Allgemeine Informationen und Daten über Italien

Italien, Raucher Oase in Cuneo, Piemont, gefunden im Dez. 2005 Italien, Raucher Oase in Cuneo, Piemont, gefunden im Dez. 2005, Detail

Strenges Rauchverbot in Italien und damit Raucher im Winter nicht frieren müssen, haben barmherzige Hotels "Raucher-Oasen" eingerichtet... diese habe ich im Piemont in Cuneo im Dezember 2005 gefunden (zum Vergrößern Bilder anklicken).

Bei meinen Informationen handelt es sich um einen "Auszug", denn der komplette Umfang mancher Kapitel würde wahrscheinlich ein ganzes Buch benötigen. Aber diese Infos sind Praxis bewährt und ich denke, sie werden in den meisten Fällen weiterhelfen.


Auf dieser Seite (in alphabetischer Reihenfolge):

Banken - Einreisebestimmungen - Feiertage - Gastronomie - Kleidung - Klima - Krankenschein - Kriminalität - Landesstruktur - Mautgebühren - Öffnungszeiten - Papstaudienz - Rechnungslegungspflicht - Sprachen - Staat - Stromspannung - Telefonieren - Trinkgeld - Unterwegs in Italien - Währung - Wehrpflicht - Wirtschaft - Zeitungen, Zeitschriften

Landesstruktur

Fläche: 301 338 qkm (= 70. größter Staat der Erde), Einwohner: 60 Millionen (Stand 2020, 23. größter Staat der Welt), das sind 199 Einwohner pro qkm (Österreich: 101); rund 5 % Angehörige von Minderheitensprachen: rd. 1,66 Mio Sarden (davon 12 000 Katalanen), 750 000 Rätoromanen (Friauler und 30 000 Ladiner), 300 000 Deutschstämmige (vor allem im Trentino-Südtirol), etwa 200 000 Franco-Provenzalen (Aostatal und Piemont), 90 000 Albaner (besonders in Kalabrien), 53 000 Slowenen (besonders Raum Triest), 15 000 Griechen (besonders in Apulien) - rund 4,1 Mio Auslandsitaliener in Europa und Übersee;

Lebenserwartung: 83,2 Jahre (2019); Kindersterblichkeit: 0,3 Prozent; Bevölkerungswachstum: seit 2015 verringert sich die Bevölkerung;
Anteil der Raucher 2005 - vor Einführung des strengen Rauchverbots: 22,3 %; 2020 waren es 11,2 Prozent der Bevölkerung;

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Sprachen

Italienisch, daneben regionale Amtssprachen Sardisch, Deutsch (Südtirol), Franko-Provenzalisch (Aostatal), Ladinisch teilweise Schulsprache in Südtirol, Slowenisch in Triest und Gorizia, außerdem Albanisch (im Süden), Griechisch (Apulien), Katalanisch und Sardisch auf Sardinien; Zimbrisch nördlich von Verona, Furlan (Friaul), Molise-Slawisch (eine Mundart der kroatischen Sprache in der Region Molise); Okzitanisch in einigen Alpentälern des Piemont und in einigen Alpentälern ein alemannischer Dialekt, der Walser;

Wie funktioniert die Verständigung?

In Italien kann man sich vor allem in den touristischen Zentren mit Deutsch und Englisch ganz gut verständigen. Schwieriger wird es, wenn man die "touristischen Trampelpfade" verlässt und unbekanntere Regionen vorstößt. Dort sind italienische Grundkenntnisse für den Kontakt mit Einheimischen von Vorteil. Man kann die italienische Sprache für den "Reisegebrauch" in verschiedenen Instituten in Österreich oder Deutschland erlernen, ebenso gibt es in Italien selbst viele Sprachschulen, beispielsweise in Florenz.

