und am Erzbischof gar nichts gelegen ist und ich auf beides scheiße.“
Wolfgang Amadeus Mozart, Brief vom 12. Juli 1783
Bücher rund um Salzburg
Im Salzburgwiki findet sich eine umfangreiche Sammlung von Büchern über
Salzburg – viele der Rezensionen habe ich selbst verfasst.
Hier der Link zur Kategorien-Übersicht: Bücher rund um Salzburg.
Auf dieser Seite präsentiere ich Ihnen eine Auswahl meiner Beiträge:
Neu!
Der Untersberg – Erlebnisse, Steige & kraftvolle Plätze
Herrschaft in Zeiten des Umbruchs: Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1732–1812) im mitteleuropäischen Kontext
Salzburger Schicksalsorte
Wirtshäuser: Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten
Menschen – People: Salzburger Land
Unterirdisches Salzburg
Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt
Unbekannte Festung Hohensalzburg
Salzburg Salzkammergut
Iuvavum, Alltag im römischen Salzburg
Wundervolles Wasser – Vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen
Mystisches Salzburg
Salzburg: Stadt zwischen Tradition und Moderne
Erzbischof Andreas Rohracher: Krieg, Wiederaufbau, Konzil
Das Buch vom Tauerngold
Wolfgangsee
Wanderatlas
Verewigt in Salzburg
Häuser am Schöndorferplatz (Hallein)
Salzburgs kleine Geschichte, Stadt und Land
Camp Marcus W. Orr
Die Zauberkraft der Berge
Faszination Salzkammergut
Salzburg, Anmut und Macht
Salzburger Miniaturen
Salzburg, die Geschichte einer Stadt
Salzburger Kulturlexikon
60 Jahre Airport Salzburg
Salzburger Photographieren 1900–1950 des Josef Kettenhuemer
Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Neumarkt am Wallersee
Salzburger Fotografien 1880–1918 aus dem Fotoatelier Karl Friedrich Würthle
Salzburg in alten Fotografien
Salzburgs Synchronik
Der Untersberg – Erlebnisse, Steige & kraftvolle Plätze
Zwischen Mystik, Bergwelt und persönlichen Wegen am Untersberg
220 Seiten "wärmender Eintopf voller guter Zutaten", wie der Autor in seiner Einleitung sein Buch beschreibt. Seine Kapitel decken alles ab, was den Untersberg – geologisch korrekt den Untersbergstock – betrifft: nützliche Hinweise, wie man anhand des Farbensystems der Steige die Gehzeiten errechnen kann; rund 60 Seiten Beschreibungen der verschiedenen Aufstiege aus eigenen Erfahrungen; der Untersberg als mystischer Sagenberg und die Unterwelt im Wunderberg; Phänomene und mystische Orte; besondere Plätze und Tiere; Ausflugstipps rund um den Untersberg; Gefahren am Berg sowie der Untersberg und die Menschen.
Ja, wahrlich ein Eintopf, in dem ich beim Lesen manchmal die Orientierung verloren habe – es fehlt schlicht und einfach eine Übersichtskarte. Ich fand in meinem "Karten-Eintopf" eine sehr gute Karte, und dann ging es beim Lesen gleich viel besser: Mittagsscharte, Viererkaser, Nixloch, Thomas-Eder-Steig – der "Eintopf" des Autors wurde für mich klarer und nachvollziehbarer.
Im Buch dominieren persönliche Erlebnisse des Autors über Jahrzehnte. Immer wieder wird sein Schreibstil unterhaltsam; er erlebt Zufälle, Überraschungen und Glücksmomente. Die Beschreibungen der Aufstiege sind gewürzt mit persönlichen Erlebnissen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Untersberg ein sehr anstrengender und durchaus gefahrvoller Bergstock sein kann.
Siegfried Siller wird manchmal philosophisch, so im Kapitel über den Dalai Lama und dessen angebliche Aussagen über den Untersberg. Siller wollte es genau wissen und schrieb an das Büro des Dalai Lama in Dharamsala. Zwar stand in der erhaltenen Antwort kein Wort über den Untersberg an sich, sondern nur über die Bergwelt rund um die Stadt Salzburg im Allgemeinen. Doch Siller meint in seinen weiteren Ausführungen, der Dalai Lama hätte sicher den Untersberg im Auge gehabt. Ein anderes Mal schildert er seinen Untersberg-Traum, den er nach einer Operation im Aufwachzimmer hatte. In einem weiteren Kapitel trifft er Gladiatoren in der Hirscharena. Auch die schamanische Welt des Berges kommt nicht zu kurz. Es ist ein unterhaltsames, aber gut recherchiertes Buch – eben ein "Eintopf"-Buch, wie er sagt.
Die Bilder, die von verschiedenen Fotografen und vom Autor stammen, sind durchwegs aussagekräftig. Bei dem einen oder anderen Bild rätsle ich ein wenig – etwa beim Bild auf Seite 181: "Mitte rechts der Zustieg zur Kolowratshöhle erkennbar" – ich sehe ihn aber nicht. Insgesamt sind jedoch viele eindrucksvolle Bilder im Buch zu sehen. Einzig eine Übersichtskarte fehlt schmerzlich beim Lesen, denn nicht jeder weiß bei einem 70 Quadratkilometer großen Bergstock, wo sich Almen, Steige, Höhlen und Orte befinden. Aber ich glaube, das Buch wird viele Freunde des Berges begeistern.
