• Ein Sommer wie damals, Italien. Unvergessliche Rezepte, Musik und Amore

    Titel hat bei mir falsche Hoffnungen geweckt, im Buch aber gute Rezepte und manche Reise-Erinnerung

    Der Titel weckte in mir die Hoffnung von längst Vergangenem zu lesen, das einen Aufenthalt in Italien in den 1970er bis 1990er Jahren so unverwechselbar italienisch machte wie beispielsweise Briefmarken oder Zuckerl als Wechselgeld mangels Münzen beim Bezahlen von Kleinigkeiten zu erhalten und ähnliches. Irgendwie enttäuschte mich dann aber der Inhalt und doch nicht. „Cocco bello“ hörte man damals wie heute, „dolce vita“ genießen ist ebenfalls zeitlos in Italien und eine Seite mit Titeln von italienischen Ohrwürmern von seinerzeit gibt es auch. Ich glaube, das ist alles, was so entfernt an „einen Sommer wie damals“ erinnert. Alle anderen Geschichten und Geschichtchen sind eher gegenwartsbezogen oder mit kulinarischem Inhalt. Aber nicht schlecht, nur eben das mit dem „Sommer wie damals“ finde ich persönlich nicht wirklich.

    Das Buch des gebürtigen Italieners, der nun in der Schweiz lebt und arbeitet, besteht aber nicht nur aus Erinnerungen an seine Reiseerlebnisse. So schreibt er über „bottarga“ von Meeräschen, den verschiedenen Tomaten-Verwendungsmöglichkeiten, dem eigentlich nicht vorhandenen Unterschied zwischen „alice“ und „acciuga“ – Sardellen und anderen Dingen. Der Großteil des Buches aber präsentiert Rezepte, jetzt auch nicht nur von „einem Sommer wie damals“, sondern durchaus von heute. Vielleicht mit dem Unterschied, dass Del Principe meist originale Rezepte ausgegraben hat. So beim Rezept für „Spaghetti alla carbonara“: ohne Schlagobers (Sahne) und Schinken meint der Autor, dafür mit „Guanciale“, Schweinebacke.

    Aufgeteilt in die klassische Reihenfolge eines italienischen Menüs – Antipasti, Primi, Secondi (Fisch, Fleisch) und Dolci – gibt es 71 Rezepte, alle immer doppelseitig: eine ganzseitige Farbaufnahme des Gerichts und eine Seite Rezeptur. Diese sind durchaus einfach zum Nachkochen. Manchmal ist vielleicht eine Zutat nicht unbedingt in Mitteleuropa erhältlich, manchmal schlägt Del Principe dafür alternative Zutaten vor. Die Bilder der Gerichte sind sehr anregend, die Bilder von „einem Sommer wie damals“ unterschiedlich in Qualität und Aussage. So glaube ich in einem Bild von Venedig ein Bestattungsboot zu erkennen. Schade, dass es oft keine Bildtexte gibt und somit der Leser nicht erfährt, wo denn diese oder jene Sommeraufnahme gemacht wurde. Grün-weiß-rote Lesezeichen-Bänder erinnern den Leser an die italienische Flagge und wo er zuletzt gelesen hatte.

    Kalbskotelett „Mailänder Art“, Thunfisch-Tatar, Oktopus-Salat, weiße Lasagne, toskanischer Schweinebraten oder Pannacotta mit Sauerkirschen sind Beispiele der Rezepte. Und weil mir einmal ein Kritiker vorgehalten hatte, meine Rezension über ein Kochbuch sei wertlos, weil ich nicht davon schreibe, wie denn die Gerichte schmecken, möchte ich hier anmerken: mir schmecken alle diese Gerichte – auch die Spaghetti mit Sepiatinte, was nicht jedermanns Geschmack ist. Aber es kommt eben immer darauf an, wer diese Rezepte wie kocht! Jedenfalls ist es ein durchaus schönes Buch, das Urlaubserinnerung wecken kann und gleichzeitig bekannte und weniger bekannte Gerichte präsentiert.

    Autor: Claudio Del Principe, erschienen 2016 im Verlag Christian Brandstätter Wien, ISBN 978-3-85033-968-1,

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    gelesen Juni 2016
  • Weinführer Friaul: Die besten Weine und Winzer

    Umfangreiche Informationen mit vielen Tipps zu Winzern, Weinen, Einkaufen und Restaurants

    Wenn ein Weinführer rund 270 Seiten stark ist, die Schriftgröße eher kleiner und die Bilder ebenso kleiner als in einem Bildband, bedeutet das für mich viel Text. Und liest man dann den Text, bietet dieser viel Inhalt und Wissen. Das beginnt schon mit dem einführenden Kapitel, welchen Zweck dieses Buch erfüllen soll und wie man es am besten verwendet. Bei der Übersicht fallen mir die Kapitel „Trends beim Wein“ und die vierseitige Beschreibung der Trink- und Glaskultur auf.

    Messner hat nicht einfach eine Liste von Winzern und Weine geschrieben, sondern beginnt das Buch mit viel Information, zu der auch ein Weinglossar von vier Seiten Umfang gehört. Dann befasst er sich mit den Rebsorten, neben den internationalen natürlich auch mit den autochtonen Rebsorten, also den Friaul-regionalen Rebsorten wie Friulano, Picolit, Ramandolo oder Glera.

