wohl das erträgliche Maß erreicht, wenn nicht sogar überschritten. Mein letztes persönlich erlebtes Schiff war die "Majesty of the Seas" mit Platz für etwa 2.300 Passagieren. Schon dieses Schiff war für meine Begriffe "riesengroß". Ein Rundgang dauerte bereits länger als eine Stunde! die Normandie im Jahr 1935, aus einer Werbung
     Doch bei Kreuzfahrten hat sich in den letzten 20 Jahren vieles geändert. Auf Kreuzfahrt gehen ist nicht mehr teurer als andere Arten des Reisens. Was jedoch geblieben ist, ist das Flair, das einer Kreuzfahrt immer noch anhaftet. Ein Kreuzfahrtschiff ist schwimmendes Hotel und Vergnügungszentrum zugleich. Bereichert durch Besichtigungen von fremden Ländern - und dies alles, ohne jeden Tag die Koffer packen oder das Hotel zu wechseln zu müssen!
    Nun gibt es jährlich schon so viele neue Kreuzfahrtschiffe, dass ich gar nicht mehr mit dem Vorstellen zurecht käme. Daher beschränke ich meine Informationen hier auf Besonderheiten, auf einzelne Schiffe und auf Informationen, die vielleicht von Dauer von Interesse sein könnten.
    Finden Sie auf den folgenden Seiten einige Informationen zum Thema "Kreuzfahrt heute"! Viel Spaß und schöne Kreuzfahrt!

  •   Beiträge auf meinen Kreuzfahrt-Seiten

    Über Schiffe

    Allure of the Seas

    das 2011 aktuell größte Kreuzfahrtschiff der Welt

    Queen Mary 2

    über den nur mehr viertgrößten Luxusliner der Welt

    Queen Victoria

    das neue Schiff der Cunard Line

    Tipps und Hinweise

    Kreuzfahrten-ABC

    ein paar hilfreiche Informationen

    Seekrankheit, Trinkgeld...

    wichtige Fragen kurz beantwortet

    Reedereien

    Einige Reedereien-Infos und -Link

    Kreuzfahrt-Notizen

    Kurzmeldungen und Neues aus der Welt der Kreuzfahrten

    Kreuzfahrtguide

    eine interessante Internet-Seite mit Informationen rund um Kreuzfahrten

    Technisches, Berichte

    Monsterwellen

    Wie gefährlich kann eine Kreuzfahrt werden?

    Was ist ein Pod?

    Moderne Antriebs- und Lenkungstechnik

    Dieselmotor

    Wie entsteht ein Dieselmotor für Kreuzfahrtschiffe?

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    15. Februar 2011
  • Allure of the Seas

       16 Decks - 65 m Höhe, 2.700 Kabinen - 6.318 Gäste bei Vollbelegung, plus 2.165 Crew-Mitglieder aus mehr als 80 Länder unter der Leitung des jüngsten Kapitäns der Geschichte, Captain Zini aus Argentinien; so lauten einige Zahlen des derzeit weltgrößten Kreuzfahrtschiffes, das für Royal Caribbean Cruise Line fährt.
       Es ist schon eigentlich nicht mehr möglich, in ein paar knappen Absätzen über die Einrichtungen dieses Schiffs zu berichten: Flanieren und Spazieren im "Central Park", einer mit Pflanzen gestalteten Parklandschaft in der Größe eines Fußballfelds unter freiem Himmel; Action und Sport bei vier Pools, zwei FlowRider Surfsimulatoren, einer Zip Line, einer 25 Meter langen Seilrutsche und und und; Unterhaltung am laufenden Band: Im "Jazz on 4" kann man das Musical "Chicago" erleben, im Comedy Club gibt es Shows und Jazz-Abende und Disco fever für die Tanzwütigen; im Vitality at Sea Spa, gibt's Thermalsuite, Saunen, Dampfbäder und 29 Behandlungsräume;
       Und damit das Ganze auch schwimmt, dafür sorgen vier Bugstrahlruder mit je 7.500 PS! Wer sich über Ausstattungs-, Sicherheits- und sonstige Details informieren möchte klickt hier zu einer 46seitigen Presseinformation zum Nachlesen.
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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    Jänner 2011
  • Queen Mary 2

