Reise-Tagebuch eines Pilgers: 90 Tage auf dem Jakobsweg
Spanien: Norden - Jakobsweg Baedeker
Andalusien DuMont Bildband
Extremadura DuMont Reise-Taschenbuch
Valencia DuMont direkt
Lanzarote DuMont Reise-Taschenbuch
Andalusien DuMont Reise-Taschenbuch
La Gomera DuMont Reise-Taschenbuch
Wandern auf dem Jakobsweg DuMont Aktiv
Spanien Portugal Weiß- und Rotweine
Spanien DuMont Richtig Reisen
Besuchen Sie doch auch meine Literaturtipps-Übersicht!
Viele und interessante Hinweise auf Sehenswertes abseits Hauptstraßen
Baedeker-Reiserführer: Spanien: Norden - Jakobsweg
erschienen 2011 im Karl Baedeker Verlag, Autorin: Cristina D Olaso, 2. Auflage,
ISBN 978-3-8297-1269-9
Dieser Baedeker bietet Informationen über die Regionen Baskenland, La Rioja, Kantabrien, Asturien und Galicien -
der sehr übersichtlich gestaltete Führer bietet viel Information und etliche sehr ansprechende Bilder.
„Fuente del Vino“ – ein Weinbrunnen und seine Bewandtnis, die Ende des 19. Jh. konstruierte „Puente Colgante“, ein
technisches Meisterwerk der Brückenbaukunst in Bilbao, das zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt und die Kirche San
Juan de Gaztelugatxe an der Costa Verde in Asturien, zu der über einen grünen Bergrücken 231 Stufen führen, mögen
drei Beispiele für die Vielfalt an Kleinoden sein, die man in und mit diesem Führer entdecken kann.
Natürlich sind alle bekannten Orte und Sehenswürdigkeiten im Norden Spaniens auch beschrieben. Aber der Reiz dieses
Führers liegt in den vielen kleinen Hinweisen für Besichtigungen entlang des Weges. Nicht umsonst wird bei einer der
fünf vorgeschlagenen Touren, jener der Atlantikküste entlang, empfohlen, sich für die 800 Kilometer mindestens
sieben Tage Zeit zu nehmen. Einer der beiden Jakobswege, der bekanntere, im Inland führende (gegenüber jenem,
der ganz im Norden an der Küste entlang führt), wird ebenso als Tour vorgeschlagen, wie eine Runde durch das
Baskenland, durch die Weinregion La Rioja, eine Runde entlang der Pyrenäen ins Ebro-Becken und eine Runde in
die südlichen Rías Gallegas an der Südwestküste Galiciens.
Auf Badestrände - man glaubt es kaum aufgrund der doch eher niedrigen Durchschnittswerte von maximal 25° C tagsüber
und starker nächtlicher Abkühlung – wird hingewiesen, wo die schönsten Leuchttürme zu finden sind, immer wieder Tipps
und was man nicht versäumen sollte, auf die vielfältigen Feste wird hingewiesen und zahlreiche Einkaufs-,
Übernachtungs- und Restauranttipps füllen die über 350 Seiten zwischen Kulturinformationen und Besichtigungstipps.
Eine genaue Beschreibung der Kathedrale von Santiago de Compostela und des Guggenheim-Museums in Bilbao, warum man
Santillana del Mar und die altsteinzeitlichen Höhlenmalereien der „Cuevas de Altamira“ besuchen sollte und vieles
mehr bietet dieser Führer. Ich war schon mehrmals in diesen Gebieten Nordspaniens unterwegs und finde, dieser
Führer ist sehr aktuell, vielfältig im Informationsangebot und gut gemacht. Die beiliegende Straßenkarte gibt
zumindest eine Übersicht über Entfernungen und Hauptverkehrswege, das extra-Heft über Wein und Cidra (Apfelwein)
führt in die umfangreiche Welt der Weine ein, u.a. mit guten Adressen von Weingütern. Die Bilder scheinen sehr
aktuell zu sein, sind ansprechend und aussagekräftig.