    „Das Land der Ronchi“ lese ich da beim ersten Weinbaugebiet, das Messner beschreibt. Nach einleitender Beschreibung werden Winzer beschrieben, mit markantem Titel wie „ein Vordenker“ oder „einfach gute Weine“. Viele Weingüter bieten auch die Möglichkeit der Übernachtung (agriturismo) – das zeigt Messner mit einem Bett- und Sterne-Symbol (für die Preisklasse der Weine) gut sichtbar an. Zwischendurch erklärt er, was Osmizza und Frasca sind und erzählt Geschichtliches, beispielweise dass eine Villa „für einen Grafen zu groß, für einen König zu klein“ war. Einen Besuch des DOC-Weinbaugebiets Friuli Carso, also zwischen Monfalcone und Triest, kann ich nur empfehlen. Landschaftlich und kulinarisch, Messner gibt gute Tipps für Winzerbesuche, den „Prulke“ vom Zidarich sollte man kosten, meine ich aus eigener Erfahrung. Auch Hinweise, wo man Olivenöl kaufen oder gut essen kann, fehlen nicht. Manche Wirte, wie den Devetak, wird man wohl suchen müssen, ist aber die Suche wert, wie ich im konkreten Fall selbst weiß. Auch die Vigneti Pittaro mit ihrem interessanten Weinmuseum kenne ich, die Trattoria Da Toni habe ich auch in guter Erinnerung, und doch, Messner führt nicht alle Geheimtipps an. Das ist gut so, denn irgendetwas sollte ja der Besucher noch selbst entdecken. Jedenfalls bietet die Liste der Weinfeste am Ende des Buches viele Anlässe, in das Friaul zu reisen, mit diesem Führer und wieder etwas Neues zu entdecken.

    Autor Hans Messner, erschienen 2014 im Styria Regional Verlag, ISBN 978-3701201457

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    gelesen August 2014
  • Neapel sehen und genießen; neapolitanische Lebensart und 180 traditonelle Rezepte

    Herrliche Bilder, schmackhafte Rezepte und viel Lebensfreude vermittelt dieses Buch

    „Kurz – das Volk isst sich satt – und verdient sich dabei den Spitz- und Schimpfnamen ‚Mangia Foglia‘ – Blattfresser“, so steht es im einleitenden Kapitel „Historie, Anekdoten und Legenden“. Das nächste Kapitel schildert mit „Leben, Brauch und Tradition“ die Tischkultur in Neapel. „Die Jahreszeiten, das Hügelland und die Küste“ informiert bereits auch über Kräuter der neapolitanischen Küche. Und schließlich beginnen die Rezepte mit „Pasta und Teige – Ratschläge, Techniken und Rezepte“. Was das Buch bis hierher bietet ist aber nicht nur viel Lesenswertes, sondern auch und vor allem Bilder von Menschen, mit Essen, beim Kochen und im Leben. Wer nur einen Funken der Neugierde in sich trägt, sagt schon jetzt sicher: da will ich auch hin!

    Doch der Rezeptteil begeistert weiter durch teilweise ganzseitige, teilweise halbseitige Farbbilder mit hungrig machenden Inhalten. Sehr gut gelöst wurden die Rezeptbeschreibungen durch Mager-Fettdruck-Unterscheidung sowie mittels klar getrennten Absätzen der Zubereitung, die jeweils mit einem roten kleinen Häkchen beginnen. Auch gibt es keine optisch starre Seiteneinteilung, sondern jede Seite ist anders (natürlich liegt der Sache schon ein Layout zugrunde, aber es ist eben optisch so gut gelöst, dass das „System“ gar nicht auffällt). Die Rezepte sind einfach zu lesen und dazwischen gibt der Autor immer wieder Kochtipps. Ein paar Rezepte zum Gusto machen: Saftiger Reisauflauf mit Fleischbällchen, Miesmuschelsuppe mit Tomaten, Nudeln mit Kürbis „Lunga di Napoli“, Linguine mit Garnelen und Kürbisblüten, Kaninchen mit Weißwein, Basilikum und San-Marzano-Tomaten, Oktopusse nach Lucianer Art, knusprige Muscheln aus Blätterteig, gefüllt mit Ricotta und kandierten Früchten oder Baba, die neapolitanische Variante des Guglhupfes;

    Das letzte Kapitel – „von der Kunst des Genießens zur Kunst des Verdauens“ – wird mit einem doppelseitigen Bild eingeleitet. Es zeigt einen etwas dickeren Italiener, der neben seinem kleinen Verkaufsstand von “Granita di Limone“ ein Nickerchen hält. Das Kapitel selbst führt den Leser in neapolitanischen Kaffee, heiße Schokolade, Mandelsirup, den Limoncello, Basilikumschnaps und andere Eigenheiten der Neapolitaner ein.

    Nach dem Rezeptregister und Literaturverzeichnis endet dieses herrliche Buch mit einem Lobpreis an die Frauen „Beato fra le donne!“, einer Danksagung an alle Frauen, die den Autor unterstützt haben. Finde ich sehr nett!

    Erschienen 2012 im Pichler Verlag, ISBN 978-3-85431-608-4, Autor: Dario Santangelo, die Bilder von Diego Santangelo

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    Oktober 2013
  • Neapel genießen - 100 authentische Rezepte und Lokaltipps

    Italienische, authentische Küche, nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Lesen und Anschauen

    Gibt es eine „cucina napoletana“, eine neapolitanische Küche? Warum findet man in den Restaurants von Neapel fast keine Vorspeisen auf der Speisenkarte? Was hat die Küche Neapels mit den Griechen zu tun? Bücher von Sievers sind nie nur Kochbücher, sondern immer auch Geschichtsbücher und Beschreibungen von Mentalitäten und Menschen. Schon in seinem achtseitigen Vorwort erfährt der Leser viel Hintergrundinformation über die Küche am Golf von Neapel. Dann folgt ein mehrseitiges Kapitel über die Küche im griechisch-römischen Zeitalter und was man davon noch heute isst (Pfannkuchen, Gerstenbrei, Toronischer Fisch u.a.).

