Sie befinden sich auf einer Unterseite der Reisetipps für die italienischen Regionen
Die Regionen Italiens A(bruzzen) bis K(ampanien)
← zurück zur Regionen-Übersicht
→ weiter zu den Regionen L(atium) bis P(iemont)
Abruzzen
Region mit Normalstatut, Fläche: 10 795 km², Einwohner: 1 344 932, Hauptort: L’Aquila.
Die Region ist bekannt für ihre Nationalparks, vor allem im Gran‑Sasso‑Gebirge (bis 2 900 m ü. A.). Die Abruzzen liegen etwa in der Mitte des italienischen Stiefels, östlich auf der Höhe von Rom. Wichtige Städte sind L’Aquila und Pescara. Die kleine Stadt Sulmona ist nicht nur der Geburtsort des römischen Dichters Ovid, sondern auch weithin berühmt für ihre Süßigkeiten, die Confetti: meist mit Zuckerguss überzogene Zuckerl und Schokoladen, die in mühevoller Handarbeit zu kunstvollen Pflanzenarrangements zusammengesetzt werden – sie dürfen bei keiner italienischen Hochzeit fehlen! Auch Safran wird in dieser Region angebaut.
Ein Wallfahrtsort macht seit Jahren Schlagzeilen: Manoppello und sein „Volto Santo“ ( hier weiterführende Informationen), auch „Schleier von Manoppello“ oder „Schweißtuch der Veronika“ genannt.
In den Abruzzen wird zudem noch das Klöppeln (tombolo) gepflegt.
Die Berglandschaft ist straßenmäßig sehr gut erschlossen und bietet
eindrucksvolle Panoramen. An der Küste finden sich einige schöne Strände:
Alba Adriatica, Tortoreto Lido, Silvi Marina.
Im Internet: italienisch
www.regione.abruzzo.it/turismo
und deutsch
www.italia.it
Aosta
Region mit Sonderstatut, Fläche: 3 263 km², Einwohner: 128 600, Hauptort: Aosta. Die Region ist nicht in Provinzen gegliedert; zweite Landessprache ist Französisch.
Eine alpine Region im Nordwesten Italiens mit zahlreichen Festungen.
Der Hauptort Aosta ist zweisprachig (Italienisch/Französisch). Für
Bergsteiger und Skifahrer ist die Region besonders attraktiv; zudem
finden sich einige imposante Burgen und Klöster. Insgesamt besitzt das
Aostatal ausgeprägt hochalpinen Charakter.
Im Internet:
www.lovevda.it/de
www.regione.vda.it
Apulien
Region mit Normalstatut, Hauptort: Bari, Fläche: 19 365 km², Einwohner: 4 089 000.
Traumhafte Sandstrände, die Barockstadt Lecce, urtümliches Italien in Otranto (besonders sehenswert: das kleine Kirchlein San Piero aus dem 10. Jahrhundert in byzantinischer Bauart!) und Taranto. Die berühmten Trulli – die charakteristischen Steinhäuser rund um Alberobello – prägen die Landschaft, ebenso wie Olivenhaine mit rotbrauner Erde. Castel del Monte – die Stauferfestung Friedrichs II. – ist eines der Wahrzeichen Apuliens. Castellana Grotte ist eine sehenswerte Tropfsteinhöhle nahe Bari. Wenn es bei uns schon winterlich kalt ist, erlebt man in Apulien oft noch sonnige Tage, an denen man kurzärmelig unterwegs ist.
Wunderschön ist die Halbinsel Gargano mit Monte Sant’Angelo und Vieste. Hier liegt auch der Wallfahrtsort von Pater Pio, San Giovanni Rotondo.
Weitere Informationen auf meiner Seite über Apulien.
Im Internet:
www.pugliaturismo.com/tedesco
www.regione.puglia.it
zum Seitenanfang
Basilicata, auch Lucania genannt
Region mit Normalstatut, Hauptort: Potenza, Fläche: 9 992 km², Einwohner: 586 000.
Zählt zu den bei uns wenig bekannten Gebieten, bietet jedoch traumhafte Sandstrände und hervorragende Hotels. Es gibt einige sehr schöne Golfplätze und Golfhotels, die sogar internationale Turniere ausrichten. Die Basilicata ist eine der Regionen Italiens, die ihr Trinkwasser noch heute über kilometerlange Leitungen erhält. Matera – eine Bergstadt mit faszinierenden Ausblicken – ist das bekannteste Reiseziel der Region. Auch guter Wein wird hier produziert.
Die Basilicata liegt zwischen Kalabrien und Apulien. Die Stadt Matera,
„Europäische Kulturhauptstadt 2019“, bietet einzigartige Höhlensiedlungen,
die zum UNESCO‑Weltkulturerbe gehören. Die sogenannten Sassi – in Stein
gehauene Behausungen und Kirchen – waren noch bis in die 1960er‑Jahre
bewohnt.