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Religion: 2008: 85 % Katholiken, die zweitgrößte chirstliche Glaubensgemeinschaft war die Orthodoxe Kirche mit rund 1,2 Mio. Anhängern; rd. 45 000 Juden, 231 000 Zeugen Jehovas und etwa 1,3 Millionen Muslime; vier Millionen Konfessionslose;
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Städte

67 % der gesamten Bevölkerung lebt in Städten, die größten sind (Stand 2017, reine Stadtbewohner, in Klammer mit Umlandgemeinde/Großräume): Rom 2,8 Mio (4,3 Mio), Mailand 1,3 Mio (3,2 Mio), Neapel 972 000 (3,1 Mio), Turin 889 000 (2,2 Mio), Palermo 671 000 (1,3 Mio), Genua 585 000 (844 000), Bologna 387 000 (1,0 Mio), Florenz 383 000 (1,9 Mio) , Bari 325 000 (1,3 Mio), Catania 314 000 (1,1 Mio), Venedig 262 000 (853 000), Verona 258 000, Messina 237 000 (631 000), Padua 211 000, Triest 204 000, Tarent 200 000;

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Staat

Parlamentarisch-demokratische Republik mit einer Verfassung von 1948; Parlament aus zwei Kammern: Abgeordneten-Kammer mit 630 und Senat mit 325 Mitgliedern; Wahl alle fünf Jahre; das Land ist in 20 Regionen mit 108 Provinzen und 8 094 Gemeinden unterteilt; Autonomie-Statuten genießen die Regionen Sardinien, Sizilien, Aostatal, Friaul-Julisch Venetien und Südtirol;

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Wirtschaft

Landwirtschaft ~ 2,0 % (2015), bedeutender Faktor ist der Tourismus, mit 43,7 Millionen Besuchern an fünfter Stelle hinter Frankreich, Spanien, USA und China; zum Seitenanfang

Feiertage
1. Jänner - Neujahrstag - Capodanno
6. Jänner - Heiligen Drei Könige - Epifania
Ostern - Ostersonntag - Pasqua
Ostermontag - Lunedì di Pasqua
25. April - Tag der Freiheit (Nationalfeiertag) - Liberazione 1945
1. Mai - Tag der Arbeit - Festa del Lavoro
2. Juni - Tag der Republik - Festa della Repubblica (Gründung der ital. Republik 1946)
29. Juni (nur für Rom)
15. August - Himmelfahrt - Assunzione
1. November - Allerheiligen - Tutti i Santi
3. November (nur für Triest)
7. Dezember (nur für Mailand)
8. Dezember - Maria der unbefleckten Empfängnis - Immacolata
25. Dezember - Weihnachten - Natale
26. Dezember - Stefanitag - Santo Stefano
31. Dezember - Silvester - San Silvestro

Wann Sie nicht unbedingt in Italien reisen sollten
    ... vom 14. bis 16. August (Ferragosto), oft auch einige Tage vorher und nachher, sind die meisten Büros geschlossen.
    ... zwischen 25. April und 1. Mai rollt die erste große Reisewelle der Italiener im Inland: zahlreiche Verwandte aus dem Ausland kommen zu einem Verwandtenbesuch nach Italien und man sollte sich rechtzeitig ein Zimmer reservieren!

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Banken

"Banca" und "Cambio" sind italienische Bezeichnungen für Banken und Wechselstuben. Banken sind in der Regel von Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 13:30 Uhr geöffnet; Wechselstuben öffnen für gewöhnlich nochmals am späten Nachmittag.

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Einreisebestimmungen

Für Österreicher genügt ein gültiger Personalausweis oder ein bis zu fünf Jahre abgelaufener Reisepass. Obwohl der Ausweis in der Regel an den Grenzen nicht mehr kontrolliert wird, benötigen Sie einen gültigen Ausweise bei Kontrollen im Land und im Hotel bei Ankunft. Für Fahrzeuge ist eine "Grüne Karte" der Haftpflichtversicherung mitzuführen - weitere Informationen bzgl. Reisen mit dem eigenen Fahrzeug holen Sie sich bitte beim ÖAMTC oder ARBÖ. Führerschein gilt nicht als gültiges Ausweisdokument!