    Im Kapitel über die „cucina povera“, die „Arme-Leute-Küche“, schildert Sievers, wie die Neapolitaner zu ihrem Spitznamen „mangiamaccheroni“ kamen und über die Geschmacklosigkeit der Reichsten der Stadt im 19. Jahrhundert – sie sahen der ausgehungerten Bevölkerung zu, wenn diese auf Einladung der Reichen sich durch Landschaften von Brei fraßen.

    (Fast) Kein Rezept ohne eine kürzere oder längere Einleitung über dessen Entstehungsgeschichte oder Hintergründe. Spezielle Worte wie beispielsweise „Caciocavallo“ (ein sehr traditioneller Käse) werden in einem Glossar am Ende des Buches erklärt. Natürlich widmet sich Sievers auch ausführlich der Pizza, Calzone und pikanten Torten. Auf 16 Seiten gibt es viel Information und zehn Rezepte wie z. B. für eine rustikale Endivien-Pizza.

    Hauptgerichte, wie Spaghetti mit Fleischbällchen, Maccheroni mit klassischem neapolitanischem Ragout oder „O’pere e o’musso“ (Fuß und Kopf vom Kalb), Lammkeule aus dem Ofen oder Fisch in pikanter Sauce – alle Rezepte sind gut und klar beschrieben, die Zutaten auch in Mitteleuropa erhältlich. Bei den Salaten, Gemüsen, Eiergerichten und Gemüseeintöpfen finde ich auch das allseits bekannte Rezept für „insalata caprese“ – dem Tomaten-Mozarella-Basilikum-Salat wie auch einen Salat aus gekochten Garnelen oder einen Eintopf „Maritata“. Bevor Sievers noch einige Restauranttipps veröffentlicht gibt er Vorschläge für Süßes, Früchte und Liköre, u.a. Struffoli (Honiggebäck), Sfogliatelle (süße gefüllte Teigtaschen) oder Limoncello-Kuchen mit dem Zitronenlikör Limoncello.

    Zu allem gibt es Appetit anregende Bilder sowie Eindrücke von den Menschen und dem Leben am Markt und in Restaurants. Aus den Texten spürt man die persönliche Erfahrung des Autors und gute Recherchearbeit. Es ist einfach rundum ein gelungenes Stück italienische, authentische Küche, nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Lesen und Anschauen.

    Erschienen 2012 im Christian Brandstätter Verlag Wien, ISBN 978-3-85033-601-7, Autor: Gerd Wolfgang Sievers

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    Juli 2012
  • Bioparadies Toskana: Zu Gast bei 100 Bio-Produzenten

    Bioproduzenten aus ganz Europa leben und arbeiten in der Toskana

    Frau Telsche Peters aus Kiel im Norden Deutschlands lebt in Montalcino im Süden der Toskana und schrieb dieses Buch; des einen Winzers Großvater war der erste Kameramann von Alfred Hitchcock, Gabriele dal Prato probiert es in seinen Weingärten mit Klängen einer Posaune, das Gut 'Caia Rosso' ist nach den Prinzipien der chinesischen Harmonielehre Feng Shui gestaltet, von den rund 100 vorgestellten Produzenten sind etwas mehr als die Hälfte im Besitz 'echter' Toskaner, ein Viertel im Besitz aus allen Regionen Italiens Zugereister, der Rest gehört Deutschen, Schweizern, Engländern, Niederländern, Franzosen, ja sogar einem Japaner, einige der vorgestellten Güter sind Kooperativen oder werden von Verwaltern geführt.

    Soweit der eigentlich kurios anmutende Überblick über die Besitzerverhältnisse in der Toskana. Fr. Peters hat es aber gut verstanden, das jeweilige Unternehmen auf meist zwei Seiten treffend zu charakterisieren. Wer denkt, alle 100 Güter werden im selben, monoton gehaltenen Texten dargestellt, der irrt. Jeder Beitrag beginnt anders, hat eine andere Charakteristik, beleuchtet eine andere Facette und lässt durchaus auch persönliche Gefühle der Autorin einfließen. 'Da merkte ich erst, wie viel Zuneigung in zu dem Weingut spürte' (Villa Pomona), den Verwalter des 'Il Palagio' des englischen Musikers Sting bezeichnete sie als 'etwas spröden Gutsverwalters', was mich schließen lässt, dass der Herr nicht redselig oder gastfreundlich war.

    Peters gräbt auch Kurioses aus. So beschreibt sie die 'Locanda Vesuna' und erzählt, dass dort auch schon der amtierende Dalai Lama übernachtet hatte. Sie stellt aber nicht nur biologische Weingüter vor, sondern auch Betriebe mit Käse, Kräuter, Obst, Honig und anderen biologisch produzierten Produkten. Und damit der Leser überhaupt weiß, was Bio ist, gibt sie eine vierseitige Einleitung darüber, samt den Internetadressen der Zertifizierungsorganisationen in der Toskana ' dreizehn an der Zahl. Jedem Produzenten ist ein Infokasten zugeordnet (Adresse, zertifiziert, welche Sprache gesprochen wird, wann geöffnet, welche Kreditkarten akzeptiert werden, wann man es besuchen kann und wo es in Mitteleuropa Importeure der Waren gibt). Interessant auch die Informationen, welche Berufe die Winzer oder 'Bauern' vorher ausgeübt hatten: Ärzte, Manager, Banker, Aussteiger, Pensionisten und andere Berufszweige sind darunter.

    Erschienen 2011 im Styria Regional Verlag, ISBN 3701200599, Autorin: Telsche Peters

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    Oktober 2011
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  • La Pizza Ein gutes Stück Italien

    Ein an und für sehr gutes Geschichts- und Kochbuch, in dem ein Viertel der Bilder unscharf ist

    Das Buch besteht sozusagen aus drei Teilen: 83 Seiten, die entweder aus ganzseitigen oder mehreren Bildern bestehen, 43 Seiten mit Pizza-Rezepten und der Rest von insgesamt 167 Seiten sind Informationen über die Entstehung der Piazza und vor allem aber über die Pizza und Neapel, ihrer wahrscheinlichen (Neu)Geburtsstätte.