Die flache Küstenlandschaft am Ionischen Meer war einst ein Zentrum der
Magna Graecia und bietet Geschichtsinteressierten zahlreiche
archäologische Relikte. Wer sich für Fahrrad‑, Wander‑ oder Reitausflüge
begeistert, kann in die zauberhafte Atmosphäre der vielen Naturparks
eintauchen. Seltene Tierarten wie die griechische Landschildkröte, Dachse,
Rotmilane und Turmfalken leben in Naturschutzgebieten wie dem
Bosco Pantano di Policoro.
Die traditionelle Küche der Basilicata besticht durch Einfachheit und
Ursprünglichkeit: Chili‑Pepperoni, das bekannte Feigenkompott
Cotto di Fichi oder die Rezepte der cucina povera
(der bäuerlichen und städtischen Alltagsküche) bieten abwechslungsreiche
und spannende Gaumenfreuden.
2019 war Matera
Europäische Kulturhauptstadt.
Die Basilicata im Internet: www.basilicataturistica.it
Emilia Romagna
Region mit Normalstatut, Hauptort: Bologna, Fläche: 22 124 km², Einwohner: 4,46 Millionen. Provinzen: Bologna, Ferrara, Forlì, Modena, Parma, Piacenza, Ravenna, Reggio nell’Emilia.
Eine sehenswerte, jedoch teure Region Italiens: Parma – Brescello (Drehort der Filme „Don Camillo und Peppone“ mit Museum) – Modena (Heimat des Balsamico‑Essigs) – Bologna – Maranello (Heimat der Scuderia Ferrari mit Teststrecke und Museum) – Ravenna (ehemaliges Zentrum des oströmischen Reiches auf italienischem Boden, mit zahlreichen frühchristlichen Kirchen und herrlichen Mosaiken) – Imola (zweite Grand‑Prix‑Strecke Italiens) – sowie der mondäne Kurort Salsomaggiore Terme westlich von Parma.
Der perlende Wein Lambrusco stammt aus dieser Region – es gibt ihn übrigens auch „still“. Die Emilia sollte man idealerweise in zwei Reisen erkunden: eine durch das Po‑Delta, über Ferrara hinunter über Ravenna nach San Marino; und eine entlang der Kulturstädte der „Via Emilia“ (Bologna – Piacenza). Übrigens: Der Ort „Adria“, von dem dieser Teil des Mittelmeeres seinen Namen hat, liegt heute rund 20 km vom Meer entfernt auf venezianischem Gebiet.
Ein kulinarischer Bericht von mir,
eine allgemeine Reisebeschreibung der Emilia‑Romagna
sowie eine eigene Seite über die Romagna.
Weiters ein interessanter
Link
zu Schlössern und Burgen in den Provinzen Parma und Piacenza.
Im Internet: Emilia Romagna Turismo
.
Friaul‑Julisch Venetien
Region mit Sonderstatut, Hauptort: Triest, Fläche: 7 856 km², Einwohner: 1,2 Millionen. Provinzen: Gorizia, Pordenone, Triest, Udine.
Obwohl diese Region in den letzten Jahren zunehmend als Reiseziel entdeckt wurde, gibt es immer noch viele Ecken und Winkel, die man erkunden kann. Das hügelige Collio‑Weingebiet rund um Görz ist eine ausgesprochen romantische Landschaft. Sehenswert sind auch die Villa Manin westlich von Udine sowie San Vito al Tagliamento, die zweitälteste Stadt des Friaul. In der Nähe liegen Villa Varda und die beeindruckende Benediktinerabtei in Sesto al Reghena.
Weitere sehenswerte Orte: Venzone mit Dom und einer Kapelle, in der man Mumien (!) sehen kann; Spilimbergo mit seinem herrlichen Dom; Porcia bei Pordenone mit Schloss; Cormòns (wo man im August noch immer den Geburtstag von Kaiser Franz Joseph feiert); Cividale; Palmanova; Gradisca d’Isonzo; Grado sowie das Karstgebiet von Triest bis Gradisca.
Ein besonders schöner Aussichtspunkt ist San Floriano del Collio
mit dem Romantik‑Hotel
Formentini
und einem Golfplatz auf einem Hügel.
Im Friaul gibt es mehrere sehr schöne Golfplätze (Udine, Grado, Lignano,
San Floriano del Collio).
Zwei Reiseberichte und weitere Informationen zur Region von mir sind
hier zu finden.
Im Internet:
www.turismofvg.it
www.reise-nach-italien.de
zum Seitenanfang
Kalabrien
Region mit Normalstatut, Hauptort: Catanzaro, Fläche: 15 080 km², Einwohner: 2 Millionen.