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Gastronomie

Die Italiener nehmen sich zumindest eine Stunde Zeit, oft auch zwei Stunden, um ihr Essen in Ruhe zu genießen. Dies sollten Sie beachten, wenn Sie essen gehen, denn auch Ihr Essen dauert einige Zeit, bis es serviert ist. Lokale mit englischen, deutschen oder französischen Reklameschildern sind auf Touristen spezialisiert und daher oft teuer bei schlechterem Essen. Essen können Sie in einem "ristorante", einer "trattoria" oder "osteria"; eine "tavola calda" ist ein Stehimbisslokal; "Pizzeria" sind in manchen Gebieten sehr beliebt. In manchen Pizzerias werden aber nur abends Pizze serviert!

In allen Lokalen zahlen Sie ein "Coperto" (Gedeck), bestehend aus Stoff- oder Papierserviette und Brot oder Knabberstangerl (Grissini). Im Durchschnitt werden dafür etwa zwei Euro pro Person in Rechnung gestellt. Es ist üblich, dass pro Tisch eine Gesamtrechnung gelegt wird - daher bitte vorher fragen, ob jeder für sich getrennt bezahlen kann!

Zahlreiche weitere Tipps zum Thema Essen ---> hier

Antipasti

Antipasti sind kalte Vorspeisen, meist Gemüse in Essig oder Meeresgetier (kleine Fische in Öl, Tintenfisch in Öl und Kräutern, Crostini (aus der Toskana: geröstete Weißbrotscheiben mit Pastete oder nur mit Olivenöl beträufelt); beliebt sind auch Aufschnittteller mit Schinken (Parma- oder San-Daniele-Schinken), Speck und Wurstarten; sowie regionale Spezialitäten wie zum Beispiel in Treviso weißer Polenta (warm) mit Mini-Gamberetti;

Primi piatti

Primi Piatti sind die allseits bekannten Nudelgerichte, von denen es eine Unzahl verschiedener Arten gibt: cannelloni, fettuccine, lasagne, penne, ravioli, spaghetti, tagliatelle, tortellini usw. Das wichtigste daran ist immer die Sauce. Und darin sind die Italiener wahre Meister: z. B. bolognese: Hackfleisch, Tomaten, Kräuter; boscaiola: Thunfisch, Tomaten, Knoblauch, Petersilie;

Weiters Suppen oder "Insalata Caprese": Tomaten mit Mozzarella und Basilikum; und natürlich regionale Gerichte!

Secondo

Secondo nennt man das Hauptgericht, gewöhnlich Fleisch, Wild (caccia) oder Fisch (pesce); Steak (bistecca alla fiorentina), Filet (filetto), Geflügel (pollame), Kalbsleber mit Zwiebeln (fegato alla veneziana) sind beliebte Gerichte; Achtung: Fleisch und Fisch sind relativ teuer!

Formaggio - Käse

Bel Paese (zu deutsch "schönes Land") und Gorgonzola sind überall zu bekommen; weiters Casciotto (aus der Toskana), Provolone, Mozzarella (Käse aus Büffelmilch, schmeckt auch hervorragend mit Basilikum und Tomaten), Parmegiano (neben dem bei uns bekannten, harten Reibparmesan gibt es auch einen weichen Parmesan), Assagio (Veneto).

