Mont Saint Michel – Bonjour France
Bonjour France – über Frankreich

Languedoc‑Roussillon: Auch das Meer lockt in dieser Region

Côte Vermeille bei Paulilles, Region Languedoc-Roussillon © P. Palau / Atout France

200 Kilometer Sandstrand entlang der Mittelmeerküste: Von der Camargue bis zur Vermeille-Küste laden weite Badestrände zu wunderschönen Ferien ein. Unterbrochen wird diese Sandküste nur vom Kalksteinhügel Mont Saint Clair bei Sète. Und schließlich der Strand, an dem sich die Pyrenäen in das blaue Meer stürzen.

Flamingos und Yachthäfen

Ganz im Osten dieses großen Küstenbogens liegt der Golfe du Lion. Hier erstreckt sich die von Kanälen durchzogene Petite Camargue mit ihren Reisfeldern. In dieser Feuchtlandschaft leben rosa Flamingos, Stiere und die weißen Camargue-Pferde nebeneinander. Besucher können den Salzbauern beim Einsammeln des vom Mistral getrockneten Salzes zusehen oder den Stierzüchtern, den Manadiers, die auf ihren Pferden die Herden mit der Spitze ihres Dreizacks lenken.

Die Strände in der Bucht von Aigues-Mortes laden nach dem Besuch der sehenswerten, von König Saint-Louis gegründeten mittelalterlichen Stadt zu einem erfrischenden Bad ein. Bei Le Grau-du-Roi ist ein Abstecher zum berühmten Strand L'Espiguette ein Muss. Auf dieser weitläufigen Landzunge aus feinem Sand finden sich herrliche Plätze zum Sonnen im Schutz der Dünen. Der scheinbar endlose Strand reicht bis zu den markanten Pyramiden von La Grande-Motte. Zwischen Meer und Salzseen entsteht hier ein farbenreiches Mosaik aus Sand, Sumpf und Pinienwäldern. In Gruissan bilden die Pfahlhütten eine eindrucksvolle Filmkulisse – bekannt aus dem Film "Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen" von Jacques Beineix.

Diese Küstenlandschaft ist zudem ideal für Bootsferien. Port-Camargue, einer der größten Yachthäfen Europas, und die weiteren 27 Häfen im Languedoc-Roussillon verfügen zusammen über rund 30 000 Liegeplätze für Yachten und Segelboote. Manche Ferienorte sind sogar per Boot bis ins Zentrum erreichbar, etwa Palavas-les-Flots oder Sète, das "Klein-Venedig des Languedoc", wo das alljährliche Schifferstechen ein großes Volksfest auslöst. Ein Spaziergang am Strand lässt sich im Sommer wunderbar mit einem Essen in einem der Strandrestaurants verbinden – frische Austern und Fischspezialitäten inklusive.

Im Languedoc-Roussillon wurden unberührte Küstenabschnitte zu Naturschutzgebieten erklärt, insbesondere zwischen Frontignan und Maguelone mit der ehemaligen Kathedrale, die wie ein Wachturm aus dem Wasser aufzuragen scheint. Ein besonders interessantes Schutzgebiet ist die "Domaine des Orpellières" an der Mündung des Orb. Dieser Landstrich mit Dünen und Salzwiesen beherbergt eine vielfältige, schützenswerte Flora und Fauna.

Zu jeder Jahreszeit lassen das Blau des Mittelmeers und das intensive Sonnenlicht die Küste in tausend Farben leuchten. Dieses besondere Licht der Côte Vermeille bewundern heute Besucher ebenso wie einst Matisse und Picasso in Cerbère, Port-Vendres, Banyuls und natürlich in Collioure, der Geburtsstadt des Fauvismus. Eine ideale Gegend für Liebhaber ruhiger Buchten mit hellem Sand, umgeben von Steilfelsen am Fuß der Pyrenäen – perfekte Plätze für ein Picknick am Meer mit Anchovis aus Collioure und Wein aus Banyuls.