    Vorweg ausnahmsweise gleich das große Manko dieses Buches in meinen Augen. 20 von 83 Bildseiten zeigen unscharfe, zuweilen inhaltslose Bilder. Nun bin ich da nicht überkritisch und lasse gerne das eine oder andere künstlerische unscharfe Bild als Stimmungsbild gelten. Aber definitiv 20 Bilderseiten zeigen, teilweise extrem, unscharfe Aufnahmen. Beispielsweise ist das Bild von Toto, einem berühmten neapolitanischen Schauspieler, total verwackelt. Wohl hatte der schwedische Autor dieses Buch bereits im Jahr 2000 auf Schwedisch herausgebracht. Aber einerseits war schon damals die Fotografie technisch sehr gut und andererseits hätte man bei der deutschen Neuauflage mangelhafte Bilder austauschen können.

    Aber trotzdem fällt mein Urteil durchaus positiv aus. Denn der textliche Inhalt ist sehr gut. Dass der Autor Neapel als „Geburtsstadt“ der Pizza mehr oder weniger bezeichnet, lasse ich doch auch so stehen. Zwar ist die Pizza bereits jedenfalls bei den Römern schon nachgewiesen, aber in der Form, wie wir sie heute kennen, sicherlich wohl erst ab der Neugeburt in Neapel im 19. Jahrhundert.

    Bei den Pizza-Rezepten gibt der Autor authentische Rezepte, also aus der Region rund um den Golf von Neapel. Wer eine Pizza Napolitana sucht, sucht (nicht ganz) vergebens – sie heißt original Pizza Marinara und wird so im Buch geführt. Calzone oder mit Sardellen, mit Thunfisch oder Venusmuscheln, mit Rucola oder milden Chilischoten, Zwiebeln oder einfach „weiß“ (mit Büffelmozzarella) – 28 Rezepturen samt einer Grundteigrezeptur finden sich gut geschrieben im Buch, das mit 18 Adressen der besten Pizzerien Neapels schließt.

    Wer also bei den Bildern ein Auge zudrückt (oder ein weiteres, Künstlerisches öffnet), wird seine Freude an diesem Buch haben.

    Autor: Nikko Amandonico, das Buch ist 2011 in der edition styria erschienen, ISBN 978-3-99011-032-4

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    April 2011
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  • Triest genießen, 200 authentische Rezepte und Lokale

    Brückenschlag zwischen der mediterranen und der mitteleuropäischen Küche

    Die Gastronomie Triests besteht nicht nur aus dem Restaurant Scabar und seiner hervorragenden Köchin Ami Scabar oder dem Winzer und Öl-Virtuosen Vitjan Sancin. Den Beweis dafür bringt Sievers in seinem Buch. Wer sich nun ein Kochbuch mit typischen italienischen Rezepten einer Küche, die am Meer liegt, erwartet, ist bis zu einem gewissen Grad enttäuscht. Wobei es für mich eine positive Enttäuschung ist! Denn die Küche Triests und des Karsts, die Siebers samt Lokalen dort, mit einschließt, ist multinational beeinflusst. Aufgrund der über Jahrhunderte zum österreichischen Kaiserreich gehörenden Stadt gibt es Einflüsse aus Slowenien, Istrien, dem östlichen Mittelmeer, des Judentums und natürlich der k.k. österreichischen Küche: Guglhupf, Dobsch-Torte, Liptauer, Kaiserfleisch oder Wurstsemmel mit Wiener Würstchen (Frankfurter) sind einige Beispiele dafür.

    Ein echt Triestiner Gericht wäre die Jota, eine „wässrige Suppe“, so die Übersetzung, deren Ursprung ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Doch natürlich gibt es auch zahlreiche Speisen, die mit Zutaten aus dem Meer bereitet werden: z. B. Rezepte für den Drachenfisch, Thunfisch (roher Thunfisch mit Olivenmarinade), Sardellen und Sardinen nach Triestiner Art, Fleckerl-Nudeln mit Tintenfischsoße; ein Kennzeichen, dass die Küche schon mehr vom nördlichen Hinterland beeinflusst ist, findet sich in der zahlreichen Verwendung von Fleisch. Bollito misto e luqaniqhe – die absolute Leibspeise der Triestiner besteht aus Wiener Würstchen, Krainer Würstel, Kaiserfleisch, gemischtes gekochtes Schweinernes, Schweinerippchen, gekochten Schweinekamm, Schweinschulter, -kopf und –füße, Rinderzunge und Kuheuter. Dann gibt es zu diesen Eigenheiten auch immer Erklärungen von Siebers, was das Buch in gewisser Hinsicht zu einem gastronomischen Geschichtsbuch werden lässt.

    Vorspeisen, Hauptspeisen, Beilagen, Salate, alles kommt zu Wort und auch die Nachspeisen. Apfelstrudel nach Karst-Art, Pinze - ein Feiertagsgebäck, das einem Fladen ähnelt, Presnitz – ein typischer Osterkuchen aus der k.k. Monarchie, Kaffeecreme – Triest war und ist ein wichtiger Kaffeehandelsplatz – weltberühmt die Firma Illy;

    Am Ende des Buches gibt es Lokaltipps, die über den gesamten Karst bis Görz reichen, ein Glossar sowie Rezeptregister auf Italienisch und Deutsch. Und im Buch verstreut appetitanregende Bilder von Speisen sowie Bilder von Lokalen und Köchen. Die Rezepte sind gut verständlich geschrieben, die Zutaten wohl größtenteils auch in Mitteleuropa erhältlich. Ein Buch, das ich als Brückenschlag zwischen der mediterranen und der mitteleuropäischen Küche bezeichnen könnte.