Ein Tagebuch, das die vielen Facetten einer Pilgerreise schildert
Reise-Tagebuch eines Pilgers: 90 Tage auf dem Jakobsweg von Salzburg nach Santiago de Compostela
erschienen im Verlag Anton Pustet, 2011, ISBN 978-3702506599
Am 3. März 2009 zog der Salzburger Alfred Berghammer von Salzburg los, stampfte durch Schnee,
manchmal noch durch Tiefschnee, fuhr den Arlberg mit Skier ins Vorarlbergische ab, kämpfte sich durch schlammige
Pilgerwege und übernachtete in Pilgerherbergen mit schnarchenden Mitpilgern. Von Salzburg bis Santander in Nordspanien
ging er alleine bis auf ein paar Tage in der Schweiz, an denen ihn seine Frau Sissi begleitete. Ab Santander war
sie dann wieder dabei und beide trafen am 9. Juni in Santiago de Compostela ein.
Eines fällt sofort beim Lesen dieses Buches auf, das auch optisch einem Tagebuch ähnlich mit
Harteinband und mit Gummiband zum sicheren Schließen gestaltet wurde: Berghammer hat alle 189 Seiten so geschrieben,
dass keine Tagesbeschreibung einer anderen gleicht. Anders ausgedrückt, der pensionierte Personalchef vom Land
Salzburg, schreibt wortgewaltig und überwiegend beeindruckend und bildhaft. Und noch etwas fällt wohltuend auf.
Berghammer erzählt nicht nur von seinen persönlichen Empfindungen und Erlebnissen sondern schildert auch über
Landschaft und beschreibt historisch interessante Plätze. Das ist insofern erwähnenswert als ich schon andere
Jakobspilgerbücher gelesen hatte, in denen Land, Leute und Geschichte Nebensache sind oder gar nicht vorkommen.
Doch Berghammer nimmt den Leser auf seinem Weg sehr bildlich und gut beschrieben mit.
Wie mir scheint, hatte er seine liebe Not mit dem Französischen, was zu mancher Verwirrung bei
den Quartierpreisen für Übernachtungen führte. Auch dass er für seine Brille mehrere Stunden eine Tagesstrecke zurück
radelte (' wo er doch gar keines dabei hatte) und sie letztlich ganz woanders fand, ist eine der vielen Geschichten,
die Berghammer sprachlich durchaus gekonnt schildert. Aber er wird niemals zu langatmig. Der Leser erfährt viel ohne
jedoch überladen zu werden. Weder von persönlichen Gedanken noch von Beschreibungen der Tagesabläufe.
Über manche Eigenheiten des Herrn Hofrats auf Pilgerschaft lässt sich schmunzeln. So wollte er
wirklich die gesamten 2 700 Kilometer zu Fuß zurücklegen, was er an einigen ganz wenigen Tagen so praktizierte: Müde
von den Strapazen des Tages, ließ er sich einmal die letzten fünf Kilometer mit dem Taxi zur Herberge fahren. Am
nächsten Morgen wieder mit dem Taxi an jenen Punkt zurück, an dem er es Vortags bestiegen hatte und wanderte weiter.
Manche Eigenheiten muss man aus seiner Religiosität heraus verstehen. So jausnete er lieber bei strömenden Regen im
Freien als sich, wie andere Pilger, in ein wettergeschütztes Kircheninnere zu begeben. Er war aber trotzdem durchaus
ein moderner Jakobswegpilger. Manchmal gönnte er sich eine Übernachtung in einem Hotel, da so manche Herberge doch
sehr einfach war. Wobei er schon auch mal dafür 80 Euro oder mehr bezahlen musste.
Da ich die Gebiete Nordspaniens teilweise kenne, die Berghammer zu Fuß durchwanderte, konnte
ich gerade diesen Beschreibungen sehr gut folgen. Und in diesem Punkt sind wir uns beide einig: ab der französischen
Grenze bis Oviedo entlang des Golfes von Biscaya sind wohl die schönsten Wege des Jakobweges (und Spaniens, in meinen
Augen).
Auf den letzten Seiten schildert Berghammer, was aus seinen persönlichen Erwartungen wurde und
lässt den Leser an ganz persönlichen Gedanken teilhaben. Ein Tagebuch mit vielen Facetten, das durch zahlreiche meist
aussagekräftigen Bildern ergänzt, ein anschauliches Bild von einer Pilgereise von Salzburg nach Santiago de Compostela
gibt.