Erschienen 2026 in Weishaupt Verlag, Gnas, Steiermark, ISBN 978-3-7059-0592-4
Herrschaft in Zeiten des Umbruchs: Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1732–1812) im mitteleuropäischen Kontext
Viel Hintergrundinformation erklärt die Zeit und den Fürsterzbischof sehr verständlich.
16 Fachautoren, unzählige Fußnoten und 380 Seiten lassen das Werk zunächst wissenschaftlich erscheinen. Doch viele Kapitel sind gut lesbar und bieten einen tiefen Einblick in das 18. Jahrhundert und die politischen Umbrüche, in denen Colloredo wirkte.
Die Einleitung erläutert die politischen Entwicklungen seiner Zeit. Das zweite Kapitel behandelt die geistlichen Hierarchien, die sich im Umbruch befanden. Colloredo war ein Repräsentant einer Epochenwende: Vertreter einer durch die Gegenreformation gestärkten Kirche und zugleich ein aufgeklärter Reformer, der Bildung, Vermessung und Flussregulierungen modernisierte.
Weitere Kapitel widmen sich der weltlichen Herrschaft, den Hofämtern, der Kaiserpolitik während der Koalitionskriege und der Colloredo-Regentschaft in Salzburg. Besonders interessant sind die Abschnitte über Repräsentation, Zeremoniell und die Wahl Colloredos 1772.
Auf rund 100 Seiten wird seine Regentschaft detailliert dargestellt: Herrscherrepräsentation in der Kunst, Musik als Spiegel des kulturellen Selbstverständnisses und alltägliche Rituale am Fürstenhof. Colloredo erscheint als aufgeklärter, aber für die Amtskirche unbequemer Fürst, der vieles veränderte – nicht immer uneigennützig.
Ein sehr guter Einblick in einen wichtigen Abschnitt der Salzburger Geschichte.
Herausgeberin Elisabeth Lobenwein; erschienen 2016 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0852-4
gelesen im Dezember 2016
Salzburger Schicksalsorte
Bietet eine Auswahl dunkler Kapitel und Schicksale aus Salzburgs Geschichte.
Der Titel ist nicht immer ganz passend, denn nicht jeder der 37 Beiträge ist ein Schicksalsort. Die Texte stammen aus den Salzburger Nachrichten (2011–2014) und sind journalistisch geprägt.
Einige Kapitel sind theatralisch formuliert, andere sehr informativ. Die Themen reichen vom Böndlsee, wo SS-Schergen Wehrdienstverweigerer ermordeten, über das KZ-Außenlager Rudolfshütte bis zu Mordfällen am Hundstein. Auch weniger dramatische Orte wie der Caspar-Moser-Bräu in Henndorf oder die Saalach als Holztrift-Ort finden Erwähnung.
Interessant sind die vielen historischen Episoden: wie die TV-Show Was bin ich zu einem Todesopfer führte, wie die Trapp-Familie zu singen begann oder warum im Blühnbachtal der Erste Weltkrieg begann.
Ein abwechslungsreiches Buch, auch wenn der Titel nicht immer zutrifft.
Autorin Barbara Brunner; erschienen 2016 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3702508340
gelesen im August 2014
Wirtshäuser: Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten
Über längst vergessene und noch gut bekannte Gaststätten, Gesetze und Vorschriften.
Das Buch ist ein einzigartiges Lexikon der Salzburger Gastwirtschaften. Viele persönliche Erinnerungen werden wach: Grand Café Winkler, Café Centro, Hotel Winkler. Gleichzeitig bietet das Buch tiefe Einblicke in die Geschichte der Gastronomie: von klösterlicher Gastfreundschaft zu kommerziellen Herbergen, von alten Gaststättenordnungen bis zu Zunftzeichen.
Kapitel wie Wirtshausalltag und gastronomische Festkultur zeigen anhand vieler Beispiele, wie reich die Salzburger Wirtshausgeschichte ist. Tanzordnungen, Hochzeitsessen, Bierbrauerfamilien, Kaffeehäuser, Grill Rooms und die Gastronomie nach dem Zweiten Weltkrieg – alles wird anschaulich dargestellt.
Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und historische Stadtpläne mit eingezeichneten Gaststätten runden das Werk ab. Ein großartiges Buch für alle, die Salzburgs Wirtshauskultur lieben.
Autor Gerhard Ammerer; erschienen 2014 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3702507503
gelesen im Juli 2014
Menschen – People: Salzburger Land
Frei von Kitsch und Klischees zeigen Schwarzweißbilder die Menschen.
Der Münchner Fotograf Groeger porträtiert Menschen aus Stadt und Land Salzburg in ihrem Alltag – natürlich, ungestellt, eindrucksvoll. Walter Müller beschreibt sie literarisch und humorvoll, oft mit überraschenden Details.
Die Schwarzweißbilder sind das Herzstück des Buches: Kinder der Trachtengruppe Filzmoos mit Bauernkrapfen, Handwerker, Musiker, Bergbauern, Künstler. 175 großformatige Bilder und ebenso viele Geschichten zeigen ein Salzburg jenseits der Postkartenidylle.
Ein sehr gelungenes, eindrucksvolles Buch über die Menschen des Landes.
Erschienen 2014 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3702507466
gelesen im Juni 2014
Unterirdisches Salzburg: Verborgenes in Stadt und Land
Bekanntes und Unbekanntes von unter der Erde in Stadt und Land Salzburg.