Dolce

Die Süßspeisen: zuppa inglese (leichte Bisquitmasse mit Eiercreme), creme caramel, tiramisu (wörtlich: zieh' mich hinauf... wenn ich aufgrund des Alkohols im tiramisu unter den Tisch gefallen bin), frisches Obst der Jahreszeit entsprechend (frutta fresca), und natürlich köstliches Eis (gelato - in tausend Arten), fragole con panna (Erdbeeren mit Schlagobers);

Dazu trinkt man:

Zuerst nimmt man einen aperitivo (Vermouth, Campari); zum Essen dann einen guten Wein, den man fast überall offen erhält. Verlangen Sie den Hauswein (vino di casa), dann erhalten Sie in der Regel einen guten Tropfen (weitere Informationen über Wein hier klicken Mineralwasser gibt es in zwei Sorten: acqua minerale gasata (mit Kohlensäure) und non gasata/senza gas (ohne Kohlensäure), serviert in Halbliter- oder Literflaschen.

Italien, ein Cappuccino und eine Tageszeitung - beides untrennbar notwendig in einer italienischen Bar

Beim Kaffee gibt es viele Arten: Milchkaffee (caffellatte - ist der Frühstückskaffee), schwarzer Kaffee (espresso), schwarzer Kaffee mit aufgeschlagener Milch (cappuccino), schwarzer Kaffee mit einem Tropfen Milch (caffe macchiato), Kaffee mit Schnaps (caffe corretto) u.v.a.

Nach dem Essen trinkt man zum Beispiel einen Amaretto oder Amaro (Magenbitter, Kräuterlikör).

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Kleidung

Kaum ein Restaurant verlangt Krawatte oder Jackett. Dies werden Sie in der Regel nur in 4-Sterne oder Luxus-Häusern beachten müssen. Aber bedenken Sie bitte, dass öffentliche Kirchen oder andere kirchliche Bauten nur mit dezenter Kleidung betreten werden sollten: lange Hosen und langärmelige (zumindest Schulter bedeckend) Hemden bei den Herren; die Damen: keine Hosen (Ausnahmen vorbehalten!), nur Röcke, langärmelige, hochgeschlossene Blusen (Ausnahmen!) - regionale Unterschiede. Nicht korrekte Kleidung kann bedeuten, dass Sie zum Beispiel nicht in den Petersdom oder den Dom von Pisa gelassen werden. In den letzten Jahren wurden aber diese Bestimmungen nicht überall mehr so streng eingehalten.
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Klima

Italien liegt hauptsächlich im Einflussbereich des Mittelmeerklimas. Das bedeutet milde Winter und heiße, trockene Sommer. Je weiter südlicher Ihr Reisegebiet liegt, desto ausgeprägter sind diese Erscheinungen. Für Frühling und Herbst empfehlen wir jedoch immer die Mitnahme eines Pullovers oder einer warmen Weste. Im Winter sollte man auf Regenfälle (bis in den Mai hinein) und je nach Region, auch auf Schneefälle, vorbereitet sein. Südtirol, sowie das Aosta-Tal, Teile von Venetien, der Lombardei und des Piemonts weisen gebietsweise natürlich alpines Klima auf. Entsprechende Kleidung sollte mitgenommen werden und Informationen der Bevölkerung beachtet werden, vor allem bei Wanderungen.

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Krankenschein und Gesundheitswesen

Die EU-Chipkarte von der Krankenkasse gilt auch in Italien. Allerdings kann es immer wieder vorkommen, dass Ärzte die Behandlungs- und Medikamentenkosten bar bezahlt haben möchten. Daher ist der Abschluss einer Reiseversicherung, die diese Kosten ersetzt, zu empfehlen. Weitere Informationen über das italienische Gesundheitswesen finden Sie hier.

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Kriminalität

Gewaltverbrechen sind zum Glück sehr selten. Kleinere Diebstähle hingegen können endlosen Ärger verursachen. Daher beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln und Sie werden aller Erfahrung nach keine Probleme haben:

Deponieren Sie wichtige Papiere, Pässe und nicht benötigtes Bargeld im Hotelsafe; stecken Sie die Brieftasche nicht in Gesäßtaschen oder in die Jacke, sondern in eine kleine Handtasche, die Sie fest am Körper tragen. Handtaschen sollten immer auf der von der Straße abgewandten Seite getragen werden, damit die Moped-Diebe keine Chance haben. Meiden Sie Menschenmengen und seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie angesprochen werden oder sich Kinder in kleinen Gruppen nähern.

