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Paris - Kunst, Kultur, Mode [zurück]

die Auslage von Pucci in Paris, Frankreiche Paris - Kunst, Kultur und Mode

Möchten Sie die Kunstschätze des Louvre genießen oder ein anderes interessantes Museum besuchen? Oder möchten Sie die Denkmäler aus der Zeit der großen französischen Könige entdecken? Oder einen Einkaufsbummel unternehmen? Die Stammhäuser der "Haute Couture" ‑ Dior, Nina Ricci, Jean‑Louis Scherrer, Guy Laroche, Emanuel Ungaro, Balmain, Courreges, Per Spook und Givenchy liegen im 8. und 16. Arrondissement, im so genannten "Goldenen Dreieck" zwischen den 'Champs Elysées' und dem 'Place de l'Alma'. „Les Galeries Lafayette“ und „Au Printemps“ sind die größten und bekanntesten Einkaufshäuser der Stadt.

Geschichte und Gegenwartsarchitektur stehen Seite an Seite und neben den hektischen, vom Verkehrsinfarkt bedrohten 'Champs Elysées' gibt es immer noch Plätze, an denen die Zeit stillzustehen scheint. Menschen aller Rassen und Nationen leben in Paris und versuchen die Schranken der traditionellen, französischen Gesellschaft zu überwinden.

Paris hat heute rund 10,5 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von etwa 2 900 km² leben. Dies ist jedoch nur auf die eigentliche Stadt bezogen. Zählt man die Umgebungsgemeinden dazu, so ergibt dies über 12 Millionen Einwohner. Das Stadtgebiet ist in 20 schneckenförmig angeordnete 'Arrondissments' mit je vier 'Quartiers' eingeteilt.

Der eigentliche Kern der Stadt befindet sich innerhalb des Autobahnringes: im Westen der Stadtpark 'Bois de Boulogne', im Osten der Park 'Bois de Vincennes'; die Seine teilt das Zentrum in zwei Hälften: der Eiffelturm am 'Parc du Champ de Mars' auf der einen Seite, das 'Palais de Chaillot' mit dem 'Théatre National Populaire' auf der anderen. 'St. Louis‑des‑Invalides' aus dem 17. Jh., 'Palais du Luxembourg' (erbaut als königlicher Wintersitz), die Universität Sorbonne, die 'Île de la Cité' mit 'Ste. Chapelle' und der Kathedrale Nôtre‑Dame, dem 'Centre Pompidou' auf dem Gelände der ehemaligen Markthallen, L'Opéra, 'Palais du Louvre' mit dem 'Jardin des Tuileries', 'Place de la Concorde' mit ägyptischem Obelisk, die 'Avenue des Champs Elysées', der 'Place Charles de Gaulle' mit dem Triumphbogen, dem 'Arc de Triomphe' und der Montmartre mit der Kirche 'Sacre Coeur' und dem Platz der Künstler, dem 'Place Pigalle', das ist Paris, um einige der Sehenswürdigkeiten zu nennen.

Montmarte: Ein Ziel für jeden Paris-Besucher. Maler wie Toulouse-Lautrec, Utrillo und Renoir verewigten das Montmartre. Hier entstand die moderne Malerei. Heute kennen wir das Montmartre mit seinen Striptease-Lokalen, grellem Neonlicht, Sex-Shops und Revuetheater in denen seit hundert Jahren French-Cancan für Touristen getanzt wird. Aber auch die Butte Montmartre, das alte Dorf auf dem Hügel gehört zu diesem Viertel. Am bequemsten erreicht man die Sacré-Coeur, den höchsten Punkt des Hügels, mit der Standseilbahn. Den Rückweg kann man dann über den Place du Tertre mit seinen vielen Malern und durch die alten Sträßchen, Gassen und Treppen Hügel abwärts antreten. Trotz des großen Touristenrummels findet man immer hübsche Gassen und Gärten. Doch Vorsicht: Die Preise in den Nachtlokalen, Restaurants und Kneipen sind überhöht. Die schlimmsten Touristenfallen von Paris lauern hier. Métro: Abbesses oder Pigalle oder Blanche

Quartier Latin ist das Universitäts- und Studenten Viertel. Hier ist die Sorbonne, die Pariser Universität. In den vielen Cafés und Bistros trifft sich die Jugend. Hier findet man auch Modeläden und große Buchhandlungen. Métro: Odéon oder Monge oder Cardinal Lemoine

Montparnasse, das andere Künstler Viertel kam nach dem 1. Weltkrieg in Mode. Künstler wie Chagall und Picasso aber auch Hemingway, Trotzki und Lenin traf man hier in den Cafés. Heute ist Montparnasse vor allem ein Ausgehviertel. Vom Montparnasse-Büroturm, dem zweithöchsten Europas, hat man von der Aussichtsterrasse bei schönem Wetter einen herrlichen Blick über die Stadt. Métro: Vavin oder Montparnasse Bienvenue