Pfarl erzählt von den Geheimnissen der Krypta unter dem Salzburger Dom, den Katakomben und dem Hexenloch im Aigner Park, von Kriechsteinen wie am Falkenstein, vom Bruderloch in Bad Vigaun, der Palfenhöhle bei Saalfelden, der Entrischen Kirche im Gasteinertal und vielen weiteren Höhlen.
Er besucht Krypten im Kapuzinerkloster und im Benediktiner-Frauenstift Nonnberg, die Columbarien in Mülln, Burgen und deren dunkle Räume. Das Innere der Berge – das Salzbergwerk am Dürrnberg, Gold- und Silberbergwerke, der Böckstein Heilstollen – wird ebenso behandelt.
Auch künstliche Höhlen der Fürsterzbischöfe wie in Hellbrunn, durchlöcherte Stadtberge, Keller in öffentlichen und privaten Gebäuden, ein Stadttor unter einem Kindergarten oder der romanische Keller am Waagplatz gehören zu den Themen. Toni Anzenberger ergänzt die Texte mit eindrucksvollen Bildern.
Einziger Wermutstropfen ist das Fehlen eines Registers, was das Nachschlagen erschwert. Dafür enthält das Buch eine Fülle an interessanten Informationen.
Text Peter Pfarl; Bilder Toni Anzenberger; erschienen 2013 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3702507237
gelesen im Februar 2014
Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt
Einzigartige Bilder und sehr gut gewählter Text, ansprechendes Layout.
Auf knapp 300 Seiten gelingt es den Autoren, aus der fast 1800-jährigen Geschichte Salzburgs das Wesentliche auszuwählen und dennoch ein umfassendes Bild der Stadt zu vermitteln.
Neuhardt schildert die Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern und porträtiert ausgewählte Fürsterzbischöfe lebendig und informativ. Wolfgang Straub widmet sich den Festspielen, Max Reinhardt, Karajan, Kaffeehäusern, dem Salzburger Advent und vielen Mythen.
Das Kapitel über modernes Salzburg behandelt Architektur, Bausünden und Kunstobjekte der Salzburg Foundation. Die 513 Abbildungen – historische und aktuelle – geben dem Buch seine besondere Seele. Man entdeckt Unbekanntes wie das Domkloster, Mauern des Frauengartens oder seltene Aufnahmen aus St. Peter und Nonnberg.
Ein schweres, hochwertiges Buch, das auch Einheimischen Neues zeigt.
Erschienen 2013 im Christian Brandstätter Verlag; ISBN 978-3-85033-773-1
gelesen im Oktober 2013
Unbekannte Festung Hohensalzburg
Bietet unbekannte Einblicke, fachlich erläutert, in eine interessante Festung.
Der Autor ist Burgführer und Milizoffizier, der Fotograf ebenfalls militärisch geschult – ein Vorteil für die fachlich fundierten Bildtexte. Auf den Innenseiten findet sich ein Detailplan der Festung von 1905.
Die Bilder zeigen technische Details wie den Maschikuli-Erker, Festungsabort, Schlangengang, Bodenöffnungen zur Verteidigung, den Fechtboden, Soldatenwohnungen, den Salzburger Stier, die Bücherstube der Fürstenzimmer und viele weitere Besonderheiten.
Die Bildtexte sind informativ und nicht touristisch überhöht. Winteraufnahmen und seltene Perspektiven ergänzen das Werk.
Ein fachlich fundiertes Bilderbuch über eine der größten Burgen Mitteleuropas.
Autoren Stefan Haslacher und Michael Günther; erschienen 2013 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0710-7
veröffentlicht am 21. Mai 2013
Salzburg Salzkammergut
Ein Buch, das auch Einheimischen noch manches zeigt: viele Details, sehr informativ und aktuell.
Reiter und Wistuba haben ein vielseitiges Werk über Salzburg und das Salzkammergut zusammengestellt. Der Informationsblock umfasst 60 Seiten mit Adressen, Preisen und praktischen Hinweisen. Die Bilder sind farblich und inhaltlich gut gewählt.
Der Führer bietet Einkaufs-, Restaurant-, Café- und Übernachtungstipps. Historische Details wie das ursprüngliche Weiße Rößl in Lauffen, das Grab von Nannerl in St. Peter oder der Nonnberger Hund zeigen die gute Recherche.
Auch Gemeinden rund um Attersee und Traunsee werden ausführlich behandelt. 16 Wandervorschläge mit Karten runden das Buch ab.
Einziger Minuspunkt: Das bekannte Hotel Scalaria fehlt.
Autoren Barbara Reiter und Michael Wistuba; 3. Auflage 2012 im Michael Müller Verlag; ISBN 978-3-89953-719-2
veröffentlicht am 11. Februar 2013
Iuvavum, Alltag im römischen Salzburg
Sehr anschaulich, gar nicht trocken geschrieben und voller Information.
Das Buch beginnt mit einer Übersicht der Geschichte Iuvavums und führt dann auf einer Stadtwanderung durch Nonntal und die Altstadt. Der Autor zeigt, was zur Römerzeit an heutigen Orten stand – etwa ein Tempel an der Kaigasse.
Man erfährt, woher der Name Iuvavum stammt, wie die Römer lebten, was sie aßen, wie Bauernhöfe funktionierten und wie tolerant die Integration der Kelten verlief. Viele Wortherkünfte werden erklärt.
Sechs römische Rezepte, Hinweise auf Museen und Literatur runden das Buch ab. Farbbilder, Karten und ein Stoffband machen es auch optisch ansprechend.
Erschienen 2012 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0666-7
veröffentlicht am 21. September 2012
Mystisches Salzburg
Faszinierende Bilder, Berichte über Unbekanntes, anschaulich und lebendig geschrieben.