Ein gut gelungener Bildband, allerdings mit wenigen Aufnahmen von Menschen der Region
DuMont Bildband Andalusien
erschienen im DuMont Verlag, 2011, ISBN 978-3-7701-8916-8, Autor: Lothar Schmidt (Texte)
Das Bild „Rhythmus der Emotionen“ zeigt eine rot-schwarz gekleidete Flamenco-Tänzerin vor einem roten Hintergrund,
der leicht ins Schwarze abfällt; die doppelseitige Aufnahme bei der „Feria del Caballo“ präsentiert junge Damen
in südandalusischer Tracht; das derzeit größte solarthermische Kraftwerk der Welt auf der einen Seite, reifender
„Jamón Serrano“ – Schinken, auf der anderen; eine stimmungsvolle Abendaufnahme des Hauptplatzes von Baeza und Blicke
in Innenhöfe; Schafe weiden unterhalb der Burg von Almodóvar del Rio gleich über zwei Seiten; die Puente Romano
über den Guaddalquivir erstrahlt geheimnisvoll in spätabendlichem Licht – ganz- und doppelseitige Aufnahmen wechseln
mit kleineren Bildern ab, dazwischen gibt es informative, gut geschriebene Texte zu den dreizehn Kapiteln wie
„Olivenanbau“, „Stierkampf“, „Medina Azahara“ oder „Parque National de Doñana“. Darin erfährt man beispielsweise,
dass viele Orte Andalusiens den Namenszusatz „de la Frontera“ (an der Grenze) tragen. Sie waren während der
„Reconquista“, der Wiedereroberung Spaniens von den Mauren, Grenzfestungen. Bei einigen Kapiteln findet man
auch Internetadressen.
Die Bildqualität (Auflösung, Motive) ist sehr gut bis ausgezeichnet. Mir gefallen besonders die zahlreichen
Abend- oder Nachtaufnahmen, die Orte, Plätze oder Brücken in farbigem Licht angestrahlt, zeigen. Die eine oder
andere Aufnahme dürfte allerdings nachträglich bearbeitet worden sein, was ich aufgrund mancher (nicht realen)
Farbtöne vermute. Trotzdem, beim Betrachten dieser Bilder hatte ich das angenehme Gefühl, wenn es in Andalusien
Nacht wird, erwacht das Leben und die Hitze weicht einem kühlenden Nachtwind.
Der Bildband zeigt wirklich gut gelungen die Vielfalt Andalusiens. Vom südlichsten (modernen) Skigebiet Europas
in der Sierra Nevada über Paläste wie der Alhambra bis hin zu Landwirtschaft (Oliven, Schinken) und Fremdenverkehr
(Costa del Sol). Natürlich findet auch der Stierkampf und der Flamenco Platz. Auf zehn Seiten am Ende des Buches
gibt es eine Übersicht der Sehenswürdigkeiten in den sechs Provinzen Andalusiens sowie eine Seite Daten, Fakten
und geschichtlichen Überblick.
Was etwas zu kurz kommt, sind Aufnahmen der Menschen selbst und der Natur (abgesehen von einige Aufnahmen).
Es überwiegen Bilder von Bauten und Sehenswürdigkeiten. Trotzdem ist das Buch keine touristische Verramschung
Andalusiens, sondern gibt einen sehr guten Überblick über die südlichste Region Spaniens.
Zeigt die Vielfalt an Entdeckungsmöglichkeiten einer noch unbekannten Region Spaniens
DuMont Reise-Taschenbuch Extremadura
mit Extra-Reisekarte und zehn Entdeckungstouren
erschienen im DuMont Verlag, Reise-Taschenbuch, 2011, ISBN 978-3-7701-7337-2, die Autoren:
Lydia Hohenberger, Jürgen Strohmaier
Eine Frage bei meiner Reisebürokonzessionsprüfung 1986 lautete: „Nennen Sie mir einen Wallfahrtsort in Mexiko“
und ich antwortete mit dem Brustton der Überzeugung „Santa Maria de la Guadalupe“. Richtig, nur was ich damals
noch nicht wusste, dass Guadalupe auch und eigentlich der ursprüngliche Wallfahrtsort inmitten der Bergwelt der
Extremadura ist. Und einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Spaniens.
Extremadura, „extrem trocken“, ja, heiß kann es im Sommer dort werden, über 40 Grad. Aber umso angenehmer die
Reisetemperaturen in den restlichen Jahreszeiten. Für Freunde der Vogelwelt gibt es dort Vogelschutzreservate
mit Großtrappen, Störchen, Kranichen und anderem Getier. Wer es lieber kulinarisch wünscht, kann die Heimat des
„Jamón ibérico“, des Eichelschinkens, kennenlernen. „Via de la Plata“, Silberstraße nennt sich eine alte römische
Fernstraße und der südliche Jakobsweg führt ebenfalls durch diese hügelige Region (Höhen bis 900 m).