Bastille - dort finden Sie die neue Oper, deren Fassade umstritten, deren „Innenleben“ aber ein technisches Wunderwerk ist. Rund um die Oper schießen Galerien aus dem Boden. Sehenswert der Place d’Aligre mit seinem Gemüse-, Gewürz- und Trödelmarkt (täglich von 9 bis 13 Uhr). Zahlreiche Bistros und Kneipen laden zum Bleiben ein. Die Bastille ist heute, was Montmartre um die Jahrhundertwende und Montparnasse nach dem ersten Weltkrieg war: das Künstlerviertel. Die Rue du Lappe ist das nächtliche Ausgehviertel der Pariser. Métro: Bastille oder Faidherbe Chaligny oder Ledru Rollin

Unternehmen Sie doch einen Spaziergang durch das „Triangle d’Or" („Goldenes Dreieck“). In der Rue du Faubourg Saint-Honoré und der Avenue Montaigne sind fast alle großen Modemacher und Haute-Couture-Häuser beheimatet. Außerdem finden Sie hier viele Boutiquen. Zum Abschluss haben Sie die Möglichkeit in dem großen und bekannten Kaufhaus Galeries Lafayette an einer Modeschau teilzunehmen. Hier finden Sie alle großen Modenamen. Die Parfümerie ist übrigens angeblich die größte der Welt. Aber nicht nur die Mode, auch die Architektur ist erwähnenswert. Die prächtige Belle-Epoque-Glaskuppel im Kaufhaus Galeries Lafayette ist sehenswert.

Vielleicht möchten Sie am Nachmittag den Eiffelturm „erklimmen“. Seine Errichtung anlässlich der Weltausstellung 1886 steht für Mut und Können der damaligen technischen Baukunst: 15 000 Metallteile sind mit 2,5 Millionen Nieten zu einem Turm von 300 m Höhe auf einer Grundfläche von nur 130 qm zusammengefügt. Seit dem Einbau von Fernseh­antennen ist er sogar um 20 m gewachsen. An klaren Tagen reicht die Aussicht von der obersten Plattform bis 60 km. Eingangsschild zu einer Metro Station in Paris

Der Louvre hat jedem Kulturinteressierten etwas zu bieten. Aber auch andere Museen in Paris sollten nicht unerwähnt bleiben. Besonders empfehlenswert sind unter anderem: Das Picasso-Museum; in einem herrlichen Stadtpalais können Sie 200 Bilder aus allen Epochen Picassos bewundern. Das Musèe d‘Orsay in der Bahnhofshalle unter einem riesigen Glasdach, zeigt vor allem die Impressionisten: Manet, Monet, Renoir, Sisley, van Gogh, Cézanne, Gauguin und Toulouse-Lautrec. Im Musée de l’Orangerie; an der 'Place de la Concorde' kann man in einer Orangerie eine unvergessliche Stunde bei Cézanne, Renoir, Matisse und den acht großen Seerosenblättern von Claude Monet verbringen. Erwähnenswert ist auch das Musikmuseum. Neben 4 500 Musikinstrumenten vom 16. Jahrhundert bis heute kann man sich auch mit elektronischer Lautmalerei befassen. Das Museum bietet vieles zum Anfassen. Die Architektur dieses Museums ist preisgekrönt. Der Eingang ist in Form eines riesigen Gehörganges gebaut. Das Musée Grevin, das Pariser Wachsfigurenkabinett ist gruselig schön zusammengestellt. Französische Geschichte aber auch bekannte Persönlichkeiten aus unserer Zeit kann man hier bewundern. Das Mode- und Textilmuseum in einem Flügel des Louvre-Palastes zeigt dem Modefreak unzählige Meisterwerke der ganz großen Modeschöpfer.

Entdecken Sie ein weiteres reizendes Stadtviertel von Paris: das Marais-Viertel. Zwei Minderheiten haben sich in den vergangenen Jahrhunderten hier angesiedelt. Die Aristokratie, also die ganz Reichen und die jüdische Gemeinde, oft aus Osteuropa eingewandert und sehr arm. Dort wo sich bereits im Mittelalter das Ghetto befand, konzentriert sich das jüdische Paris von heute. Feinkostläden und Restaurants stehen neben kleinen Synagogen und jüdischen Buchläden. Die Mischung aus Szenelokalen und Stetl macht das Umfeld attraktiv. Am Samstag, dem jüdischen Sabbat ist es hier ruhig, sonst aber und vor allem sonntags, wenn alle Geschäfte geöffnet sind kann man hier Kunstgalerien und teure Modeboutiquen besuchen. Das Marais-Viertel wurde in den 60er Jahren unter Denkmalschutz gestellt und aufwendig restauriert. Die aristokratischen Altbauten mit den hohen Räumen und mächtigen Eichenbalken zählen heute zu den begehrtesten und teuersten innerstädtischen Wohnungen. Besonders erwähnenswert ist noch der Place des Vosges, für viele der schönste Platz von Paris.


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