Bildbände von Italien
Um Ihnen eine bessere Übersicht bieten zu können und etwas mehr Platz für Beschreibungen zu haben, stelle ich Ihnen auf dieser Seite ausschließlich Bildbände vor. Die Übersicht über meine Literatur- und Buchtipps zu Italien finden Sie hier, die vollständige Literaturübersicht über Reisen, Reiserecht und Motorveteranen finden Sie hier.
Bildbände:
Bildatlas DuMont Gardasee, Trentino
Bildatlas DuMont Rom
Italien für Verliebte – Hotels, Villen, Landhäuser
GEO Italien – die schönsten Bilder
Amalfiküste
Florenz aus der Luft
Italien aus der Luft
Laguna – Venedigs Inselwelten
Marca Nobilissima
DuMont Bildatlas Gardasee, Trentino
Bildatlas mit stimmungsvollen Bildern und ein paar „Schönheitsfehlern“
Angesichts der zur Verfügung stehenden 120 Seiten hat DuMont diese beiden Gebiete – den Gardasee und die Region Trentino – gut aufgearbeitet. Klarerweise sind die Texte eher knapp gehalten, manches konnte nicht erwähnt oder ausführlicher beschrieben werden. Dennoch berichtet auch der Textteil Interessantes, etwa über das Jungsteinzeitdorf am Ledrosee, die alte Pregasinastraße am Westufer des Gardasees, das verlassene Dorf Marniga di Brenzona oder über die Contessa mit Tattoo, die Besitzerin der einzigen bewohnten Insel des Gardasees, samt Schloss und Park.
Die Info‑Blöcke sind ausreichend, jedoch mit nur einer Restaurantempfehlung je Ort – manchmal gar keiner (z. B. Peschiera und Umgebung) – eher etwas mager. In solchen Fällen wäre es vielleicht besser gewesen, diesen Punkt ganz wegzulassen.
Die Bilder entschädigen jedoch dafür und machen Lust, den Gardasee bald wieder einmal zu besuchen. Es gibt stimmungsvolle Aufnahmen von Dörfern im spätnachmittaglichen oder abendlichen Licht, eindrucksvolle Landschaftsbilder und gelungene Detailaufnahmen von Besichtigungsvorschlägen. Auch die Übersichtskarten sind sehr gut und detailliert.
DuMont wirbt mit „exklusiven Bildern“, was zumindest bei einem Motiv nicht zutrifft: Ein Foto vom Monte Baldo fand ich bereits in einer Reportage von „abenteuer & reisen“ aus dem Jahr 2009. Auch eine Bildunterschrift scheint fragwürdig: „…wo die edlen Tropfen teils noch in jahrhundertealten Eichenfässern reifen…“. Gemeint sind die Weinfässer des Weinguts Zeni. Da Wein die Inhaltsstoffe des Holzes auslaugt und Fässer je nach Verwendung nach 30 bis 50 Jahren ersetzt werden müssen, ist diese Aussage wohl eher ungenau.
Infos: erschienen 2011 im Verlag MairDuMont, ISBN 10: 3770192621
Zum Autor: Jochen Müssig kennt den Gardasee seit seiner Kindheit und verbringt jedes Jahr mehrere Wochen dort.
Zum Fotografen: Michael Riehle hat bereits mehrere DuMont‑Bildatlanten fotografiert.
Rom DuMont Bildatlas
Der Leser erhält ein junges und modernes Bild dieser antiken Stadt – einfach einladend
Barbara Schaefer, die Autorin, schreibt in einem unterhaltsam‑modernen Stil. Frank Heuer, der Fotograf, setzt Typisches wie Verstecktes gekonnt ins richtige Licht. In dreizehn Kapiteln beschreiben die beiden Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse in Worten und Bildern – so ansprechend, dass man am liebsten sofort wieder nach Rom reisen möchte.
Da wäre zum Beispiel das Bild der Via Appia mit zwei Ausflüglern auf einer Vespa, Baujahr 1954 – damals DAS Verkehrsmittel der Römer. Als Kontrast folgt das 2010 eröffnete Museum der Moderne, das „Maxxi“. Gleich darauf wird man in die abendliche Stimmung der Piazza Navona entführt. Ein eigenes Kapitel ist der „Alta Moda auf High Heels“ gewidmet, natürlich auch dem antiken Rom.
Dazwischen finden sich Übersichtskarten und Hinweise, was wo zu finden ist. Der Vatikan, verblasste Mythen, moderne Kunst oder eine herrliche Straßenszene: links vollbesetzte Tische einer Trattoria, in der Mitte eine vorbeifahrende Straßenbahn, rechts die Tische der nächsten Trattoria – und alles mitten in Rom. Auch das neue Szeneviertel il Testaccio wird ausführlich vorgestellt, mit besonders animierenden und aussagekräftigen Bildern. Ein Kapitel widmet sich zudem Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung, vor allem ans Meer bei Ostia.