    Autor: Gerd Wolfgang Sievers, das Buch ist 2011 im Christian Brandstätter Verlag erschienen, ISBN 978-3-85033-496-9

    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    April 2011
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  • Cantinetta Antinori, zu Tisch in der Toskana

    Schöne Bilder, viele einfache Rezepte und das toskanische Unternehmen Antinori

    Der Einleitungstext von Fr. Wiesner über die Toskana, die Küche und die Geschichte der Familie Antinori hat bei mir beim Lesen den Eindruck der Überschwänglichkeit, des leichten Vergötterns der Familie Antinori und ihrer Leistungen (die übrigens auch Italien nicht ganz unumstritten sind in Bezug auf den Weinbau) erweckt. Sie erklärt, wie aus einem alten Brauch in Florenz, einst durch „Porticciole“ (kleine Fenster) in den Adelspalästen hinaus die Produkte der Landwirtschaften dieser Adeligen verkauft wurde. Daran knüpfen die eleganten vier „Cantinette Antinori“ in Florenz, Zürich, Wien und Moskau wieder an, wenn auch zu anderen Preisen als seinerzeit in den Gassen von Florenz.

    Viele der über 160 Rezepte sind einfacher Art und meines Erachtens von jedermann zu kochen. Sie sind nach den vier Jahreszeiten unterteilt und bei jedem Rezept findet sich eine Weinempfehlung, die allerdings mehrheitlich ein gewisses Loch in die Haushaltskasse reißt. Carmen Wieser beschreibt die toskanische Küche als „bodenständig und einfach, aber raffiniert und kulinarisch aufregend zugleich…“. Den zweiten Teil ihrer Aussage finde ich in manchen typisch toskanischen Gericht durchaus bestätigt, wie beispielsweise bei den zahlreichen Crostini- Rezepten, der Toskanischen Gemüsesuppe, Kaninchen in Rosmarin, Polenta mit Salsicce, frittierten Zucchiniblüten, gefüllten Artischocken, Kastanienkuchen oder Mandelkekse mit Vin Santo;

    (Teilweise sehr) Schöne Bilder auf den rechten Seiten, die Zutaten und Rezepturen auf den linken Seiten, ein Glossar, das über verwendete Ausdrücke aufklärt und ein Rezeptverzeichnis machen dieses Buch zu einem ganz netten Kochbuch, wenngleich für mich der Preis nur aufgrund der guten Bilder und gelungenen Gestaltung des Buches gerechtfertigt ist, nicht aber aufgrund doch vieler einfacher Rezepte (Beispiele: gefüllte Paprika, Risotto mit Spargel, toskanischer Brotsalat, Omelette, Bohnensuppe, geschmorrte Erbsen mit Schinken, gefüllte Zucchini, Hühnchen in Chianti-Sauce, Kalbsbraten in Kräuter-Brotkruste, Kalbskotelett, Kutteln, Crème Caramel, Rosmarinbrot, Erdbeertorte, Kranzkuchen, Apfelkuchen).

    Es ist also ein Italien-Kochbuch des guten Durchschnitts, das unter dem Aufhänger der Cantinetta Antinori segelt, aber kaum Überraschungen bereit hält.

    Das Buch ist 2010 im Brandstätter Verlag erschienen, ISBN 978-3-85033-451-8

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    Tutto Pesto

    Eine ligurische Spezialität erobert Europa

    Gut 100 Rezepte bietet dieses kleine, aber feine, knapp 80seitige Büchlein. Pesto mit Bärlauch, Datteln, Fenchel, Kräutern, Minze, Nüssen, Oliven, Pilzen, Tomaten und vielen anderen Zutaten. Die Rezepte können von jedermann zubereitet werden und sind sehr schmackhaft, wie erste Versuche ergeben haben. Bei jedem Pesto informieren einige Zeilen über die jeweilige Grundzutat, deren Wirkungsweise und wie man sie richtig verwendet.

    Ansgar Pudenz animiert mit ganzseitigen Bildern zahlreicher Zutaten, gleich einmal z.B. ein Petersilien-Pesto oder ein scharfes Thai-Pesto auszuprobieren. Ria Lottermoser, die alle Rezepte zusammen getragen hat, meint zwar mit Hinweis sehr aufwendig, dass man das Pürieren im Mörser mit Hand vornehmen könnte, aber eine Küchenmaschine oder Stabmixer viel praktischer wären. Praktischer ja, aber jeder Ligurer schüttelt dabei seinen Kopf: das echte Pesto bekommt seinen wahren Geschmack nur im Mörser!

    Das Büchlein wurde von Ria Lottermoser in der edition Styria 2010 herausgebracht, ISBN 978-3-99011-008-9
    Buch die Pastabox

    Ebenfalls von Ria Lottermoser:
    Die Pastabox, eine kulinarische Schatzkiste aus Italien
       eine informative, ganz nette Idee, aber mehr auch nicht. Pasta-Rezepte in A-5-Format quer, laminiert, zum Aufstellen am Tisch;
    Erschienen 2010 in der edition Styria, ISBN 978-3-99011-010-2
    bei amazon: Die Pasta Box, Rezeptkarten

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    Venedig genießen, 200 authentische Rezepte und Lokaltipps

    Anregende Bilder machen Appetit auf baldiges Ausprobieren der Rezepte

    „Sprizz alla venexiana“, „Cicchetti“ wie Thunfischbällchen, Meeresspinne auf venezianische Art, natürlich „Carpaccio di Cipriani“, „Risi e bisi“, Tintenfische im eigenen Saft, gemischtes Kochfleisch auf venezianische Art, venezianische Polenta, venezianischer Pudding, Zabaione (Weinschaum), Kürbis in Milch – das in sieben Kapiteln aufgeteilte Koch- und Bilderbuch gibt dem Leser einen tiefen Einblick in teilweise uralte Rezepte der Lagunenstadt. Aber Sievers bietet nicht nur Rezepte an. Bei vielen gibt er Hinweise zu ihrer Geschichte, lässt Tipps einfließen und erklärt, weshalb es in der venezianischen Küche kaum Fleischspeisen gibt, jedoch umso mehr Gerichte mit Fisch und Geflügel aller Arten. Natürlich dominiert das Getier aus dem Meer, aber es gibt auch Rezepte für Eintöpfe, Suppen, Nudelgerichte und Omelettes. Die Rezepte stammen von guten venezianischen Freunde und deren Großmüttern.