Schon der Blick auf die Übersichtsseite der „Lieblingsorte“ der beiden Autoren, die seit 1994 „um die Ecke“ im
benachbarten Portugal wohnen, macht neugierig. Zunächst auf diesen Führer und sehr schnell auf eine persönliche
Bekanntschaft mit dem Land. Die zahlreichen Preisbeispiele lassen eine erschwingliche Reise vermuten.
Übernachtungsmöglichkeiten ab etwa ¤ 45.- das Zimmer, Tapas um zwei Euro, „raciones“, Tapas-Portionen,
von denen man satt wird, um neun Euro;
Wer nun nicht ein begeisterter Freund von weiten spanischen Landschaften ist, deren Hügel von alten Dörfern und
Festungen gekrönt sind, von Landschaften, die von riesigen Stauseen, umgeben von Naturschutzgebieten geprägt sind,
findet auch viel Kultur in der Extremadura. Ein Cadillac als Kunstobjekt, alte Autos auf Raketenflügel – das sieht
man im Museo Vostell in der Nähe von Malpartida de Cáceres; den Ort der letzten 20 Monate des deutschen Kaisers
und spanischen Königs Karl V. (16. Jh.), das Kloster de Yuste, kann man ebenso besuchen wie Olivienza, das spanische
und portugiesische Architektur zeigt – gehörte die Stadt doch mehrere Jahrhunderte zu Portugal.
Viele Tipps (Frühstück an der Bar und nicht im Hotel), Innenstadtpläne von sehenswerten Orten, stimmungsvolle Bilder
(Zafra abends!), Eintrittspreishinweise und Internetadressen, eine vernünftige Übersichtskarte (1:525.000) und gute
Beschreibungen wie beispielsweise vom „Parque Nacional de Monfragüe“ machen dieses Reise-Taschenbuch zu einem wirklich
guten Reisebegleiter durch eine in Mitteleuropa noch weitgehend unbekannte Region Festlandspaniens.
Ein kleiner Reiseführer für die Reisetasche, der alles hat, was man so üblicherweise braucht
DuMont direkt Valencia
erschienen im DuMont Verlag, 2011, ISBN 978-3-7701-9613-5, Autor: Daniel Izquierdo Hänni
12 Kneipen schlägt der von Schweizer-spanischen Eltern stammende Autor als Kenner der
Region (er hat dort Verwandte, die er regelmäßig besucht) dem Leser vor. Im Kapitel über Restaurantvorschläge
gibt es Tipps u.a. für „authentisch und gut“ sowie „Vegetarisch essen“.
Hänni bemüht sich auf den 120 Seiten ein interessantes und modernes Bild von Valencia zu
präsentieren (was ihm auch gelingt). Da haben Beschreibungen von „Fallas – Valencias berühmtestes Stadtfest“ ebenso
Platz wie kurze Erklärungen zum Wassergericht, eine überaus wichtige Institution der Stadt, oder über den Jugendstil
in der Stadt (Mercato Central, Zentralmarkt, als Hauptbeispiel).
Drei Großereignisse prägten das heutige moderne Stadtbild: die Weltausstellung 1992,
der „America’s Cup 2007“ und seit 2008 der Formel-1-Grand Prix. Die „Ciudad de las Artes y las Ciencias“,
die „Stadt der Künste und der Wissenschaften“ ist seit 1998 ein beliebter Anziehungspunkt für Besucher.
Aber Valencia hat auch einen Fluss um den Altstadtkern zugeschüttet und einen Park daraus gemacht. Und quasi vor
der Haustüre gibt es Mittelmeerstrände. Im Oceanográfico, Europas größtem Unterwasserzoo, lockt ein 70 Meter
langer Glastunnel die Besucher an. Dass die 800.000-Einwohner zählende Stadt im Osten Festlandspaniens auch
eine Seele und Geschichte hat, beschreibt Hänni u.a. in seinen Kapiteln „Valencias Identität – Miguelete
und Kathedrale“ sowie „Valencias Seele – Plaza de La Virgen“.