Ein Blick in das rötlich beleuchtete Innere einer Kapelle in den Katakomben, Nebel über der Salzach, Fackeltänzer bei der Festspieleröffnung, das Krimmler Tauernhaus unter blauem Himmel, ein Löwenkopf an der Kirchentür von St. Leonhard im Lungau, der Schaidberger Predigtstuhl im Abtswald, die Michaelsstatue am ehemaligen Höllbräu, der nächtlich beleuchtete Gasteiner Wasserfall – Toni Anzenberger zeigt Salzburg in eindrucksvollen, oft unbekannten Perspektiven.
Peter Pfarl ergänzt die Bilder mit lebendigen Texten. Er berichtet über neue Erkenntnisse zur Kupferforschung, über Rätsel des Dürrnbergs, über die Frühgeschichte Salzburgs, über Mystisches vom Untersberg, über Ritzzeichen gegen das Böse, über Protestantenvertreibungen, Hexenverfolgungen und die Geschichte des Zauberers Jackl. Auch verschwundene Kapellen, seltsame Heilige und merkwürdige Bräuche finden Platz.
Ein Buch ohne Kitsch und Klischees, das Salzburg abseits der Touristenströme zeigt und zum Entdecken anregt.
Erschienen 2011 im Verlag Anton Pustet; Autor Peter Pfarl; ISBN 978-3702506506
gelesen im Februar 2012
Wundervolles Wasser – Vom Gesundtrinken, Kurbaden und Freischwimmen
Geschichtliches Fachbuch über Wasser im Land Salzburg in Bezug auf Religion, Fremdenverkehr und Vergnügen.
Es ist kein Physikbuch, sondern ein Geschichtsbuch über Wasser, seine Vorkommen und Anwendungen im Bundesland Salzburg. Nach einer kurzen physikalisch-geografischen Einführung beginnt die Autorin mit der historischen Bedeutung des Wassers: Maibrunnen, Frühlingsbäder, Wasserheilige, Quellenpatronen und die Taufe. Viele Beispiele sind Salzburg-spezifisch, etwa die Brigida-Quelle in Henndorf, St. Koloman in der Taugl und am Kolomansberg oder der hl. Sixt in Wald im Pinzgau.
Ein mythologisches Kapitel behandelt Meerstern, Nymphe und Muttergottheit, gefolgt von Maria am Brunnen – Salzburger Kultstätten. Besonders interessant ist die Wallfahrtsgeschichte zum Gnadenbründl bei Zellhof oder zum Gnadenwasser von Maria im Elend in Embach. Das Kapitel Im Badehaus geht’s an die Wäsche schildert die Geschichte des Badens, alte Salzburger Badeadressen und historische Quellen wie Zeidlers Universallexikon von 1733. Schröpfen, Aderlassen, Bader und Wundärzte sowie Schwitzbäder in Rauris ergänzen das Bild.
Weitere Kapitel behandeln die Herkunft des Wortes Wasser, den Salzburger Wasserhaushalt und das Trinkwasser. Die folgenden rund 110 Seiten widmen sich Kurtourismus und Gesundheitspilgern: Aigen als einer der ältesten Kurorte, zahlreiche Heilquellen, Wallfahrten, Moorbäder wie das Marienbad oder der Kurbetrieb in Mattsee-Au. S chwimmbäder, Badeordnungen von 1823, Vinzenz Priessnitz, die Krimmler Wasserfälle als Heilmittel, das Kurhotel Stern in Hallein oder das erste Strandbad in Neumarkt am Wallersee werden ausführlich beschrieben.
Gertraud Steiner hat hier ein wichtiges Stück Salzburger Geschichte zusammengetragen, das zugleich Grundlagenforschung zum Fremdenverkehr darstellt. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis mit über 100 Werken untermauert die Inhalte. Ein Stichwortverzeichnis wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen.
Eines der besten geschichtlichen Fachbücher Salzburgs, reich an historischen Abbildungen und Fotografien.
Erschienen 2012 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0675-9
veröffentlicht am 7. November 2011
Salzburg: Stadt zwischen Tradition und Moderne
Präsentiert ein modernes Salzburg mit interessanten kurzen Beiträgen aus der Geschichte.
Das zweisprachige Buch (deutsch/englisch) bietet kurze, gut lesbare Texte zu Geschichte, Literatur und Infrastruktur der letzten Jahrzehnte. Auf jeder Doppelseite stehen links die Texte, rechts ganzseitige Farbbilder.
Die Bilder zeigen eindrucksvolle Stimmungen: die Pforte zum Kapuzinerkloster im Morgenlicht, die Maximuskapelle in den Katakomben, Kunstwerke, Luftaufnahmen vom Gaisbergplateau oder der Chirurgie-West. Viele dieser Perspektiven sind selbst für Einheimische ungewohnt.
Das Buch eignet sich als Geschenk für alle, die einen kulturgeschichtlichen Überblick über Salzburg suchen – ohne Kitsch, ohne Werbesprüche, aber mit viel Atmosphäre.
Erschienen 2011 im Verlag Anton Pustet; Autor Kurt W. Leininger; ISBN 978-3702506421
gelesen im November 2011
Erzbischof Andreas Rohracher: Krieg, Wiederaufbau, Konzil
Ein wichtiges Kapitel Salzburger Zeitgeschichte, kritisch von Historikern aufgearbeitet.
