Languedoc‑Roussillon – zwischen Mittelmeer und Pyrenäen in der Region Okzitanien
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Languedoc‑Roussillon – vom eigenen Kulturraum zur Region Okzitanien
Zwischen Mittelmeer und Pyrenäen entfaltet Okzitanien eine beeindruckende Vielfalt: imposante Berglandschaften, stille Kanäle, Städte voller Kulturerbe und eine Lebenskunst, die sofort ansteckt. Die Region entstand 2016 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Regionen Languedoc‑Roussillon und Midi‑Pyrénées und trägt den Namen einer historischen Sprach- und Kulturlandschaft. Heute umfasst Okzitanien 13 Départements mit Toulouse als Verwaltungssitz und erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste von der Rhône bis zu den Pyrenäen. Von den sonnigen Straßen von Toulouse und Montpellier bis zu den Pilgerwegen nach Lourdes, von mittelalterlichen Festungen wie Carcassonne bis zu den Stränden des Mittelmeers vereint die Region Natur, Geschichte und Genuss auf engstem Raum.
Okzitanien ist ein Land der Begegnungen und Entdeckungen: romanische Basiliken, gotische Klöster, Renaissance‑Paläste und antike Monumente wie das Amphitheater von Nîmes oder der Pont du Gard erzählen von einer langen, vielschichtigen Geschichte. Gleichzeitig lebt die Region in ihren Städten und Dörfern voller Energie – mit Märkten, Festivals, Handwerkskunst und kulinarischen Traditionen, die tief verwurzelt sind. Ob entlang des Canal du Midi, in den Cevennen oder in den lebhaften Gassen der „Ville rose“ Toulouse: Okzitanien öffnet alle Sinne und lädt dazu ein, Südfrankreich in seiner ganzen Vielfalt zu genießen. Dass Languedoc‑Roussillon heute Teil dieser großen Region ist, spürt man dennoch überall – in seinen Weinlandschaften, seinen Küstenorten und seinem eigenständigen kulturellen Erbe, das weiterhin klar erkennbar bleibt.
Meine Beiträge konzentrieren sich auf das ehemalige Languedoc‑Roussillon. Schon vor dem Zusammenschluss zur heutigen Region Okzitanien war ein Teil davon okzitanisch geprägt – nämlich das Languedoc. Das Roussillon hingegen weist bis heute deutlich katalanische Züge auf. Die frühere Region umfasste sehr unterschiedliche Naturräume: Garrigue, Causses, Camargue, Wälder, Étangs, Cevennen und die Pyrenäen mit ihren Naturparks. Seit der Verwaltungsreform von 2015 existiert das Languedoc‑Roussillon als eigenständige Region nicht mehr; es ging vollständig in der neuen Großregion Okzitanien auf.
Das Languedoc‑Roussillon und sein Wein
Die Weinbauregion Languedoc‑Roussillon steckt voller Superlative: Sie zählt zu den größten der Welt, gehört zu den ältesten und vielseitigsten und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten besonders dynamisch weiterentwickelt.
Der zauberhafte Canal du Midi
Der Canal du Midi aus dem 17. Jahrhundert ist heute eine stille Wasserstraße, die durch die Landschaften des ehemaligen Languedoc‑Roussillon führt. Bootsausflüge im gemächlichen Rhythmus dieses Kanals gehören zu den schönsten Erlebnissen der Region. Der Canal du Midi zählt zum UNESCO‑Weltkulturerbe.
Auch das Meer lockt in dieser Region
Rund 200 Kilometer Sandstrand säumen die Mittelmeerküste: Von der Camargue bis zur Côte Vermeille laden weite Strände zu erholsamen Ferientagen ein. Unterbrochen wird die Sandküste nur vom Kalksteinhügel Mont Saint‑Clair bei Sète – und schließlich vom Punkt, an dem die Pyrenäen direkt ins Meer abfallen.
Das Département Aude lockt mit vielen Sehenswürdigkeiten
Von der steinig‑heißen Gebirgslandschaft der Corbières über die tiefen Schluchten des Flusses Aude bis hin zu 50 Kilometern Mittelmeerküste reicht das geografische Spektrum des Départements. Hoch über den Tälern erinnern die Katharerburgen an das Mittelalter und an den Kreuzzug gegen die Albigenser. Die Cité von Carcassonne ist Europas größte erhaltene Festungsanlage aus dieser Zeit und zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.
Auch Feinschmecker kommen im Département Aude auf ihre Kosten: Fischspezialitäten, Lamm mit dem Gütesiegel „Land der Katharer“, Wildgerichte und das weltberühmte Cassoulet sind hier zu Hause.