15 Vorschläge für Rundgänge, Übernachten, Essen, Einkaufstipps, Ausgehen und ein
gewohnt guter Stadtplan – ein kleiner Reiseführer für die Reisetasche, der alles hat, was man so üblicherweise braucht.
Überraschend vielfältige Insel, die mehr als nur Vulkane zu bieten hat
DuMont Reise-Taschenbuch Lanzarote
mit Extra-Reisekarte und zehn Entdeckungstouren
erschienen im DuMont Verlag, Reise-Taschenbuch, 2010, ISBN 978-3-7701-7329-7, Autorin: Verónica Reisenegger
Lesen Sie Reiseführer von der ersten bis zur letzten Seite? Wenn bisher noch nicht, bei diesem
DuMont Reise-Taschenbuch empfehle ich es Ihnen aber sehr! Denn das ist nicht nur ein Führer mit den üblichen Tipps
für Einkaufen, Essen usw., sondern ein wirklich interessant geschriebenes Buch über Geschichte, Entwicklung und
Gegenwart der dem afrikanischen Kontinent am nächsten liegenden Insel der Kanaren.
Und genau diese geografische Nähe beeinflusste auch die Geschichte. Piratenüberfälle, wie man sich dagegen wehrte und manchmal
leider auch verlor, warum die Inselhauptstadt heute nicht mehr Teguise ist, welche Problematik das Trinkwasser darstellt, warum
die Insel mit, aber auch ohne dem Tourismus nicht mehr überleben könnte, warum Weinreben in Trichtern angepflanzt werden, sind
einige der Kapitel. Der Leser erfährt vom Leben der Ureinwohner, der Guanchen, der Vielmännerei (!), einem „Familienmodell“ in
Notzeiten oder über die zahlreichen Künstler, die sich im 20. Jahrhundert auf dieser Insel niedergelassen hatten, wie der
Visionär und das Multitalent César Manrique oder Literaten wie Benito Pérez Galdós; doch auch in Musikszene Lanzarote
einiges zu bieten: Folklore, Pop und Jazz und als Lebenslust pur bietet sich alljährlich der Karneval, ein Ereignis,
dass die Insel schon Monate vorher in Atem hält.
Als Tourist bietet Ihnen die Insel erstaunlich viele Attraktionen, von denen landläufig ja nur die Feuerberge mit dem Kamelritt
bekannt sind. Da wären aber noch: Das Castillo de San in der Hauptstadt Arrecife bietet Ausstellungen moderner Kunst; nahe
von Costa Teguise kann man im „Jardín de Cactus“, ein Kakteengarten, bizarre Formen dieser Pflanze in einem vom Künstler Manrique
mitgestalteten Park bewundern; im nordöstlichsten Teil der Insel laden die „Jaemos del Agua“, die „Kamine des Wassers“, zu
einem Besuch ein: ein unterirdisches Vulkangewölbe mit einem Lavatunnel, einem Lagunensee und einem „Haus der Vulkane“ zeigen
anschaulich den Vulkanismus. Nicht weit von den „Jaemos del Agua“ gibt es die „Cueva de los Verdes“, eine sieben Kilometer
lange Kette aus Höhlen und Tunnels, die ein unterirdische Farbenspiel bieten. Ein Besuch in der Weinbauregion La Geria
bietet Einblick in den Weinanbau und man kann hervorragende Weine verkosten.
Das sind nur einige der interessanten Kapitel, die dieser Führer von Verónica Reisenegger, einer gebürtigen Chilenin, die in
Spanien lebt, zu bieten hat. Neben Richtpreisen und Öffnungszeiten gibt es aber stets auch Weblinks, damit man sich von
Änderungen, die ja heutzutage oft rasch kommen, informieren kann. Die Autorin selbst meint auch, was heute „hipp“ sei,
könnte morgen schon ein „Flopp“ sein und wählt entsprechend danach ihre Vorschläge aus. Lanzarote ist es aber in jedem Fall
wert, zusammen mit diesem DuMont Reise-Taschenbuch, dass man es beim nächsten Urlaub entdeckt.
