Wer einmal Reiseleiter war,
hat das Fegefeuer bereits hinter sich!

Emilio Tacchini (* 1896: † 1981)
wie wahr, wie wahr...

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Tipps aus meiner langjähriger Praxis im Reisebüro und bei Reiseleitungen

Tipps für die Beratung im Reisebüro

Beratung im Reisebüro

Manchmal hat man den Eindruck, das Reisebüro habe einen nicht richtig beraten oder etwas anderes über das Hotel erzählt. Damit es gar nicht erst zu Missverständnissen kommt, hier einige Tipps, worauf man bei einer Buchung im Reisebüro achten sollte:
Formulieren Sie Ihre Wünsche klar und eindeutig.
Nur nebenbei zu erwähnen, „ein Hotel mit Swimmingpool wäre nett“, reicht nicht aus, um später nachweisen zu können, dass dies tatsächlich vereinbart wurde.
Soll eine Reise nur unter bestimmten Bedingungen fix gebucht werden, muss dies ausdrücklich und nachweisbar vereinbart sein.
Da ein Reisebüro nur das zusagen kann, was auch im Katalog oder in den Unterlagen des Reiseveranstalters steht, sollten besondere Wünsche unbedingt schriftlich in der Buchungsbestätigung festgehalten werden.
Ändern sich wesentliche Punkte des Reisevertrags nach Vertragsabschluss, kann der Reisende zurücktreten – und unter bestimmten Umständen auch Schadenersatz verlangen.
Ein häufiger Irrtum:
Ein Reisebüro ist nicht verpflichtet, das preisgünstigste Angebot zu vermitteln. Daher besteht auch keine Haftung, wenn der Reisende später ein günstigeres Angebot findet – außer es wurde ausdrücklich und nachweisbar zugesichert, dass es sich um das günstigste Angebot handelt.
Prüfen Sie die Buchungsbestätigung sofort und sorgfältig.
Kontrollieren Sie, ob alle Angaben korrekt sind und ob die gewünschten Leistungen tatsächlich vermerkt wurden.
Unterschreiben Sie nichts ungelesen.
Immer wieder berichten Kunden, dass sie eine Reisebestätigung ungeprüft unterschrieben haben – und später feststellen mussten, dass falsche Angaben enthalten waren. Dann ist es meist zu spät.
Werden Ihnen Unterlagen mit Abweichungen zugeschickt (per Mail, Fax oder Post), reklamieren Sie diese umgehend.
Auch bei der Übernahme der Reiseunterlagen gilt:
Nochmals prüfen, ob die Reise mit der gebuchten und besprochenen übereinstimmt und ob alle Leistungen enthalten sind. Abweichungen sollten sofort reklamiert und schriftlich festgehalten werden.

Tipps für Familien, die einen Urlaub planen

Koffer

Tipp Nr. 1 – Rechtzeitig mit der Familie buchen
→ Je größer die Familie, desto schwieriger wird es, kurzfristig familiengerechte Hotelzimmer oder Appartements zu bekommen. Daher gilt: Angebote frühzeitig studieren und möglichst bald buchen – kurzfristige Sonderangebote für größere Familien sind eher unwahrscheinlich.
Tipp Nr. 2 – Auf den Endpreis achten, nicht nur auf Ermäßigungen
→ Viele achten zuerst auf Kinderpauschalen oder hohe Kinderermäßigungen. Entscheidend ist jedoch immer der Endpreis. Manche Veranstalter bieten zwar großzügige Kinderermäßigungen, haben aber höhere Grundpreise für Erwachsene. Ein Appartement – oft auch mit Frühstück oder Halbpension buchbar – kann daher trotz fehlender Kinderermäßigungen günstiger sein als ein Hotel mit Kinderfestpreisen.
Tipp Nr. 3 – Zimmerbelegung clever planen
→ Wenn Sie mehrere Kinder haben und zwei Zimmer benötigen, ist für die Preisberechnung nicht entscheidend, wer im Urlaub tatsächlich mit wem im Zimmer liegt. Um den günstigsten Gesamtpreis zu erzielen, muss man die Familie manchmal „ideenreich auseinanderlegen“ und verschiedene Varianten durchrechnen.
Tipp Nr. 4 – All inclusive oder nur Frühstück?
→ Rechnen Sie einmal Ihren letzten Urlaub mit Halbpension durch: Getränke, Eis, Snacks und andere Extras summieren sich schnell. Oft zeigt sich, dass All‑inclusive‑Angebote günstiger oder zumindest gleich teuer sind – aber deutlich bequemer und besser kalkulierbar, besonders mit Kindern.
Reisen Sie ohne Kinder, ist hingegen häufig Übernachtung mit Frühstück die attraktivere Variante, weil Sie Land, Leute und die regionale Küche besser kennenlernen können.

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Worauf man bei Ausflügen achten sollte

Moped im Urlaub

Egal, ob Sie ein Mietfahrzeug über die Reiseleitung oder direkt bei einem Verleiher buchen – in beiden Fällen sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:
Bei Fahrrädern:
Gibt es eine Luftpumpe? Wie sehen die Reifenprofile aus? Wackelt die Vorderradgabel oder der Lenker? Letzteres wäre ein Hinweis auf einen gefährlichen Defekt.
Bei Motorrädern:
Bremsen und Kupplung überprüfen, ebenso den Ölstand und die Reifenprofile. Außerdem unbedingt klären, ob die Versicherung ausreichend ist.
Bei Autos:
Bremsen, Licht und Kupplung kontrollieren. Ist ein Reserverad vorhanden? Passen die Schraubenschlüssel zu den Radmuttern? Und auch hier gilt: Versicherungsschutz genau prüfen.
Wichtig für alle Fahrzeugtypen:
Halten Sie stets die Telefonnummern des Verleihers, von Werkstätten und Pannendiensten bereit.
Ein praktischer Hinweis: In vielen Ländern ist man mit dem Taxi – inklusive Fahrer – oft günstiger unterwegs als mit einem selbst gemieteten Fahrzeug.