    Er hat Lieblingsgerichte, bietet manchmal verschiedene Variantenvorschläge, ich spüre einfach, dass Sievers sich in Venedig vertieft, hinein gelebt hat. Auch an der Auswahl seiner Rezepte erkenne ich, dass er sich in den Töpfen der Serenissima sehr gut auskennt und alles auch selbst mindestens einmal gekocht hat.

    Appetit anregende Aufnahmen vieler Gerichte und Bilder aus dem Alltagsleben Venedigs machen dieses Rezeptbuch zu einem farbenfrohen „Küchengeschichtsbuch“. 34 Lokaltipps für die Stadt und Lagune Venedig, ein kulinarisches Glossar sowie ein Rezeptregister auf Italienisch und Deutsch vervollständigen dieses auch optisch sehr gut gemachtes Buch.

    Erschienen im Christian Brandstätter Verlag, 2010, Autor: Gerd Wolfgang Sievers, ISBN 978-3-85033-406-8

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    Friaul genießen, 200 authentische Rezepte und Lokaltipps

    Ein Buch mit Rezepten ist nur etwas für KöchInnen! Grundfalsch und schon erst recht nicht zutreffend, wenn es um ein Rezeptbuch aus dem Friaul geht. Aber aufgepasst, es geht wirklich nur um das „Friaul“, der nördlichen Provinz der Region Friaul Julisch-Venetien. Also jenem Gebiet etwa von Udine bis in die Berge!

    Warum dieses Buch für alle und nicht nur für „Ausführende“ ist? Weil zum einen schon das Lesen der Rezepte dem Leser das Wasser im Munde zusammenrinnen lässt. Und zum anderen, weil Gerd Wolfgang Sievers das Buch mit vielen animierenden Fotos gespickt hat. Diese alleine lassen mich das Buch immer wieder in die Hand nehmen und darin blättern.

    Das übersichtlich gestaltete Buch gliedert sich in Vorspeisen (inkl. kleiner Happen), Suppen und Eintöpfe, Fische und Meeresfrüchte, „Primi Piatti“ (Pasta, Orzotto, Risotto, Gnocchi), „Secondo Piatti“ (Hauptspeisen mit Käse, Geflügel, Fleisch und Fisch), gefolgt von Pilzen, Gemüse und Eierspeisen und findet in Desserts, Früchten und Likören seine Abrundung. Jedes Rezept besteht aus einer Übersicht der Zutaten und eben der Zubereitungsbeschreibung. Diese lässt sich gut und einfach lesen und kochen. Meine Tochter, leidenschaftliche Köchin von Einfachem und Raffiniertem, hat mir dies fachlich bestätigt, da meine persönlichen Kochkünste zwar gelernt aber brachliegend sind. Da ich die gesamte Region nun seit 30 Jahren bereise, sind mir viele der Gerichte persönlich bekannt.

    Zu einem guten Kochbuch gehören natürlich auch ein kleiner Restaurant- und Weinfesteführer sowie ein Glossar der italienischen Fachausdrücke und ein Register Italienisch – Deutsch, Deutsch – Italienisch; alle diese Dinge sind in diesem ansprechenden Buch zu meiner Zufriedenheit vorhanden.

    Abschließend noch ein kleiner Vorgeschmack daraus: „Pirùs e Formadi“ (Birne mit Käse), Garnelen und Tintenfische mit Zitrone, „Sardelle in Savor“ (marinierte Sardellen, etwas Typisches für Nordostitalien), karnische Bohnesuppe mit Pasta, „Boreto“ (friulanischer Fischtopf), „Blecs al Tazzelenghe“ (Blecs mit Tazzelenghe-Sauce), Polenta, “Cjalcions“ (Festtags-Ravioli), „Frico cu Lis Patatis“ (Käse Kartoffel Speise), „Musèt e brovade“ (Musèt mit sauren Rüben), “Ôcje dal Contadin“ (aromatische Gans), Eselgulasch, Bacchus-Creme mit Ramandolo, Weihnachts-Nocchi (Süßes), Pistum, Gubana, Maroni- oder Ricotta Torte.

    Erschienen im Christian Brandstätter Verlag, 2009, ISBN 978-3-85033-228-6

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    Von Venedig nach Triest, Traumstraße der Genüsse

    So heiter wie die drei Herren am Titelbild, so heiter auch das Buch selbst! Etwas mehr als 160 Ristoranti, Trattorie und Hosterie zwischen Venedig und Triest zwischen der Autobahn und der Küste werden von Christoph Wagner beschrieben.

    Humorvoll, ehrlich und animierend werden ganz finstere Kneipen ebenso wie ein paar sündteure Fresstempel dem Leser näher gebracht. Es sind dies aber keine Erkenntnisse eines einmaligen Kurzbesuches, sondern das Ergebnis Jahrelanger wiederholter Erlebnisse. Weshalb Wagner auch in seinen einleitenden Worten darauf hinweist, dass ein im Buch erwähnter Kellner bei Ihrem Besuch vielleicht schon in Pension sein könnte oder nicht mehr Mama, sondern ihre Tochter das berühmte Polenta-Gericht kocht.