Ein Buch voll mit Tipps der Autorin, die ein Jahr Andalusien bereiste
DuMont Reise-Taschenbuch Andalusien
mit Lieblingsorten der Autorin und zehn Entdeckungstouren
erschienen im DuMont Verlag, Reise-Taschenbuch, 2010, ISBN 978-3-7701-7210-8, Autorin: Maria Anna Hälker
Ein Buch voll mit Tipps der Autorin, die ein Jahr Andalusien bereiste. Der Leser, der Laie, erfährt zunächst
alles Wissenswerte über die Siesta, der spanischen „Mittagspause“, die Romería Rocío, Spaniens berühmteste Wallfahrt,
den ökologischen Reichtum Andalusiens, den „Chiringuitos“, jene kleine Strandlokale, die eine Lebensart der Spanier
symbolisieren, die Pueblos Blancos - die weißen Dörfer, die als hispano-arabische Architektur das Bild der Region prägen,
den Stierkampf und den Gesang des Südens, den Flamenco, über die Kunst der Mauren und vieles mehr.
Die folgenden rund 230 Seiten führen dann, geordnet nach Regionen, durch das Land. Übersichtlich gestaltet mit aktuellen
Daten, Übersichtsstadtplänen und Detailkartenausschnitten wie beispielsweise von der Alhambra oder den Gärten von
Alcázar in Sevilla, sehe ich dieses Reise-Taschenbuch aus der Sicht meiner langjährigen Reiseleitertätigkeit als ein
sehr taugliches Hilfsmittel für jene Andalusien-Urlauber, die zum ersten Mal diese herrliche Region Spaniens bereisen
möchten. Die Autorin bietet viel Wissenswertes in ihrem Führer an, hat sie doch ein ganzes Jahr in Andalusien gelebt
und bereist: sie führt den Leser zu ihren Lieblingsorten wie „dem Land der Ölbäume“ oder zur 1 000-jährigen Acebuche
von El Rocío. Ihre „Entdeckungstouren“ führen in ein Flamenco-Museum, geben Einblick in 5 000 Jahre Bergbaugeschichte
am Río Tinto oder auf Spuren des Malers Picasso in Málaga und andere Touren. Dazwischen finden sich noch weitere
persönliche Tipps der Autorin (z. B. drei Fußwege zur Alhambra) und somit ist dieses Reise-Taschenbuch
rundherum wieder eine sehr gelungene DuMont-Erscheinung.
Eine Insel mit einer Fläche kleiner als der Bodensee und doch ein starkes Buch!
DuMont Reise-Taschenbuch La Gomera
mit Lieblingsorten der Autoren und zehn Entdeckungstouren
erschienen im DuMont Verlag, Reise-Taschenbuch, 2010, ISBN 978-3-7701-7334-1, die Autoren: Susanne Lipps und Oliver Breda
Nicht nur von der Seitenzahl (288), sondern auch und vor allem vom Inhalt. Die beiden Autoren erwandern seit über 20
Jahren als Leiter von Wander- und Studienreisen die Insel. Sie kennen die Insel in all ihren Facetten. Das spürt man einfach
im gesamten Buch. Da wären einmal die „Lieblingsorte“ wie beispielsweise der Lorbeerwald in der Cañada de Jorge oder die zehn
„Entdeckungstouren“ wie auf den Spuren geheimnisvoller Bergheiligtümer, Töpferkunst statt Touristenkitsch oder Essays über
die Pfeifsprache „El Silbo“ (eine Sprache, mit der sich Einheimische in abgelegenen Tälern über Kilometer hinweg
verständigen können), Legenden und Wunder oder die Reedereifamilie Olsen aus Norwegen.
Der Hauptteil wird in sechs Gebiete, verstreut über die gesamte Insel, aufgeteilt. Immer wieder finden sich dabei
Planungstipps, aktuelle Preis- und Öffnungsangaben, Aktiv & Kreativ-Tipps sowie Standardinfos (Schlafen, Essen usw.).
Neben einer Inselkarte (1:65.000) werden auch kleinere Kartenausschnitte im Verlauf des Buches angeboten. Ein kleiner
Sprachführer des kanarischen Spanisch, ein sprachlich-kulinarisches Lexikon und ein detailliertes Register vervollständigen
den Führer.
Die Bilder im Reise-Handbuch zeigen ein ganz anderes Spanien, abseits von Tourismushochburgen.
Sie machen Lust auf einen Urlaub auf einer kleinen Insel, auf der es noch beschaulicher zugeht und trotzdem neben
Strand und Sonne noch sehr viel zu entdecken gibt. Ich gestehe aber, dass ich ein Liebhaber von Unbekannterem,
von Kleinoden, von ruhigeren Urlaubszielen bin und daher dieses Reise-Taschenbuch als wirklich gelungenes Handbuch
betrachte. Gut recherchiert, aktuell und angenehm zum Lesen geschrieben!