Das Buch ist das Ergebnis eines Symposiums von 2009 über Leben und Wirken des wohl interessantesten Erzbischofs Salzburgs seit dem 16. Jahrhundert. Mehr als 20 Historiker wirkten daran mit, darunter Sabine Veits-Falk, Ernst Hanisch und Oskar Dohle.
Rohracher war von 1943 bis 1969 Erzbischof. Besonders die Jahre 1943–1952 sind brisant: seine Rolle in der NS-Zeit, seine Predigten, seine Unterstützung für Widerstandsbewegungen, aber auch sein Einsatz für die Freilassung hoher NS-Funktionäre nach 1945. Seine Aussagen aus Silvester 1944 und seine Bemühungen um ehemalige Nationalsozialisten werden kritisch beleuchtet.
Weitere Kapitel behandeln seine Rolle im Sozialen Friedenswerk, seine Bauprojekte (34 Bauwerke), seine Teilnahme am II. Vatikanischen Konzil, seine Beziehung zu Joseph Messner, seine Bemühungen um eine katholische Universität und die Restituierung von Kircheneigentum.
Das Buch enthält Predigten, Hirtenbriefe, Gespräche, ein Interview mit Altbischof Maximilian Aichern und eine DVD mit historischen Filmaufnahmen. Es zeigt Rohracher als aktiven, aber umstrittenen Bischof, der zwischen Regierung und Besatzungsmacht vermittelte und dessen Schweigen zu manchen Fragen bis heute irritiert.
Erschienen 2010 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0635-3
gelesen im Jänner 2011
Das Buch vom Tauerngold
Ein lesbares Lexikon auch für Laien.
Zwei Kilo, 586 Seiten, 19 Seiten Bibliografie und ein zwölfseitiges Register lassen das Werk zunächst unlesbar erscheinen. Doch weit gefehlt: Die geologischen Kapitel sind anspruchsvoll, aber die Abschnitte über den Edelmetallbergbau in Salzburg und Oberkärnten, über betriebswirtschaftliche Verhältnisse und die Waschgoldproduktion in den Zentralalpen sind äußerst informativ.
Der Leser erfährt, dass die Bergwerke zur Zeit der Hochblüte unter Erzbischof Wolf Dietrich in Höhen über 2500 Metern lagen und wie sich die Knappen im Winter mit ihrer Wochenverpflegung am Rücken durch Schneestürme kämpften. Arbeitsbedingungen, Verpflegung, Bezahlung, Gewerke und Persönlichkeiten wie Karl Imhof werden ausführlich dargestellt.
Alte Karten, moderne Simulationen, historische Zeichnungen, Fotos von Stollen und technischen Einrichtungen – alles rund um den Goldbergbau in Salzburg und Oberkärnten wird umfassend behandelt.
Für Hobbyhistoriker bietet das Buch wertvolles Wissen über die Bedeutung des Tauerngoldes, das neben Salz die Fürsterzbischöfe reich und einflussreich machte.
Erschienen 2006 im Verlag Anton Pustet; ISBN 3-7025-0536-9; überarbeitete Neuausgabe
Autoren: Werner H. Paar, Wilhelm Günther, Fritz Gruber, Volker Höck, Heinz Slupetzky, Hans Erich Stocker
veröffentlicht am 7. November 2010
Wolfgangsee
Ein außergewöhnliches Buch, auf dessen Erscheinen ich mich sehr gefreut hatte.
Die Historikerin Dr. Arnbom hat in langer Arbeit ein umfassendes Werk über die Geschichte des Wolfgangsees, besonders von St. Gilgen, geschaffen. Es dokumentiert die Zeit von etwa 1850 bis heute und zeigt zahlreiche historische Aufnahmen sowie stimmungsvolle aktuelle Bilder von Gerhard Trumler.
Das Buch liest sich stellenweise wie ein Who is Who des Salzkammerguts: Marie von Ebner-Eschenbach, Billroth, die Familien von Frisch, Kestranek, Herz, Jehle, John Quincy Adams, Emil Jannings, Max Reinhardt, Arturo Toscanini und viele andere Persönlichkeiten der Sommerfrische finden Erwähnung.
Arnbom beschreibt die Entstehung der Sommerfrische, Gasthof Fürberg, Ochsenkreuz, Sportgeschichte (Segeln, Wasserski, Tennis) und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Sie erklärt, warum die Operette Im Weißen Rössl nicht aus St. Wolfgang stammt, berichtet über Flugverkehr am See, die Schifffahrt, die Salzkammergut-Lokalbahn, die Schafbergbahn, die Zwölferhorn-Seilbahn, die Zinkenbacher Malerkolonie und politische Ereignisse wie die St. Gilgner Hochzeit 1936.
Auch traurige Kapitel fehlen nicht: das Ortsschild St. Gilgen 1938 mit der Aufschrift Juden unerwünscht oder der tragische Selbstmord Ernst Geiringers 1932.
Ein umfangreiches Register und viele Literaturverweise runden das Werk ab. Ein hochwertiges Nachschlagewerk über die Entwicklung des Salzkammerguts.
Erschienen 2010 im Christian Brandstätter Verlag; ISBN 978-3-85033-361-0
veröffentlicht am 27. August 2010
Wanderatlas
Ein Wanderatlas, der in jeden Rucksack passt.
In 24 Themengruppen wie Alpenvorland, Naturwunder, Lehrwege, Kulturwandern, Bergseen oder anspruchsvolles Wandern beschreibt Clemens M. Hutter 425 Routen. 136 Übersichtskarten mit Maßstabsangaben erleichtern die Orientierung. Ein Farbleitsystem kennzeichnet die Themengruppen.