Bei Einkäufen:

Lassen Sie keinen Blick in Ihre Geldtasche zu, dann weiß das Gegenüber nicht, ob es sich lohnt, die Brieftasche zu klauen. Seien Sie skeptisch, wenn man Ihnen auf Autobahnraststätten oder in den Städten auf Straßen Waren anbietet - in der Regel handelt es sich um Diebesgut oder minderwertige Ware. Auch kann es dabei passieren, dass Sie mit dem Wechselgeld betrogen werden (oben und unten ist ein echter Schein, dazwischen wertloses Papier).

Beim Parken Ihres Autos darauf achten, dass das Handschuhfach offen und leer ist! So verhindern Sie, dass Scheiben unnötig eingeschlagen werden. Und das Autoradio gehört mit auf den Bummel genommen, nicht im Auto zurück gelassen! Und wird doch einmal das Auto geklaut, besorgen Sie sich bitte in Tabacchi-Läden die "carta bollata", ein Formular, auf dem die Polizei den Verlust des Wagens vermerken muss.

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Mautgebühren in Italien

Wer immer über die Mautgebühren in Österreich gelästert hat, war wahrscheinlich noch nie in Italien (oder Frankreich oder Spanien oder Tschechien oder Ungarn) unterwegs. Saftig löhnt, wer Italien bereist, allerdings nur bis Salerno, südlich von Neapel. Ab dieser Höhe sind Autobahnen beidseitig des Apennins Maut frei, quasi eine wirtschaftliche Förderung des wirtschaftlich schwachen Südens Italiens).

Am Beginn einer mautpflichtigen Strecke zieht man zuerst einmal ein Ticket, das man dann bei der Ausfahrt und bei Mautstellen zwischendurch bei Großstädten, z. B. bei Bologna oder Rom, vorlegt. Bezahlen kann man bar, mit Kreditkarten oder mit im voraus gekauften Karten, von denen der entsprechende Betrag abgebucht wird (Via-Card usw.). Weiters gibt es die Funkmaut, das heißt, beim Einfahren in den Mautbereich bucht ein System automatisch ab (haben aber wahrscheinlich nur Italiener derzeit).
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Papstaudienzen in Rom

Sie finden jeden Mittwoch um 11 Uhr in dem Paolina Saal statt. Weitere Informationen unter Pilgerzentrum Rom » Papstaudienz

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Öffnungszeiten

Banken: 08:30−13:30 Uhr, einige nachmittags von 15 bis 16 Uhr, samstags, sonn- und feiertags geschlossen;

Postämter: 08:30−14 Uhr, samstags und am letzten Tag des Monats ab 12 Uhr geschlossen; die Postämter auf den Flughäfen und die Hauptpostämter sind rund um die Uhr besetzt;

Geschäfte: 09−13 Uhr und 15:30/16:00−19:30/20:00 Uhr, einige sind durchgehend von 9 bis 20 Uhr geöffnet; sonntags und einmal pro Woche halbtags geschlossen; in Touristengebieten können manche Geschäfte auch längere Öffnungszeiten haben bzw. auch am Sonntag (Vormittag) offen sein!

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Rauchen verboten!

Schon seit 2005 hat Italien ein strenges Antiraucher-Gesetz: Neben den bisher schon rauchfreien Museen, Ämtern und Schulen herrscht nun auch in Restaurants, Bars und Cafés striktes Rauchverbot. Raucher, die gegen dieses Gesetz verstoßen, drohen Strafen zwischen Euro 27.-- und Euro 275.--, wobei sich diese bei Anwesenheit von Schwangeren oder Kindern verdoppeln.

