... für historische Automobile und Motorräder bis Baujahr 1980
sowie für Vespa-Roller bis Baujahr 2010

    Die Orte, die mit der Geschichte des weltberühmten Liedes "Stille Nacht, Heilige Nacht" verbunden sind, bieten sich nicht nur um die Weihnachtszeit als lohnenswerte Reiseziele an. Die sie umgebenden Landschaften, die Museen und historischen Gebäude sind zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert.
    Die Teilnehmer dieser Rallye erlebten auf unterhaltsame Weise die Schönheiten des "Stille-Nacht"-Landes, wobei auch Witz, Geist und Ideenreichtum gefragt war. Vergessen konnte man dabei getrost Geschwindigkeit und Zeit - "gondeln" mit einem historischen Automobil oder Motorrad bis Baujahr 1980 auf Traumstraßen durch das "Stille Nacht"-Land war angesagt.
    Für alle Vespa-Modelle wird es eine Sonderwertung geben.

Die ersten beiden Rallyes hießen noch "Stille Nacht Rallye", ab Frühjahr 2011 dann aber "Stille Nacht Classic". Doch über diese berichte ich hier nicht mehr.

Über die erste "Stille Nacht Rallye" am Samstag, 24. April 2010
von Hallein nach Arnsdorf - Oberndorf und zurück

    Die Frühjahrs-Rallye, die bei strahlendem Sonnenschein stattfand, wurde um 10 Uhr von Bürgermeister Dr. Christian Stöckl beim Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach gestartet. Im Minutentakt gingen dann mehr als 40 historische Automobile und Motorräder auf die Strecke. Diese führte zunächst durch Hallein über Oberalm und Elsbethen nach Salzburg. Schloss Goldenstein in Elsbethen zeigte sich dabei bereits in einem herrlichen Frühsommerlicht. Nachdem die Fahrzeuge bei Kasern Salzburg wieder verlassen hatten, führte die Rallye in den nördlichen Flachgau. Das Jagdschloss Weitwörth zur Rechten, die Salzach zur Linken, ging es nach Arnsdorf. Hier nahmen die Oldtimer Aufstellung vor dem Franz-Xaver-Gruber-Museum gleich neben dem "Stille Nacht Hof", wo die Teilnehmer auf Einladung vom Tourismusverband Lamprechtshausen zu Brathendl oder Gulasch eingeladen waren. Auch für musikalische Unterhaltung hatte der Tourismusverband gesorgt und so wurde der Aufenthalt in Arnsdorf von allen Teilnehmer sehr genossen.
   Die Teilnehmer konnten sich bei einem Museumsbesuch nicht nur ein eindrucksvolles Bild von vom Leben und der Arbeit Grubers machen, sondern auch schon etliche Fragen lösen, deren richtige Beantwortung wertvolle Punkte für die Wertung brachte. Beim Maßkrugschieben, das von der Kameradschaft Arnsdorf organisiert war, wurde um Zentimeter gefochten.
    Schließlich starteten die Teilnehmer wiederum im Minutentakt nach Oberndorf. Dort konnte man die Fahrzeuge zwischen "Stille Nacht & Heimat-Museum" und "Stille Nacht Kapelle" bestaunen, während FahrerInnen und Beifahrer auf Einladung des Tourismusverbands Oberndorf noch Kaffee im "Stille Nacht Café" tranken. Nach diesem letzten Stopp ging es, getreu dem Rallye-Motto, entlang der Traumstraßen durch das "Stille-Nacht"-Land auf bayerischer Seite über Laufen, Bayerisch Gmain und durch den Naturpark Untersberg über Grödig zurück zum Hohlwegwirt.
    Bereits kurz nach 15 Uhr kamen dort die ersten Teilnehmer zur letzten Sonderprüfung auf dem Parkplatz neben dem Gasthof an. Schließlich kehrten alle beim Hohlwegwirt auf der im warmen Sonnenlicht des Nachmittags liegende Terrasse zu „Benzingesprächen“ ein, während die Organisatoren sich zur Auswertung zurückzogen. Gegen 17:30 Uhr fand dann die Siegerehrung im Garten des Hohlwegwirts statt, bei der sich alle Teilnehmer als Sieger fühlen konnten, denn jeder erhielt eine Urkunde und Sachpreisepreise. Die Sieger der drei Klassen (Automobile Motorräder und Vespa-Roller) erhielten als Hauptpreis jeweils einen imposanten Salzstein, zur Verfügung gestellt von den Salzwelten Hallein bei Salzburg am Dürrnberg.
    Und viele Teilnehmer kündigten bereits ihre Teilnahme an der „2. Stille Nacht Rallye“ am 26. September 2010 an, die dann nach Wagrain und zurück führen wird. Die Organisatoren Peter Frohnwieser, Ernst Kronreif und Heinz Schubert freuten sich über die gelungene Veranstaltung.
   