Sehr schöne Strände finden sich rund um Tropea (Westküste) sowie zwischen Crotone und dem Südspitz (Ostküste) – dort liegen zahlreiche internationale Clubanlagen. Die Hochebene La Sila ist ein ideales Wandergebiet. Für Seetüchtige lohnt sich ein Ausflug zu den Liparischen Inseln (u. a. Stromboli) von Vibo Valentia aus. In den Sommermonaten ist Kalabrien stark von italienischen Urlaubern besucht, doch vor allem an der Ostküste finden sich zunehmend auch urlaubshungrige Mitteleuropäer. Die Ostküste ist flach, weitläufig und sandig, während die Westküste eher felsig ist, mit vielen Buchten und einem bergigen Hinterland.
Im bergigen Hinterland blühen Maronen- und Zitrusbäume. Die ruhigen Dörfer der Region lassen sich wunderbar auf ausgedehnten Wanderungen und Trekkingtouren erkunden. Nationalparks und Naturschutzgebiete bieten eindrucksvolle Naturerlebnisse. Rafting- und Kajaktouren auf dem Fluss Lao im Nationalpark Pollino sorgen für sportliche Abwechslung.
Ein kleiner Geheimtipp ist das kalabresische Sila‑Gebirge, das im Winter sogar Wintersport ermöglicht. Die zwei Bronzestatuen von Riace befinden sich im Landesmuseum von Reggio Calabria – eindrucksvolle Zeugnisse der Magna Graecia, erst 1971 im Ionischen Meer entdeckt. Entlang der rund 800 Kilometer langen Küste liegen zahlreiche Badeorte mit weitläufigen Bilderbuchstränden, darunter der zu den schönsten Stränden der Welt zählende Capo Vaticano mit alten Bäumen und feinstem Sand.
Auch kulinarisch hat Kalabrien viel zu bieten: Die roten Zwiebeln von Tropea, die cipolle rosse, sind für ihren süßlichen Geschmack berühmt und tragen die geschützte Ursprungsbezeichnung I.G.P. (Indicazione Geografica Protetta). Das in Deutschland sehr bekannte Tartufo‑Eis stammt ursprünglich ebenfalls aus Kalabrien.
Im Internet: www.turiscalabria.it
Kampanien
Region mit Normalstatut, Hauptort: Neapel, Fläche: 13 590 km², Einwohner: 5,5 Millionen.
In dieser Region befindet sich eine der schönsten Panoramastraßen Europas: die Amalfitana. Zwischen Sorrent und Ravello windet sich die Straße hoch über dem Meer, vorbei an Felsbuchten, Klippen, kleinen Orten und Weingärten. Die Halbinsel von Sorrent eignet sich hervorragend für Wanderungen hoch über dem Meer – mit absolut faszinierenden Ausblicken. Ein besonders schöner Ort an dieser Straße ist Amalfi, einst eine der vier mächtigsten Seerepubliken Italiens. Fast noch beeindruckender ist Positano: Zwar geht man viele Treppen auf und ab, doch wird man mit traumhaften Ausblicken, winkeligen Gassen und einem ganz besonderen Flair belohnt.
Überall an der Amalfitana werden Produkte aus Zitronen angeboten: Liköre, Seifen, Duftöle und Schokoladen. Die größten Zitronen Italiens sollen angeblich von der Halbinsel Sorrent stammen.
Neapel selbst – ein Stück Ur‑Italien: nicht ganz ungefährlich, aber ein Bummel durch die Altstadt lohnt sich unbedingt (ohne Geld, Uhr und Fotoapparat). Neapel ist berühmt für seine (Weihnachts‑)Krippen – es gibt ein ganzes Stadtviertel, in dem Krippen gebaut werden, sowie ein Krippenmuseum. Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Neapel die am dichtesten besiedelte und drittgrößte Stadt Italiens. Man behauptet, hier sei die Pizza erfunden worden; zumindest befindet sich hier die älteste Pizzeria Italiens: die Antica Pizzeria Port’Alba (1830).
In der Umgebung von Neapel sehenswert: Caserta mit dem Königsschloss, 1752 für König Karl III. von Neapel und Sizilien erbaut. Der Palast umfasst 44 000 m², besitzt 1 970 Fenster und über 1 200 Räume. Und natürlich der Vesuv, derzeit ein ruhiger Vulkan. Auch der Mozzarella hat nördlich von Neapel seine Wurzeln.
Zu seinen Füßen liegen die römischen Städte Pompei und Herkulanum, einst bei einem Vulkanausbruch verschüttet und bis heute teilweise freigelegt. Sehenswert ist auch der Dom „Santuario della Beata Vergine del Santo Rosario“ in Pompei.
Die Inseln im Golf von Neapel und die Orte entlang der Amalfitana lassen sich bequem mit der Metro del Mare erkunden.
Im Süden der Region liegt das Cilento – ein echter Geheimtipp: noch ohne großen Rummel, mit Spitzenküche und einsamen Stränden. Ein guter Link (deutsch): www.cilento-aktiv.info
Links über die Region:
www.regione.campania.it
Für die Halbinsel Sorrent:
www.sorrentotourism.com
Meine persönlichen Eindrücke schildere ich auf
Mozzarella, das Blut Christi und Bud Spencer.
zum Seitenanfang
