Über Laibach, die junge Hauptstadt von Slowenien
Bildquelle © Matej Kastelic, Visit Ljubljana
Ljubljana (rund 295 000 Einwohner, Stand 2024) gehört zu den kleinsten, aber
lebendigsten europäischen Hauptstädten.
Etwa 40 000–50 000 Studierende prägen das jugendliche Flair der Stadt, das kulturelle Leben
und die Vielzahl kleiner gastronomischer Betriebe.
Durch die Stadt schlängelt sich die Ljubljanica, ein Fluss, der im Karst südwestlich der Stadt entspringt und nach etwa 85 Kilometern in die Save mündet. Auf ihr werden Rundfahrten mit kleinen Booten angeboten, die unter den zahlreichen Brücken hindurchführen.
Ein besonderes Bauwerk ist das Ensemble der Drei Brücken
(slow. Tromostovje) im Stadtzentrum.
Der Architekt Jože Plečnik (1872–1957) gestaltete die ursprüngliche
Brücke zu einem dreiteiligen Ensemble um und prägte damit das Stadtbild nachhaltig.
Hier beginnt auch der Stadtmarkt, der jeden Vormittag stattfindet. Eine Besonderheit
ist die historische öffentliche Waage, auf der Kundinnen und Kunden das Gewicht ihrer
Waren überprüfen konnten – und bis heute können.
Am südlichen Ende des Marktes steht die Kathedrale St. Nikolaus
(Stolnica sv. Nikolaja). Für die Besichtigung wird eine kleine Eintrittsgebühr erhoben.
Von hier führt eine der wichtigsten Einkaufs- und Flanierstraßen der Altstadt nach
Süden – vorbei am erzbischöflichen Palais, einem der schönsten Barockbauten der Stadt, und am Rathaus.
Ein Blick in den Innenhof des Rathauses lohnt sich immer.
Schmale Gassen führen von dieser Straße hinunter zum Ostufer der Ljubljanica, wo sich
zahlreiche Lokale befinden. Bei schönem Wetter sitzt hier gefühlt die halbe Stadt im Freien.
Überquert man im Süden der Fußgängerzone die Ljubljanica, erreicht man die
Križanke‑Klosteranlage, heute ein bedeutender Kultur- und Veranstaltungsort.
Gegenüber befindet sich einer der wenigen zentralen Parkplätze der Innenstadt – einfach
geschottert, aber günstig und gut gelegen.
Überragt wird die Altstadt von der Burg von Ljubljana (Ljubljanski grad). Auf den 376 m hohen Burghügel gelangt man entweder zu Fuß oder bequem mit der Standseilbahn, die seit 2006 in Betrieb ist und bis heute fährt.
Zur Gastronomie: Die Auswahl ist groß und vielfältig.
Ich war mehrfach im Sokol nahe des Rathauses – urig, rustikal, mit
traditioneller slowenischer Küche.
Im Oktober 2019 besuchte ich außerdem PE Pop’s Pizza & Sport
am Westufer der Ljubljanica beim Platz „Dvorni trg“.
Die Pizzen werden frisch zubereitet – kein kulinarisches Highlight, aber solide und
ideal, wenn es schnell gehen soll.
Diese Zeilen sollen Lust machen, mehr über diese junge, lebendige Stadt zu erfahren. Natürlich kann ich hier nicht alles aufzählen, was Ljubljana zu bieten hat – aber ein Besuch lohnt sich immer.