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Mein Italien

Es war in Mantua …
… in einer Bar, in der ich den Barista fragte, wie viele Einwohner Mantua denn habe. „20 000“, meinte dieser. Doch sofort fiel ihm einer ins Wort: „No, no, viel mehr, so an die 100 000!“ Das wiederum war einem Dritten zu hoch, und bald entspann sich eine muntere Diskussion darüber, wie viele Menschen nun tatsächlich in Mantua leben. Das war Mitte der 1990er‑Jahre. Heute, 2025, hat Mantua rund 50 000 Einwohner.

Es war in Reggio Emilia …
… an einem Samstag in den 1990er‑Jahren, Mittagszeit in einer Trattoria. Formel‑1‑Qualifying im Fernsehen, Ferrari und Schumacher. Spannend! Ich begann mit dem Wirt zu diskutieren. Ja, ja, meinte er, Ferrari sei gut, nur der Schumacher wolle sich halt so gar nicht an die Italiener gewöhnen. Ein Wort gab das andere. „Setzen Sie sich doch zu uns“, luden mich ein paar Emilianer ein, und gemeinsam verfolgten wir das Qualifying. „Das Essen zahlen Sie bitte, auf den Wein lade ich Sie ein“, meinte dann der Wirt.

Es war auf Sizilien …
… ich hatte Hunger, es war Sonntagabend, und nur ein Wirtshaus in der Nähe – geschlossen. Ich wollte schon wieder gehen, da steckte die Padrona ihren Kopf durch die Tür. „Wir haben heute Abend geschlossen.“ Ja, verstehe ich, ich wäre halt hungrig gewesen. „Da gibt es noch ein anderes Lokal“, meinte sie, und dann: „Ach wissen Sie, wir sitzen ja eben gerade beim Abendessen. Kommen Sie herein, wir werden schon etwas für Sie finden.“

Drei Beispiele aus über 30 Jahren Reisen nach Italien, allein und mit Gruppen als Reiseleiter. Drei von vielen, die mir zeigten, dass die Italiener Menschen sind wie wir Österreicher. Ja gut, natürlich muss man auf seine Tasche aufpassen. Einmal hat es ein Spitzbub am Stazione Termini in Rom versucht, mir die Tasche zu entreißen. Aber ich hatte eben aufgepasst. Doch im Allgemeinen sind sie herzlich und freuen sich über jedes Wort auf Italienisch – und je mehr, desto intensiver das Gespräch.

Ich habe das „Italien“ vor allem abseits der großen Städte erlebt, in Dörfern, wo wahrscheinlich hinter jedem zur Mittagszeit geschlossenen Fensterladen ein Augenpaar jeden Fremden verfolgt – bis dieser freundlich fragt: „Mi scusi, dov’è un bar qui vicino per favore?“ (Wo ist hier die nächste Bar, bitte?) Und schon ist man in eine kurze Plauderei (chiacchierare) verwickelt.

Mag sein, dass sich in der Toskana viel geändert hat – in den 1980er‑Jahren sprach dort kaum jemand Deutsch, heute gehören viele Höfe und Häuser deutschsprachigen Ausländern. Mag sein, dass Essen und Trinken in Italien nicht billiger geworden sind – aber auch Wien oder Paris wissen, wie man Touristen zur Kasse bittet. Ich denke, dass man in Italien viele freundliche und ehrliche Menschen kennenlernen kann, wenn man sich nur aus dem Liegestuhl erhebt und sich nach Marina del Cantone, Bolsena oder Castello di Serravalle begibt!
… meint ein Peter Krackowizer auch noch im Jänner 2026


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