Über die zweite "Stille Nacht Rallye" Herbst 26. September 2010
von Hallein nach Wagrain und zurück

   9:30 Uhr Start im Minutentakt beim Gasthof Hohlwegwirt, Hallein-Taxach, Hallein - Kuchl - Golling (beides Wirkungsorte von Joseph Mohr) - Pass Lueg - Bischofshofen - St. Johann im Pongau - Wagrain (letzter Wirkungs- und Sterbeort von Joseph Mohr) - Wagrainer Höhe - Eben im Pongau - Salzburger Dolomitenstraße (St. Martin am Tennengebirge - Annaberg-Lungötz - Abentau) - Lammertal - Golling - Bad Vigaun (zwischen 14:30 Uhr und 15:45 Uhr Sonderprüfung bei der Kirche) - Hallein (Streckenlänge ca. 150 km)

   Bei strömenden Regen starteten am Sonntag, dem 26. September 2010, mehr als 30 Oldtimerenthusiasten beim Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach zur „2. Stille Nacht Rallye“. Die Rallye führte diesmal ganz auf den Spuren des Textdichters des weltberühmten Weihnachtsliedes „Stille Nacht“, Joseph Mohr: über Kuchl und Golling, wo Mohr nach 1827 lebte, nach Wagrain, wo Mohr von 1837 bis zu seinem Tod 1848 als Vikar tätig war. Hier gab es auch etliche Fragen zu beantworten, deren Lösungen allerdings durch den Besuch im "Stille-Nacht-Museum" und beim Grab von Mohr einfach wurden. Doch waren auch kleine Hürden eingebaut: Beispielsweise lautete eine Frage: wie viele Sonnenblumen befinden sich im Grabkreuz von Joseph Mohr? Die Antwort lautete 14, doch wer die drei zusätzlichen Sonnenblumen, die der Veranstalter im Grab extra hinein steckte, mit zählte, und "17" ankreuzte, lag daneben.
    Am Nachmittag ging es auf der „Salzburger Dolomitenstraße“ Annaberg-Lungötz und Abtenau nach Bad Vigaun, wo Mohr 1820/21 als Kooperator eine Stelle in der Pfarre hatte. Nach einer von zahlreichen Schaulustigen besuchten Sonderprüfung in Bad Vigaun, bei der es um Zentimeter genaues „Parken“ der Fahrzeuge ging und einer stärkenden Kaffeepause, erreichten die Teilnehmer wieder den Hohlwegwirt, wo in gemütlicher Runde die Siegerehrung stattfand. Peter Frohnwieser, Ernst Kronreif und Heinz Schubert, die Organisatoren dieser unterhaltsamen, nicht auf Zeit oder Geschwindigkeit ausgerichteten Oldtimerrallye, werden auch im kommenden Jahr wieder eine „Stille Nacht Rallye“ auf den Spuren von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr veranstalten.