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Stromspannung

Diese beträgt entweder 110−130 oder 220 Volt Wechselstrom; viele Hotels kennzeichnen die Stromspannung auf den Steckdosen; mit dem Anschluss von Rasierapparaten gibt es aber im allgemeinen keine Probleme. Für Fön usw. empfiehlt sich die Mitnahme eines Adapters (spina di adattamento), der in den Hotels selten bis gar nicht erhältlich ist.

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Telefonieren

Vorwahlen:
von Österreich nach Italien: 0039−0 (Ortsvorwahl mit "0"! wählen)... - Rufnummer
von Italien nach Österreich: 0043 - Ortsvorwahl ohne die "0"-...
Wenn Sie in Italien innerhalb eines Fernsprechbereichs telefonieren (also z. B. innerhalb von Provinzen, Großstädten), dann müssen ebenfalls die Ortskennziffer mit wählen! Beispiel: ein Telefonat innerhalb von Rom - mit 06 (für Rom)!, innerhalb der Provinz Venedig 041 usw.

In Italien kann man von fast allen Bars und Cafés aus telefonieren. Früher hat man Telefonmünzen (Gettoni) dazu kaufen müssen. Heute gibt es diese aber kaum mehr. Man muss Telefonwertkarten in verschiedenen Wertstaffeln kaufen.

Hinweis für Mobiltelefonbesitzer:

Wenn Sie innerhalb von Italien angerufen werden, zahlt der Anrufer nur die Kosten innerhalb seines Landes. Ab Grenze - also die internationalen Gebühren - bezahlt immer der Angerufene, also der Mobiltelefonbesitzer! In Italien ist das Telefonieren mit Mobiltelefonen beim Autofahren strengstens verboten!

Übrigens, "Mobiltelefon" auf Italienisch: "Cellulare" oder auch "Telefonino"

Nützliche Telefonnummern
15 - unter dieser Nummer kann man rund um die Uhr Gespräche mit europäischen Staaten anmelden und führen;
112 - Überfallkommando der Carabinieri
113 - Notruf für Krankenwagen und Polizei - für Notfälle aller Art
116 - Pannenhilfe
4212 - Vorwahl 06, wenn man von außerhalb Roms anruft: italienischer Automobilclub gibt jegliche Auskunft den Aufenthalt in Italien betreffend in Fremdsprachen (Befahrbarkeit von Straßen, Wetterbericht, Autobahngebühren, Rechtsbeistand usw.).

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Trinkgeld

Sie geben auch in Italien nur dann ein Trinkgeld, wenn Sie mit der Bedienung/Leistung zufrieden waren. Man sollte etwa 10 % vom Rechnungsbetrag geben. Viele Italiener (z. B. im Gaststättenbereich) könnten ohne Trinkgelder auch heute noch nicht leben. Außerdem wirkt Trinkgeld noch heute manchmal Wunder.

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Unterwegs in Italien

Es schadet nie, kurz vor einer Reise ins Ausland, sich beim Automobilclub zu informieren, was es Wissenswertes über das Fahren mit dem eigenen Pkw in diesem Land gibt. Daher hier nur ein paar wichtige Anmerkungen.

Die Höchstgeschwindigkeiten: für Pkw und Motorräder: auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen: 110 km/h, auf Autobahnen: 130 km/h, auf dreispurigen Autobahnen 150 km/h falls es die Beschilderung erlaubt (Pkw bis 1 099 cm² − 110 km/h, Motorräder bis 149 cm² sind auf Autobahnen verboten, bis 349 cm² 110 km/h);

Wohnmobile über 3,5 t und Pkw mit Anhänger: Land- und Schnellstraßen 70 km/h; Autobahnen: Pkw mit Anhänger: 80 km/h, Wohnmobile über 3,5 t auf Land- und Schnellstraßen 80 km/h, auf Autobahnen 100 km/h;

Warnung: die Strafen für Schnellfahren sind drakonisch und sind sofort zu bezahlen! Bei deutlichem Überschreiten einer Begrenzung erfolgt ein sofortiges Fahrverbot! Die Kontrollen haben deutlich zugenommen!