Der Schwerpunkt liegt auf den Besonderheiten der jeweiligen Wanderung. Angaben zu Weglänge, Höhenmetern und Gehzeiten bergauf und bergab sind sehr praktisch. Für jede Tour gibt es ein Feld zum Eintragen des eigenen Begehungsdatums. Ein alphabetisches Touren- und Ortsverzeichnis runden das Werk ab.
Der Autor ist alle Wege selbst gegangen – viele davon mehrfach – und hat sich bei jeder Wanderung Notizen gemacht.
Erschienen 2010 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0691-3
Juni 2010
Verewigt in Salzburg
Steinerne Zeugen an Häusern und Plätzen.
In der Stadt Salzburg finden sich zahlreiche Gedenktafeln – mindestens 160 davon hat Clemens M. Hutter dokumentiert. Er erklärt prägnant, was Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt, Irma von Troll-Borostyáni, die Hundsgräfin oder Franz Stelzhamer mit Salzburg verbindet.
Auch Tafeln über den Urvater des Nationalparks Hohe Tauern, Dr. August Prinzinger, über Pater Peter Singer, Albert Einstein, Otto von Bismarck, Pioniere der Salzburger Luftfahrt oder das Mahnmal Zigeunerlager werden erläutert.
Eine Übersichtskarte zeigt die Standorte der Tafeln. Eine kurze geschichtliche Einführung und ein Index vervollständigen das Buch. Viele Details sind selbst für Salzburger neu.
Erschienen 2010 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0618-1
13. Juni 2010
Häuser am Schöndorferplatz
Erhalten und Erneuern in Hallein.
Ein hervorragendes Fachbuch über die Architektur mittelalterlicher Bauten. Die Herausgeber und Autoren sind Spezialisten für Restaurierung und Denkmalpflege. Hallein, einst wichtigste Stadt des Fürsterzbistums Salzburg, besitzt zahlreiche mittelalterliche Gebäude, deren Revitalisierung viele Herausforderungen und Überraschungen bot – etwa eine Stuckdecke mit Spiegelschrift.
Das Buch zeigt detailliert, wie eine Revitalisierung historischer Bauten abläuft: notwendige Vorarbeiten, Planung, denkmalpflegerische Entscheidungen und die Aufgaben des Architekten Scheicher. Ergänzend dazu werden historische Hintergründe, frühere Bewohner und alte Geschäfte rund um den Schöndorferplatz beschrieben.
Zahlreiche Skizzen zeigen den ursprünglichen und den geplanten Zustand der Gebäude, ergänzt durch viele Fotos von Bauteilen und Räumen vor und nach der Renovierung. Ein Buch für Fachleute und interessierte Hobbyhistoriker.
Erschienen 2008 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0593-6
im Mai 2010
Salzburgs kleine Geschichte, Stadt und Land
Geschichte in handlicher Form, interessant geschrieben.
Univ.-Prof. Dr. Heinz Dopsch erläutert, dass Geschichte aufgrund neuer Forschungsergebnisse immer wieder angepasst werden muss. In dieser Neuauflage von 2009 finden sich daher revidierte Erkenntnisse zur Salzburger Geschichte.
270 Seiten gut lesbare Darstellung mit vielen Abbildungen und Karten machen das Buch auch für Laien attraktiv. Rund 30 Seiten Anhang mit einer Liste aller Erzbischöfe, umfangreichen Literaturhinweisen und einem Register ergänzen das Werk.
Dopsch bringt nicht nur Fakten, sondern liefert Hintergrundinformationen und Erklärungen. Besonders aufschlussreich sind die rund 70 Seiten zur Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die Taschenbuchform macht das Werk zu einem handlichen Nachschlagewerk eines der führenden Historiker Salzburgs.
Erschienen 2009 im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3702504410
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Camp Marcus W. Orr – Glasenbach als Internierungslager nach 1945
Ein akribisch recherchiertes Kapitel Salzburger Zeitgeschichte.
Die Autoren Oskar Dohle und Peter Christoph Eigelsberger haben auf über 400 Seiten das Internierungslager an der Alpenstraße – bekannt als Glasenbach – umfassend dokumentiert. Bis zu 8000 Menschen lebten dort zwischen Herbst 1945 und Sommer 1947.
Das Buch klärt zunächst den Irrtum um den Namen Glasenbach und beschreibt die Entstehung der Gebäude, die Übernahme durch die Amerikaner, das Aufnahmeverfahren, die Organisation des Lagers und die Probleme des Alltags. Besonders eindrucksvoll sind die Kapitel über Lebensmittelversorgung, Hygiene, medizinische Betreuung, Freizeit und Sport – oft unter extremen Bedingungen.
Auch dunkle Kapitel wie Selbstmorde und Selbstmordversuche werden nicht ausgespart. Zeitzeugenberichte geben dem Buch besondere Authentizität. Die Autoren bleiben neutral und objektiv, soweit dies nach Jahrzehnten möglich ist.
Zahlreiche Fotos, Tabellen, Skizzen und ein umfangreicher Quellenapparat machen das Werk zu einem wichtigen Nachschlagewerk.
Herausgeber: Oberösterreichisches Landesarchiv und Salzburger Landesarchiv; erschienen 2009; ISBN 978-3-900313-98-2 und 978-3-200-01534-0
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Die Zauberkraft der Berge – Unterwegs zu den Kraftorten der Alpen
Ein Buch über altes Wissen und persönliche Erfahrungen – frei von Kitsch und Scharlatanerie.