318 Gramm Erfahrungen oftmaliger, eigener Begehungen des Autors
Wandern auf dem Spanischen Jakobsweg
40 Touren, exakte Karten und Höhenprofile
erschienen im DuMont Aktiv, 2010, ISBN 978-3-7701-8026-4, von Dietrich Höllhuber
318 Gramm für das wohl bemessene Wandergepäck, wie Autor Dietrich Höllhuber ausführlich beschreibt, sind eine wirklich gute
Investition! Ja, genau so stelle ich mir einen Wanderführer vor: zunächst Wissenswertes für die Vorbereitung (Pilgerpass,
worum geht es am Jakobsweg, der Weg an sich mit seinen Tücken und Schönheiten, die Ausrüstung, die Herbergen samt Hinweis
auf mögliche Verwanzung mancher Herbergen), dann die einzelnen Wanderabschnitte mit doch recht brauchbaren Übersichtskarten,
alle wie folgt aufgeteilt: Übersicht über Schwierigkeitsgrad, Gehzeit, Länge und Höhenunterschiede, öffentliche Verkehrsverbindungen,
Markierungen, Einkehr und Verpflegung, Feste; dann folgen die Höhenprofile und die sehr genauen Wegbeschreibungen, im Anschluss
die Sehenswürdigkeiten und schließlich die Auflistung der Pilgerherbergen, Hostales, Hotels und Campingplätze; vereinzelt,
wo angebracht, sind auch Übersichtsstadtpläne zu finden;
Was mich als Kenner von Abschnitten des Weges besonders freut, sind Hinweise auf kleine, aber sehenswerte Abstecher entlang der
Strecke. Beispiel: Tag 15 - "Auf dem Weg zum Hühnerkäfig" (der Hühnerkäfig steht in der Kirche von Santo Domingo de la Calzada
mit lebenden Hendln - da gibt es natürlich eine Legende dazu). Also an diesem Tag empfiehlt der Autor den Abstecher zum
Kloster San Millán de Cogolla: UNESCO Weltkulturerbe und Ursprung der spanischen (kastilischen) Sprache! Ich war schon selbst
dort und war wirklich beeindruckt von diesem Kloster.
Auch finden sich immer wieder hilfreiche Texte wie zum Beispiel über die Rioja-Weine oder geschichtliche Ereignisse
und Legenden. Durch die klaren und ehrlichen Beschreibungen erkennt der Leser genau, welche Etappen reizvoll sind, bei
welchen mit welchen Problemen zu rechnen sein könnte, wo Einsamkeit, wo Trubel vorherrschen und anderes mehr.
Wichtig auch seine Hinweise auf Wasserstellen und wo man Proviant bekommt (und vor allem, wo nicht!).
Die abwechslungsreichen Bilder zeigen Kulturobjekte ebenso, wie durch Regen aufgeweichte Wegabschnitte oder typische Landschaften.
Dieser Führer ist durch und durch praktisch, informativ und – leicht für das Pilgergepäck!
Spanien Portugal Weiß- und Rotweine
von Kathryn McWhirter und Charles Metcalfe
erschienen im Müller Rüschlikon Verlag, Cham, Schweiz, 1. Auflage 1994, ISBN
3-275-01087-5
Das Buch gibt Auskunft über Herstellung der Weine, Rebsorten,
beschreibt einzelne Weine, ist gut bebildert mit Etiketten und
Landschaftsaufnahmen, ein Register rundet die wirklich praktisch ausgelegte
Art des Büchleins von knapp 120 Seiten ab;
Spanien "Richtig reisen"
erschienen im DuMont Verlag, die mir vorliegende Ausgabe ist aus 1992, ISBN
3-7701-2257-7
Obwohl schon in die Jahre gekommen: ich würde ihn nicht
hergeben! Alt, aber gut, denn ich liebe die Serie von DuMont "Richtig
reisen";
Kleine Innenstadtübersichtskarten, ein praktischer Infoteil zum
Schluss, und viele interessante Detailbeschreibungen lassen mich immer
wieder zu dieser Serie greifen
Besuche einmal im Jahr einen Ort,
den du noch nicht kennst
Tenzin
Gyatso, 14. Dalai Lama