Ein Serviceteil bietet Informationen zum „Roma Pass“, zur Touristen‑ und Kulturkarte, zum Rauchverbot, zum „Scontrino“ – dem Kassazettel – sowie Klimadaten (Temperaturminimum im Dezember: 13 °C …). Ein Register rundet den Bildatlas ab. Insgesamt ist dieser rund 100 Seiten starke Band eine gelungene Mischung aus wunderbaren Bildern und guten Texten über ein modernes Rom.
Infos: erschienen 2011 im Verlag MairDuMont, seit März an Kiosken erhältlich, ab Mai 2011 im Buchhandel
ISBN 10: 3770192737
Zur Autorin: Barbara Schaefer lebt zwar in Berlin, verbrachte für die Recherche jedoch mehrere Monate in Rom, das sie bereits von vielen Reisen kennt.
Zum Fotografen: Frank Heuer fotografierte zuvor bereits den DuMont Bild
„Laguna – Venedigs Inselwelten“
Stimmungsvolle Bilder halten den Jahreslauf auf den Inseln der Lagune von Venedig fest: von Pellestrina, Mazzorbo, Sant’Erasmo, Caroman, San Lazzaro degli Armeni, Murano, Burano, Torcello, Poveglia, Le Vignole und vielen weiteren Inseln und Inselchen.
János Kalmár versteht es meisterhaft, alltägliche Szenen und verträumte Winkel der bekannten und weniger bekannten Inseln der Lagune fotografisch einzufangen. Farbenfrohe Motive wechseln mit ruhigen, fast melancholischen Stimmungen, die über der Lagune liegen.
Alfred Komarek, gebürtiger Bad Ausseer, bringt dem Leser in fünf interessanten Beiträgen die Geschichte, das Leben und die Menschen der Lagune näher. Ob Hermann Hesse, Donna Leon, Thomas Mann oder Zitate aus dem Volksmund – beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, in eine Welt abseits von Touristenrummel und Klischees einzutauchen. Komarek skizziert dabei auch eindrucksvoll den Aufstieg und das tragische Ende der einstigen Weltmacht Venedig, die ohne die Lagune und ihre Menschen nie so mächtig geworden wäre.
Die „Bar Tedeschi“ im Novembernebel, Olindo Bursato hinter dem Tresen, Angelo Gezzo – ein Fischer vom alten Schlag –, Padre Vartanes bei einer Führung durch „sein“ Kloster, das Begräbnisboot, alte Festungsanlagen, ehemalige Krankenanstalten und Irrenhäuser, Kormorane oder Klöppelspitzen: stimmungsvolle Ansichten zeichnen das Bild eines harten, aber auch beschaulichen Lebens auf den Inseln, mit vielen romantischen Momenten.
Die Essays mit gehaltvollen Informationen und Hintergrundwissen über das Leben einst und jetzt geben zudem Einblick in das verworrene bürokratische und wirtschaftliche Gefüge einer Lagune, die vom Untergang bedroht ist. Eine doppelseitige Karte bietet einen guten Überblick über die Lage der einzelnen Inseln. Tipps für Besichtigungen runden dieses wirklich schöne Buch ab.
– Ein Buch, das tiefer geht;
– Ein Buch, das Stimmungen und Alltagsszenen der Lagune einfängt;
– Ein Buch, das mir persönlich sehr gut gefällt, weil auch ich gerne in dieser Art fotografiere und schreibe.
Sicherlich ein Buch für jeden echten Venedig‑ und Italienliebhaber!
Infos: erschienen 2002 im Haymon Verlag; ISBN 3‑85218‑387‑1
Italien für Verliebte, Hotels, Villen, Landhäuser
Ein Bildband mit ausführlichen Beschreibungen der vorgestellten Objekte.
Das Vorwort stammt von Melissa Biggs Bradley, amerikanische Reiseredakteurin und Reisebürobesitzerin. Die Autorin, Meg Nolan, ist Redakteurin und seit einigen Jahren bekennende Italien‑Verliebte. Der Fotograf, David Cicconi, ist Amerikaner mit italienischen Wurzeln. Das Buch selbst ist ein für Amerikaner gemachtes Bilderbuch – und das merkt man auch im Stil der Texte.
Einige Kostproben: „…La Posta Vecchia…, Hotel zur Post, so die wörtliche Übersetzung…“ – die korrekte Übersetzung wäre allerdings „Hotel zur alten Post“. Oder: „…mit einem Ping‑Pong‑Tisch, einem Tischfußball und mehreren TV‑Schirmen ausgestattet, eignet sich die Villa ausgezeichnet für Familien…“. Überhaupt sollte man beim Lesen der deutschen Übersetzung ein wenig Englisch im Hinterkopf behalten, wenn von einer „splendiden Einsamkeit“ oder einem „infinity pool“ die Rede ist.