    Herrliche Fotos von Kurt-Michael Westermann lassen dem Leser das Wasser im Mund zusammenrinnen. Doch nicht nur trockene Informationen wie Öffnungszeiten oder Telefonnummern finden sich bei den Beschreibungen. Hintergrundinfos über die Geschichte einzelner Restaurants und deren Besitzer, Aufstieg und Fall eines Gourmettempels sowie allgemeine Informationen über Stadtviertel von Venedig, Landstriche oder Städte, stets auch aus dem kulinarischen Blickwickel geschrieben, ergeben ein sehr lebendiges Buch.

    Lesen Sie also selbst vom Gänsebraten im Birnbaumschatten, vom Panini-König von San Bartolomeo, vom Lokal "...C'era una volta" (... es war einmal...), von der Villa des lüsternen Bischofs, von der Operation Wildsau oder vom Lokal "Zur geschmacklichen Einheit - Ein Buch, das auch dem Kenner der Region noch einiges an Neuem bereit hält!

    Erschienen im Carinthia Verlag, die mir vorliegende Ausgabe ist bereits die zweite Auflage 2007, ISBN-10: 3-85378-611-1, ISBN-13: 978-3-85378-611-6

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    Wein in Friaul
    , Vom Collio bis zur Adria. Winzer, Wege, Wissenswertes

    Also, gleich einmal vorweg: Evelyn Rupperti, von der viele Texte stammen, Hannes Tschemernjak, von dem das Expertenwissen ins Buch einfloss und Ferdinand Neumüller, dem exzellente Momentaufnahmen im und vom Friaul und seinem Wein gelangen, sei ein Kompliment ausgeschrieben: Kenner, Könner und ein Buch für viele Leser!

    Der Wermutstropfen für mich ist die eigenartige Gestaltung des Layouts in Bezug auf verwendete Schriftarten und -größen: zu viele, zu viele total verschiedene Schriftarten und -größen machen das Buch - für mich - schwer lesbar, etwas unübersichtlich (Überschriften sind kleiner als die Texte darunter...).

    Aber zurück zum Inhalt.

    Rupperti und Tschemernjak berichten nicht bloß über Wein und Weinbauern. Sie schreiben kompetent fachlich über alles, was sich rund um den Wein dreht: Geschichtliches, von den verschiedenen Rebsorten (und da viel Wissen über alte Rebsorten, wie der Glera), von der Philosophie der Winzer, von möglichen Einkehr- und Verkostorten und dazu gibt es wirklich animierende Bilder: Weinreben, Weinkeller, Menschen, stimmungsvoller Arrangements von Bouteillen, unterhaltsame Aufnahmen aus den Weingärten, aber auch und vor allem: Portraits von jenen Menschen, die hinter den Weinen stehen: von den Winzern.

    Jedem Winzer sein Adressfeld mit Email, Telefon, Internetadresse usw. Erklärungen, was ein "Tajut" ist, Streifzüge durch Lokale wie beispielsweise in Görz; was mir als Kenner des Friaul auffällt ist, dass beide Autoren nicht einfach Winzer um Winzer oder und Unterkunft oder Restaurant aufzählen, weil vorhanden - nein, sie kennen sich auch atmosphärisch sehr gut aus. Sie wissen genau, was gut ist und was lieber unerwähnt bleiben möge (was durchaus da und dort seinen guten Grund hat...). Selbst die "Fachberichte" über Winzer und ihre Weine sind so interessant und abwechslungsreich gehalten, dass sie eigentlich jedermann genießen kann.

    Mir macht das Buch unheimlich viel Spaß und Freude. Von vielen darin angeführte Winzer habe schon von gehört oder kenne sie von eigenen Besuchen persönlich. Es ist durch zahlreiche Ergänzungen, beispielsweise wo welches Olivenöl erzeugt wird, was man bei einer Verkostung beachten sollte und anderes mehr, auch ein Reisehandbuch. Aber nicht für den eiligen Touristen, sondern für den Genussreisenden!

    Die Autoren:
    die Villacherin Evelyn Rupperti brachte die Texte in Hochform
    der Kärntner Kenner der europäischen Weinkultur, Hannes Tschermernjak, brachte sein Fachwissen und persönlichen, jahrzehntelangen Erfahrungen ein
    Ferdinand Neumüller brachte all seine fotografischen Kenntnisse in gelungene Bilder ein
    Erschienen im Verlag Carinthia
    ISBN 978-3-85378-635-2

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    Das neue Piemont

    Im Land von Barolo, Trüffel und Slow Food - Portrait einer Genussregion

    Herbert Hacker und Joachim Riedl streifen durch das Land, Le Langhe, genannt. Es ist der südliche Teil der westlichsten Region Italiens. Dort, wo die Hochkultur des Essens und des Weines zu Hause ist. Herrliche Bilder von Michael Leischner machen Lust auf Piemont für Genießer. Keine spektakulären Bauwerke erwarten den Reisenden. Wohl aber auf (fast) allen Hügeln kleine und größere Dörfer. Allesamt mit langer Geschichte und Tradition.
       Das Buch bringt einen interessant geschriebenen geschichtlichen Überblick, bevor es auf die "Fundamente" der Region zu sprechen kommt: über Weinberge, den Nebbiolo, die Patriarchen Angelo Gaja und Giacomo Bologna, über Gaumenfreunden und den Trüffel. Es werden traditionelle und moderne, ja, sehr moderne Restaurants vorgestellt. Was die Slow Food Organisation bedeutet, Rezepte aus der Region, ein kleiner, aber gut gestalteter Adressenteil (Hotels, Restaurants, Delikatessengeschäfte) und eine Übersichtskarte runden dieses angenehm zu lesende Buch ab. Ich freue mich, dieses Buch gefunden zu haben! Bilder aus der Region auf meiner Piemont-Bilderseite.