Rainer Limpöck, Diplom-Sozialpädagoge aus Bad Reichenhall, beschreibt den Alpenschamanismus aus eigener Erfahrung. Er bewertet andere Religionen nicht ab, sondern schildert offen und verständlich seine Sicht auf Geist der Berge, Naturwesen und Kraftorte.
In fünf Kapiteln – Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde – erklärt er, was Alpenschamanismus für ihn bedeutet. Der Untersberg spielt dabei eine zentrale Rolle. Er vergleicht Theorien mit Sagen und Brauchtum und bezieht sich auf keltische Wurzeln und Kraftplätze im Salzburger Becken, etwa in Großgmain oder an Sonnenlöchern im Lattengebirge.
Er lädt ein, Kraftwanderungen zu unternehmen, etwa in der Almbachklamm oder am Falkensteinweg im Salzkammergut.
Der Leser erfährt viel über Schwitzhütten, Jodeln, Krafttiere, Feuerlauf, Sonnwendfeuer und Treffen von Alpenschamanen. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und viele mystische Fotos runden das Buch ab.
Erschienen 2009 im Pichler Verlag (Verlagsgruppe Styria); ISBN 978-3-85431-507-0
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Faszination Salzkammergut
Man muss ein fotografisches Auge haben für die kleinen und großen Schönheiten des Salzkammerguts – und man muss sprachlich in dieser Landschaft zuhause sein.
Beides vereinen Herbert Pirker, der Fotograf, und Barbara Frischmuth, die im Salzkammergut aufgewachsen ist. Der Bildband zeigt Bootshäuser am Hallstätter See, Gamsbärte und Krickerl beim Gamsjagatreffen in Bad Goisern, Monarchisches aus Bad Ischl und Gmunden, Weitblicke vom Feuerkogel, Glöcklerkappen, Frühlingswiesen und winterliche Eisformationen.
Frischmuth geht der Frage nach, warum Menschen seit über 100 Jahren zur Sommerfrische ins Salzkammergut kommen, und erinnert sich an Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Greta Garbo, Moritz von Schwind oder Emilie von Binzer.
Einleitende Kurztexte zu Salz, Brauchtum und Musik, harmonische Bildtexte und viele farbige Stimmungen machen den Band zu einem stimmungsvollen Werk. Kleine drucktechnische Mängel verhindern nur knapp die Perfektion.
Erschienen 2009 im Styria-Verlag; ISBN 978-3-222-13263-6
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburg, Anmut und Macht
Ein interessantes Buch von Karl Heinz Ritschel mit rund 40 ausführlicheren Geschichten aus der Salzburger Geschichte.
Auf 300 Seiten bietet das Buch gut lesbare historische Erzählungen, ergänzt durch ein hilfreiches Personen- und Sachregister. Die Themen reichen von Hier wohnt das Glück – Motto einer Stadt über Erzbischöfe zwischen Kaiser und Papst, die Residenz, die Austreibung der Protestanten, das Kaiviertel, Hellbrunn bis zu den Vororten von Parsch bis Gnigl.
Ein Buch für alle, die Salzburgs Geschichte in erzählerischer Form kennenlernen möchten.
Erschienen 2005 im Otto Müller Verlag Salzburg; ISBN 3-7013-1098-X
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburger Miniaturen
Wer Salzburger Geschichte erlesen möchte, dem seien diese vier Bände von Karl Heinz Ritschel empfohlen. Jeder Band umfasst rund 200 Seiten mit 80 bis 100 gut recherchierten Geschichten, ergänzt durch historische Fotos.
Die Miniaturen richten sich an Leser, die nicht nur Jahreszahlen und Namen suchen, sondern Hintergründe, Entstehungsgeschichten und Anekdoten – lesbar, unterhaltsam und informativ.
Band 1: Schwitzen und Baden in alten Badehäusern, Hexenwahn
und Zauberei, der Stumpfögger und seine sieben Frauen (Grabmäler im Petersfriedhof),
der Sammler Freiherr von Moll u. a.
Erschienen 1998 im Otto Müller Verlag; 3. Auflage; ISBN 3-7013-0979-5
Band 2: Guggenthal, Franziski-Schlössl, Mondseer Kochbuch,
Landkartengalerie, Belohnungen des Kaisers, Märkte, Max Reinhardt, was ein
Sitz war u. a.
Erschienen 2001 im Otto Müller Verlag; ISBN 3-7013-1037-8
Band 3: Salzburger Brücken, unbekannter Michael Haydn,
Erzherzog Johann in Bad Gastein, Kauf des Gasteinertals, Salzburg in Bayern,
Afrikaforscher, Heiraten war schwierig, der Igelbund u. a.
Erschienen 2004 im Otto Müller Verlag; ISBN 3-7013-1086-6
Band 4: Römer, der Landesherr im Kotter, Bildhauer, Maler
und anderes. Zwei besonders ausführliche Miniaturen über die Petersfrauen
und Anton Faistauer. Dazu Unbekanntes wie ein geheimer Anschlag auf Dollfuß
am Flughafen, die Anifer Erklärung oder die Hoffischerei in der Residenz.
Erschienen 2007 im Otto Müller Verlag; ISBN 978-3-7013-1136-1
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburg, die Geschichte einer Stadt
von Heinz Dopsch und Robert Hoffmann; erschienen im Verlag Anton Pustet; ISBN 978-3-7025-0598-1
Was tun, wenn ein Touristenführer mit 30 Seiten zu kurz und eine siebenbändige Stadtgeschichte zu umfangreich ist? Man greift zu diesem Buch von Heinz Dopsch, Universitätsprofessor und stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte an der Universität Salzburg.