    Queen Mary 2

        Das mittlerweile bereits schon nur mehr viertgrößte jemals gebaute Passagierschiff, die "Queen Mary 2", hat in 2004 ihre Kreuzfahrttätigkeit aufgenommen (auch Bild oben)
        Nach Angaben der Reederei Cunard, die das Schiff erbauen ließ, kostet die "Queen Mary 2" 870 Mio. Euro (!!!) und ist mit 345 Metern Länge (so lang wie der Eiffelturm in Paris hoch) rund 50 Meter länger als die "Queen Elisabeth 2" und um 76 Meter länger als die legendäre "Titanic"! Mit ihren 72 m Höhe (vom Kiel bis zur Schornsteinspitze, über Wasser sind es 61 m) ist sie höher als die Freiheitsstatue in New York oder das Kolosseum in Rom.
         2.620 Passagiere in 1.310 Kabinen (alle mit Internetanschluss), einige Luxussuiten mit 111 qm Fläche (!!!), auf dem Schiff werken 1.254 Besatzungsmitglieder und das Schiff erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten (rund 56 km/h). An Bord: zehn Restaurants, fünf Schwimmbäder, eine Brauerei (...) und ein Planetarium; betrieben wird das Schiff mit vier so genannten Mermaid-Pods von Rolls Royce, die  157.000 PS leisten, so stark, um den Heimathafen des Schiffes, Southampton mit 200.000 Einwohnern mit Strom zu versorgen;
        Noch ein paar Zahlen:
    300.000 Stahlplatten mit einem Gewicht von 52.000 Tonnen wurden zusammen geschweißt; 2.500 km Kabel, 500 km Rohre, 90.000-teiliges Wedgewood-Waterford-Porzellan-Service wurde angeschafft...
        Übrigens, das Schiffshorn - das Original von der ersten "Queen Mary" - wiegt mehr als eine halbe Tonne und ist noch in 18 Kilometer Entfernung zu hören -   mehr Infos...
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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Queen Victoria

    Queen Victoria

       Die 2007 in Dienst gestellte Queen Victoria (Bild Quelle: Cunard Line), ist nach der englischen Königin benannt, die das Empire von 1837 bis 1901 regierte; das Schiff ist 294 m lang und bietet auf 12 Decks 2.014 Passagieren Platz;
       * Royal Court Theatre: im Ambiente des 19. Jahrhunderts ausgestattet bietet es 830 Gästen Platz, davon einige auch in 16 Privat-Logen;
       * die Bibliothek über zwei Stockwerke verfügt über 6.000 Bücher;
       * im Cunardia Museum werden 165 Jahre Cunard-Geschichte an Bord gezeigt;
       * Royal Spa mit Fitness-Center, drei Pools, vier Freiluft-Jacuzzi-Pools;
       * Royal Arcade sind im Stile berühmter Einkaufspassagen aus London nachempfunden;
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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet 29. Dezember 2009
  • Was ist ein Pod?

         Pod kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Hülse oder Schale.
         Im modernen Kreuzfahrtschiffsbau sind es Antriebsgondeln am Heck eines Schiffes, in denen sich Elektromotoren befinden. Dieser Elektromotor überträgt seine Kraft direkt auf die Motorwelle auf den Propeller. Jeder Pod lässt sich um 360 Grad drehen und sogar neigen. Damit wird ein Schiff auch ohne Ruder manövrierbar. Durch die sich dadurch ergebende Möglichkeit, sich auf der Stelle zu drehen, können Schiffe, die mit diesen Pods ausgerüstet sind, auch enge Häfen anlaufen. Auch eine Treibstoffersparnis von bis zu zehn Prozent kann man mit dieser Antriebstechnik erreichen.
         Bei der "Norwegian Jewel", die in der Meyer Werft in Papenburg (BRD) gebaut wurde, wurden Pods mit fünf Flügeln konstruiert, jeder der beiden Pods wiegt 170 Tonnen und bringt 28.000 PS, sind acht Meter hoch und rund zwölf Meter lang.

    Wie entsteht ein Dieselmotor für solch ein Kreuzfahrtschiff?
         Nehmen wir zum Beispiel jenen Motor von der "Norwegian Jewel": 240 Tonnen schwer am Ende aller Montagen und 600.000 Euro teuer (2004) war er; er entstand im MAN-Werk in Augsburg (Deutschland).
          90 Tage musste der Motorblock dort in einer Sandgrube auskühlen, nachdem der Rohling, der nur 90 Tonnen wog, in 96 Sekunden ausgegossen war: von 1.350 Grad wurde der Block auf 350 Grad in dieser Sandgrube abgekühlt, bevor der auf dem Kopf stehende 16-Zylinder-Eisenkern vorsichtig mit einem Kran heraus gehoben wurde. Dann wurde das Gehäuse für den 20.000-PS-Motor bearbeitet und weiter zur Endmontage gebracht. So entstanden insgesamt fünf Motorblöcke für die "Norwegian Jewel".
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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet 29. Dezember 2009

Manche Leute reisen, um Neues zu sehen; aber sie sehen das Neue leider immer mit alten Augen
Charlotte von Kalb

Bilder


Peter Krackowizer, Reise-Experte aus Anif bei Salzburg, Österreich