    Erschienen im Verlag Carinthia, 2006, ISBN 3-85378-590-5

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    Veneto, Soave und Verona

    Dieses Büchlein, erschienen in der Reihe von Slow Food - Unterwegs zu Wein und Kultur - im Hallwag Verlag (2006, ISBN 3-7742-0917-0) entführt den Leser zunächst nach Verona. Doch bald schon verlässt man diese Stadt und fährt südöstlich und östlich in die Weinberge, in die Berge von Lessinien, wo die Dörfer der Zimbern zu finden sind. Da wird einem der "Rundweg der 10 Bildstöcke" schmackhaft gemacht: als Wanderer oder Radfahrer; es gibt Hintergrundinformationen über die Weinlese, über die Eishäuser Lessiniens, die Schlachtfeste und anderes mehr.

    Natürlich gibt es Restaurant-, Hotel- und Winzerempfehlungen! Rund 135 Seiten geballte Information für den Genießer, der nicht auf Kilometer aus ist, sondern auf Erleben.

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    Buch: Aceto Balsamico Aceto Balsamico - Balsamessig

    Ein kleines Büchlein mit etwas mehr als 100 Seiten "von der edlen Würze aus Traubenmost". Geschichtliche Notizen leiten ein zum Kapitel, was denn Essig überhaupt sei und dann wird ausführlich die Entstehung und Verwendung von Balsamico beschrieben.

    Einige Rezepte, wie "Meeresfrüchtesalat", "Forelle mit Balsamico", "Gemüsezwiebel mit Honig" oder "Spiegeleier mit Balsamico" runden dieses Slow Food-Buch ab.

    Erschienen in der Edition Spangenberg bei Droemer Knaur, 1995, ISBN-3-426-26884-1, italienische Originalausgabe 1994 bei Nardini Editore, Fiesole (Florenz);

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    Venetien und Friaul
        Dieses Buch liebe ich! Sein Untertitel: Reisen und Genießen!... Geschichten über Essen, Lokale und Sehenswürdigkeiten, gespickt mit zahlreichen Lust machenden Bildern. Dazwischen das eine oder andere Rezept. Kleine, laminierte Kärtchen, die man auf Reisen mitnehmen kann, ergänzen dieses wirklich schöne Buch.
        Erschienen im Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co KG, München, 2000, ISBN 3-517-06207-3

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    Im Herzen Italiens

    ...die schönsten Regionen zum Reisen, Schlemmen und Genießen...

    verspricht der Untertitel dieses Bildbandes mit zahlreichen Rezepturen und Informationen. Aber einen Minuspunkt muss ich doch anmerken: zumindest im ersten Teil über das Friaul und Veneto werden etliche Bilder aus dem Buch "Venetien und Friaul" verwendet, auch Textstellen sind ident, da Bild- und Textautoren dieselben sind. Schade, denn es gäbe sicherlich genügend "Material"

    Erschienen im C. J. Bucher Verlage GmbH München, Ausgabe 2004, ISBN 3-7658-1489-X







    Culinaria Italia - Italienische Spezialitäten

    Ein Buch, das nach Regionen gereiht, alles rund um Essen und Trinken bringt: Harry's Bar, Balsamico, Zitrusfrüchte, Brotbacken, Rezepte der lokalen Küche, Hintergrundinfos zu einzelnen Gerichten, wie sie entstanden sind, eine Übersicht über Nudelarten und Tramezzini, über Zitrusfrüchte und Muscheln, und vieles vieles mehr!

    Erschienen 2000 in der Könemann Verlagsges.m.b.H. Köln ISBN 3-8290-1441-4










    Die echte italienische Küche

    Auch dieses Buch, von Reinhardt Hess und Sabine Sälzer, macht (große) Lust auf die italienische Küche. In diesem Buch überwiegen zwar die Rezepte; trotzdem bleibt Platz für Einführungen in die jeweilige Region mit Fotos; ein Register von A bis Z hilft auch dem italienischen Laien zu mehr Verständnis von "allla genovese" oder Culingionis...

    Erschienen 1991 im Gräfe und Unzer Verlag München, ISBN 3-7742-1102-7













    Sieben köstliche Reisen

    schildern Peter Lexe und Ferdinand Neumüller aus dem Friaul: bekannte und weniger bekannte Lokale, Rezepte, viele Fotos - man bekommt Hunger beim Durchblättern...

    Erschienen im Carinthia Verlag, Klagenfurt, Österreich - meine Ausgabe: 1999, ISBN 3-85378-497-6

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    Eine Buchserie, die ich sehr mag: edition spangenberg bei Droemer Knaur erschienen; neben diesen drei Büchern, die ich selbst schon habe, gibt es noch Ausgaben von Italien von Amalfi, Ligurien und Sardinien

    ...alle mit Einkaufs-, Besichtigungs-, Hotel. und Restauranttipps;

    ...alle mit Rundfahrten-Vorschlägen

    ...alle mit allerlei Geschichten und Infos, um Land und Leute zu genießen!










    Nicht als Kunstführer zu verstehen, sondern als "Kulturführer": von Esskultur über Lebenskultur bis hin zu markanten Sehenswürdigkeiten - die etwas anderen Führer... Ich kann diese Bücher nur empfehlen! Bücher der Reihe Slow Food.

    ISBN 3-426-26971-6













    Mit kleinen Rundreisevorschlägen, Übersichtskarten und interessanten kurzen Beiträgen über Land, Leute und Kulinarium. Natürlich auch zahlreiche Adressen, aber nicht nur zum Essen gehen oder Wein trinken, sondern auch von Spezialitätengeschäften.

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    Autor:
    Peter Krackowizer
    Datum:
    überarbeitet im Sommer 2010
Peter Krackowizer, Reise-Experte & freier Journalist, Neumarkt am Wallersee, Salzburg, Österreich