31 Hotels, Villen und Landhäuser der 4‑ und 5‑Sterne‑Kategorie in Festland‑Italien werden vorgestellt – vom kleinen Vier‑Betten‑Romantikhaus bis zu großzügigen Refugien. Die Beschreibungen sind gut lesbar, wenn man von manch amerikanisch‑überschwänglicher Formulierung absieht. Viele der Häuser befinden sich nicht in italienischem Besitz, sondern gehören Amerikanern, Südafrikanern (der seinen Park mit Statuen aus Zimbabwe schmückt), Iren oder Engländern. Das spiegelt sich oft im internationalen Stil der Einrichtungen wider, wodurch das erwartete italienische Flair manchmal in den Hintergrund tritt. Meg Nolan hat die Häuser klar aus amerikanischer Sicht ausgewählt – was nicht immer dem Geschmack eines Mitteleuropäers entsprechen muss.
Fotograf Cicconi liefert durchwegs stimmungsvolle Fotos mit vielen Details. Allerdings gibt es auch Ungereimtheiten: Ein Terrassenausschnitt mit leeren, wenig einladenden Tischen soll der Ort sein, an dem das Frühstück serviert wird. Ein anderes Bild zeigt ein fast leer gegessenes Frühstücksbuffet, obwohl der Text von „frischen Produkten der Region“ spricht. Und eine Terrasse mit zugeklappten Sonnenschirmen und abgeräumten Tischen soll zum „Dinieren unter freiem Himmel“ animieren. Ein Blick auf die Homepages der vorgestellten Häuser zeigt übrigens, dass es durchaus attraktivere Motive gegeben hätte.
Als Kenner Italiens und seiner Unterkunftsvielfalt meine ich dennoch, dass das Buch einige interessante Ideen zum Ausprobieren bietet. Die Bandbreite der Nächtigungskosten reicht von etwa € 250 bis über € 2.500 pro Zimmer und Nacht. Ob allerdings alle Objekte wirklich für Verliebte geeignet sind, hängt stark vom individuellen Geschmack ab.
Infos: Erschienen 2008 im Christian Brandstätter Verlag, Wien; ISBN 978‑3‑85033‑196‑8
Amalfiküste
Die Amalfiküste zählt für mich zu den schönsten Urlaubsregionen Italiens – vorausgesetzt, man ist nicht in erster Linie auf Badeurlaub aus.
Dieser Bildband mit einigen Textseiten lässt mir „die Zunge heraushängen“, wenn ich darin blättere: Er zeigt die Landschaft, die Menschen, das Lebensgefühl, die Stimmungen und geschichtliche Rückblicke – einfach ein schöner Bildband zum Träumen.
Erschienen 2002 im Bucher Verlag, einem Unternehmen der Econ‑Ullstein‑List‑Verlagsgruppe, München; ISBN 3‑7658‑1315‑X
Florenz aus der Luft
Dieses „alte“ Buch habe ich wieder in meinen Regalen entdeckt: Beim Blättern kann ich durch Florenz und seine nähere Umgebung streifen, und Erinnerungen an frühere Reiseleitungen werden wach. Stimmungsvolle Aufnahmen, manche im untergehenden Sonnenlicht, und Perspektiven auf Objekte, die man als Tourist gar nicht sehen kann – einfach pures Toskana‑Gefühl!
Meine vorliegende Ausgabe ist 1990 im Bucher Verlag, München/Luzern, erschienen; ISBN 3‑7658‑0649‑8.
Italien aus der Luft
Luftaufnahmen von Italiens Städten, Dörfern, Feldern, Wäldern, Sehenswürdigkeiten, türkisblauen Buchten rund um Sardinien und vielem mehr.
Das Besondere an diesem Buch sind die Detailaufnahmen und die Bilder von meist unbekannten Gebieten oder Orten, die aufgrund ihrer Lage oder Struktur besonders sehenswert sind.
Auf 240 Seiten im Großformat präsentiert sich Italien vom Aostatal bis zur Insel Pantelleria – mit teilweise faszinierenden Bildern.
Erschienen im Karl‑Müller‑Verlag, Deutschland; ISBN 3‑89893‑250‑8.
Diesen herrlichen Bildband im Großformat, „Marca Nobilissima“, habe ich aus Italien – genauer gesagt aus Treviso – mitgebracht.
Er enthält die schönsten Aufnahmen aus der Stadt und der Provinz Treviso.
Prachtvolle Villen, pittoreske Altstädte und zahlreiche Detailaufnahmen zeigen die sogenannte „Marca Trevigiana“ von ihrer schönsten Seite – ein Bildband, der richtig Lust auf Italien macht.
Beschreibungen in mehreren Sprachen.
Erschienen bei „Edizioni Grafiche Vianello s.r.l.“; ISBN 88‑7200‑049‑1