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Wenn ein Koffer nicht ankommt

Grundsätzlich gilt: Für das Verladen Ihres Gepäcks am Flughafen ist die jeweilige Flughafenbetriebsgesellschaft verantwortlich – nicht die Fluglinie, mit der Sie fliegen, und auch nicht Ihr Reiseveranstalter.
Warum kommt ein Koffer manchmal nicht an (genauer: nicht mit derselben Maschine)?
Meist wird das fehlende Gepäckstück versehentlich in ein falsches Flugzeug verladen. Es kann aber auch vorkommen, dass Ihr Koffer zwar im richtigen Flugzeug ist, jedoch im „falschen“ Frachtraum. Bei Zwischenlandungen werden einzelne Frachträume entleert, wenn Passagiere aussteigen oder neue zusteigen. Wird dabei der falsche Frachtraum geöffnet, kann Ihr Koffer versehentlich zurückbleiben.
Kommt Ihr Koffer nicht an oder erhalten Sie einen stark beschädigten Koffer zurück, gilt: Melden Sie den Schaden sofort in der Gepäckhalle am „Lost and Found“-Schalter und bestehen Sie auf einer schriftlichen Bestätigung.
Ist der Koffer beschädigt, bieten manche Fluglinien sofort Ersatzkoffer an. Bei leichteren Schäden müssen Sie sich nach Ihrer Rückkehr direkt an die Fluglinie wenden. Häufig wird nur der Zeitwert ersetzt – bei älteren Koffern ist daher wenig zu erwarten.
Bei Gepäckschäden haftet grundsätzlich die Fluglinie, nicht der Reiseveranstalter oder das Reisebüro. Nur bei Pauschalreisen ist der Reiseveranstalter für die Schadensbearbeitung zuständig – auch wenn dies in der Praxis nicht immer reibungslos funktioniert, wie ich selbst einmal erlebt habe.
Ist der Koffer verschwunden, gibt es zwei Möglichkeiten:
Variante 1: Er taucht wieder auf. Dann muss die Fluglinie ihn auf ihre Kosten in Ihr Urlaubshotel oder nach Hause liefern.
Variante 2: Er bleibt endgültig verschwunden. In diesem Fall haftet die Fluggesellschaft nach dem sogenannten Montrealer Übereinkommen.

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Noch ein paar praktische Tipps:

Wichtige Dinge ins Handgepäck geben.
Reisepass, Reisegutscheine, Medikamente und andere unverzichtbare Gegenstände gehören immer ins Handgepäck.
Vorab informieren, was ins Handgepäck darf.
Aufgrund internationaler Sicherheitsbestimmungen ändern sich die Regeln laufend. Informieren Sie sich daher rechtzeitig, welche Gegenstände erlaubt sind.
Kopien wichtiger Dokumente anfertigen.
Machen Sie mehrere Kopien Ihres Passes und anderer wichtiger Unterlagen (z. B. Flugticket) und bewahren Sie diese getrennt in verschiedenen Gepäckstücken auf.
Kinder‑Buggys dürfen meist bis zum Flugzeug mitgenommen werden.
Sie fahren damit bis zum Gate, dort wird er abgenommen und nach der Landung wieder ausgefolgt.
Bargeld auf mehrere Personen aufteilen.
So hat die Reisegruppe im Fall eines Diebstahls immer noch eine Reserve.
Für den Heimflug warme Kleidung ins Handgepäck packen.
Temperaturunterschiede können groß sein – ich selbst flog einmal bei +20 °C ab und kam bei –15 °C in Salzburg an.
Menschen und Kultur des Gastlandes kennenlernen.
Besuchen Sie einen Wochenmarkt! Dort erleben Sie Alltag, Produkte und Atmosphäre des Landes – und verstehen Ihr Reiseziel noch besser.

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Sicherheitstipps – damit Ihnen Ihr Urlaub auch in guter Erinnerung bleibt!

Vorsicht im Urlaub

Kriminalität
Gewaltverbrechen sind zum Glück selten. Kleinere Diebstähle hingegen können erheblichen Ärger verursachen. Beachten Sie daher folgende Verhaltensregeln – nach Erfahrung vieler Reisender lassen sich damit die meisten Probleme vermeiden:
Wichtige Dokumente sicher verwahren.
Deponieren Sie Pässe, wichtige Unterlagen und nicht benötigtes Bargeld im Hotelsafe (sofern vorhanden).
Brieftasche richtig tragen.
Stecken Sie Ihre Geldbörse nicht in Gesäßtaschen oder Jacken, sondern in eine kleine Tasche, die Sie eng am Körper tragen.
Handtaschen auf der straßenabgewandten Seite tragen.
So haben Moped‑Diebe deutlich weniger Chancen.
Menschenmengen meiden und aufmerksam bleiben.
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie angesprochen werden oder sich Kinder in Gruppen nähern – beides sind typische Ablenkungsmanöver.
Beim Einkaufen die Geldtasche diskret halten.
Lassen Sie niemanden in Ihre Geldbörse blicken. So weiß niemand, ob sich ein Diebstahl „lohnen“ könnte.
Keine Gegenstände sichtbar im Auto oder Reisebus liegen lassen.
Auch nicht für kurze Pausen – sichtbare Wertgegenstände locken vor allem Gelegenheitsdiebe an.
Gepäck niemals unbeaufsichtigt lassen.
Das gilt besonders an Raststätten und in Toilettenanlagen.

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