Das Fahren ohne Licht, was in Italien auch tagsüber vorgeschrieben ist, kostet rund 70 Euro, Halten im Halteverbot 35 Euro oder eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 40 km/h ab 350 Euro.

Abschleppen auf Autobahnen verboten

Promille-Grenze: 0,5

Werden Gegenstände am Dach transportiert, die über das Wagenende hinausragen, muss dieses mit dem dafür vorgeschriebenen 50 x 50 cm großen, rot weiß gestreiften Alu-Schild abgesichert werden - Kunststoffschilder werden nicht akzeptiert!

Straßenpannendienst unter der Telefonnummer 116 zu erreichen

Tankstellen können mit Zapfautomaten ausgestattet sein, die nur entsprechende Euro-Schein-Größen "schlucken"!

Mobiltelefon-Telefonieren am Steuer verboten.

Bei Ampeln auf Abbiegeampeln achten: oft ist geradeaus rot und für Abbiegen nach rechts grün

Bei Pannen auf der Autobahn muss man eine gelb leuchtende, reflektierende Warnweste anziehen, sobald man das Auto verlässt! Hohe Strafen bei Nichteinhaltung! Dieses Gesetz kann so ausgelegt werden, dass die italienische Polizei überall kontrollieren kann, ob man eine derartige Jacke mitführt. Weiters könnte sie sich auf den Standpunkt stellen: so viele Autoinsassen - so viele Warnjacken, da man ja im Fall einer Panne das Auto und die Autobahn verlassen sollte!

Quelle ÖAMTC: Auf Anfrage bei der italienischen Botschaft wurde von dieser klargestellt, dass das Tragen der Warnjacke auch für Ausländer vorgeschrieben ist, wenn sie das Warndreieck aufstellen. Daher sollte jeder Autofahrer eine solche mitführen. Weitere Informationen für Autofahrer, stets aktuell, unter www.oeamtc.at unter "Reise";

Währung Landeswährung: Euro

Wehrpflicht

Die allgemeine Wehrpflicht gibt es seit 1. Jänner 2005 nicht mehr in Italien. Es hat die Zeit des Berufsheeres eingesetzt.

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Zeitungen, Zeitschriften

In Italien gibt es über 100 Tages-, 500 Wochen- und 2 500 Monatszeitungen/-schriften. Tageszeitungen, die in ganz Italien verbreitet sind (in Klammer: Erscheinungsort und ungefähre Auflage, Zahlen 2009): Avvenire (Mailand, 105 000), Il Corriere della Sera (Mailand, 577 000), Il Giornale Nuovo (Mailand, 176 000), Il Giorno (Mailand, 67 000), Il Messaggero (Rom, 206 000), La Repubblica (Rom, 501 000), La Stampa (Turin, 307 000); Sporttageszeitungen: Corriere dello Sport (Rom, 208 000), La Gazzetta dello Sport (Mailand, 350 000), Tuttosport (Turin, 113 000); Fremdsprachige Zeitungen: Dolomiten (Bozen, Deutsch), Primorski Dnevnik (Triest, Slowenisch), Volksbote (Bozen, Deutsch);

Besonderer Hinweis des Finanzamts

Italienische Unternehmer sind gesetzlich verpflichtet, Rechnungen auszustellen. Bitte lassen Sie sich immer eine Quittung (Scontrino, Ricevuta fiscale) über Ihren Kauf oder Konsumation geben - auch wenn es nur eine Zeitung sein sollte. Denn italienische Finanzbeamte sind berechtigt, Sie - also den Konsumenten, nach Rechnungen zu überprüfen (im Umkreis von ca. 500 m des Unternehmens, wo Sie etwas konsumiert/gekauft hatten.

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