Das Werk bietet detaillierte, aber gut verständliche Informationen zu allen wichtigen Epochen der Salzburger Geschichte. Es richtet sich an interessierte Laien, ohne sie zu überfordern, und bietet dennoch genügend Tiefe, um ein solides Verständnis der historischen Entwicklung der Stadt zu vermitteln.
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Städt. Flugplatz Salzburg Airport – 60 Jahre Geschichte der Luftfahrt im Raume Salzburg
von Friedrich Leitich; erschienen im Verlag Alfred Winter, Salzburg, 1986; ISBN 3-85380-051-1
Ing. Leitich hat ein spannendes und abwechslungsreiches Buch über die Geschichte des Flughafens Salzburg verfasst. Historische Bilder, Flugblätter, Flugpläne und Kartenmaterial veranschaulichen die Entwicklung des Flughafens von seiner Gründung am 22. August 1926 bis in die 1980er Jahre.
Zeittafeln ergänzen die Kapitel und erleichtern die Orientierung. Einziger Wermutstropfen: Persönliche Angaben zu Flugpionieren wie Eduard Kuhn fehlen. Dennoch ein faszinierendes Buch – auch für Laien.
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburger Photographieren 1900–1950 des Josef Kettenhuemer, Stadt Salzburg und Umland
von Heimo Greisl und Erich Marx; erschienen in der Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg Nr. 8, 2000; ISBN 3-901014-70-5
Der Gendarmeriebeamte Josef Kettenhuemer aus Neumarkt am Wallersee war ein begeisterter Fotograf. Der Bildband wurde von Friedrich Pürstinger gestaltet, die Texte stammen von Dr. Erich Marx und Dr. Heimo Greisl.
Die Aufnahmen – mit bestem Material der damaligen Zeit gemacht – sind einmalige Bilddokumente der Salzburger Geschichte. Besonders faszinierend: Kettenhuemer vermerkte zu jeder Bildplatte Negativnummer, Datum und Uhrzeit. Das macht viele Fotos noch spannender.
überarbeitet am 29. Dezember 2009
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Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Neumarkt am Wallersee, Niederalm, Neu-Neumarkt am Wallersee
Autor Heinz Dopsch; Herausgeber Ewald Hiebl; erschienen 2003 bei der Gemeinde Neumarkt am Wallersee
Ein umfassendes Werk über die Lokalgeschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Zahlreiche Gastautoren – darunter Bürgermeister Dr. Hans Krüger, Alfred Rinnerthaler und Dr. Friedrich Besl – beleuchten alle Facetten der Gemeindegeschichte.
Von frühzeitlichen Funden am Hellbrunner Berg über die Salzgewinnung in Niederalm, das Wasserschloss Neumarkt, Persönlichkeiten wie Johannes Graf von Moy, den Salzburg Zoo bis hin zu Häuser- und Höfegeschichte wie dem Kaiserhof – fast 700 Seiten machen dieses Buch zu einem echten Nachschlagewerk für Liebhaber der Details.
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburger Fotografien 1880–1918 aus dem Fotoatelier Karl Friedrich Würthle
Autor Thomas Weidenholzer; Herausgeber Archiv und Statistisches Amt der Stadt Salzburg; erschienen 2003; ISBN 3-901014-93-4
Rund 6000 Glasplattennegative aus dem Nachlass von Karl Friedrich Würthle befinden sich im Archiv der Stadt Salzburg. Sie zeigen Motive aus Stadt und Umland aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Die Bilder – teilweise ganzseitig – bieten spannende Einblicke in längst Vergangenes und heute noch Existierendes. Trotz ihres Alters beeindrucken sie durch Schärfe und Ausdruckskraft.
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburg in alten Fotografien
Autoren Hans Petschar und Herberg Friedlmeier; erschienen im Verlag Carl Ueberreuter, Wien, 2004; ISBN 3-8000-7018-9
Nach einer kurzen Einleitung zeigen Schwarzweißfotografien das Leben und die Landschaft Salzburgs: Berge, Gaue, Seen, das Leben auf dem Land und in der Stadt, die Landeshauptstadt, moderne Zeiten, Arbeit und weltberühmte Persönlichkeiten.
Ob Nachtwächter, Jäger, Bergführer, General Harry J. Collins, Peter Lechner vom Zittelhaus am Sonnblick, Wilhelm Furtwängler oder Max Reinhardt – das Buch bietet auf 290 Seiten historisch wertvolle Aufnahmen.
überarbeitet am 29. Dezember 2009
Salzburgs Synchronik
Autor Josef Brettenthaler; erschienen im Verlag Alfred Winter, Salzburg, 2002; ISBN 3-85380-055-6
Ein Nachschlagewerk in Stichworten – mit einem besonderen Ansatz: Jede Zeitepoche wird parallel in fünf Spalten dargestellt: Weltgeschichte, Deutschland, Österreich, Stadt Salzburg und Land Salzburg. So erhält der Leser stets einen direkten Zeitvergleich.
Mehrseitige Bildteile mit ergänzenden Texten machen das Werk zu einem Standardlexikon der Salzburger Geschichte. Viele Einträge wecken Erinnerungen und zeigen, wie weit manche Ereignisse tatsächlich zurückliegen.
überarbeitet am 29. Dezember 2009