Alex Mayer
* 7. September 1915 in St. Pölten – † 12. März 1984
Österreichischer Motorradstaatsmeister nach dem Zweiten Weltkrieg.
Mit 16 begann Mayer mit dem Radsport. Von 1933 bis 1937 holte er mehrere niederösterreichische Meistertitel. Beruflich war er Mechanikermeister. Der Zweite Weltkrieg unterbrach seine sportliche Laufbahn.
1947 begann er erneut – diesmal mit dem Motorradsport. Zunächst fuhr er untaugliche Maschinen, bis er beim Heustadlwasser‑Rennen 1947 die feuerrote Moto Guzzi 250 von Leonhard Fassl sah – und sie kaufte. Bis 1949 war er ein harter Konkurrent von Helmut Krackowizer in der 250‑cm³‑Klasse. 1954 trafen sie nur noch gelegentlich in der 350‑cm³‑Klasse aufeinander, denn Mayer hatte als einer der Ersten die Guzzi "Gambalunghino" auf 350 cm³ umgebaut.
Beim Großen Preis von Österreich 1950 in Rankweil (Vorarlberg) wurde er Zweiter hinter Weltmeister Fergus Anderson (England). Im selben Jahr wurde er österreichischer Staatsmeister.
Neben dem Rennsport baute er in St. Pölten eine Motorradwerkstätte auf und eröffnete später eine Filiale in Traisen.
Bis 1950 fuhr Mayer eine ehemalige Werks‑Moto‑Guzzi von 1934, die er 1950 dem jungen Rupert Hollaus überließ. Er selbst erwarb eine echte "Albatros" vom italienischen Altmeister Nocchi aus Trient. Mayer wurde Lehrmeister von Hollaus und nahm ihn ab 1951 mit zu Rennen ins Ausland.
Privat erlitt er einen schweren Schicksalsschlag, als seine Frau und zwei Töchter bei einem Autounfall ums Leben kamen. Er gründete später eine neue Familie und führte in St. Pölten eine Peugeot‑ und Alfa‑Romeo‑Vertretung. Trotz seiner Umsicht verlor er in einer schwierigen Phase das Vertrauen der Banken und musste Konkurs anmelden. Helmut Krackowizer schrieb in seinem Nachruf, dieser Kummer habe Mayer wohl das Leben gekostet.
Eddy Meyer
Eddy, auch Eddie geschrieben, war ein Engländer, der in den 1920er‑Jahren nach Wien zog. 1922 gewann er das Aston‑Klinten‑Bergrennen in England mit der Tagesbestzeit.
1924 und 1925 fuhr er fast ausschließlich Bahnrennen – mit elf Siegen und einem zweiten Platz. 1926 gewann er das Semmering‑Bergrennen sowie drei weitere Straßen‑ und Bergrennen. 1927 siegte er zweimal in Salzburg, beim Tauernrennen wurde er Zweiter. Er startete in der 500‑, 1 000‑cm³‑ und Beiwagenklasse.
Otto Steinfellner
* 20. November 1905 – † 18. November 1987 in Klosterneuburg
1927: 3. Platz bei der Steierischen TT (500 cm³), Sieg beim Gießhübel‑Rennen (500 cm³)
1928: Sieger beim Steierischen Straßenrennen, 2. Platz beim Großen Preis von Österreich (jeweils 500 cm³)
August 1928: Sieg beim 4. Grazer Straßenrundrennen auf BMW mit neuer Klassenbestzeit
1930: Start beim Großen Preis von Österreich in Vösendorf (6‑Stunden‑Rennen, 10,4 km‑Rundkurs)
auf Rudge
1931: Sieg in der Soloklasse bis 1 000 cm³ bei der Österreichischen Alpenpässefahrt
1935: Sieger (350 cm³) und Zweiter (500 cm³) beim Straßenrennen in Hinterbrühl
Steinfellner startete auch bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man: 1931 Ausfall im Junior‑ und Senior‑Rennen (beide auf Rudge), 1932: 13. Platz im Junior‑Rennen.
1935 nahm er am ersten Großglockner‑Rennen teil.
Fritz Walcher
* 24. Februar 1911 – † 11. Mai 1995
Der gebürtige Steirer kam schon früh nach Salzburg. 1932 belegte er beim Gaisbergrennen im typischen Schnürlregen den 3. Platz – trotz Schlüsselbeinbruchs im Training.
1934 zog er nach München und arbeitete bei BMW, kehrte aber 1938 nach Salzburg zurück zur Firma Ford Schmidt, wo er bis zur Pensionierung als angesehener Werkmeister tätig war.
1946 siegte er beim ersten Salzburger Nachkriegsrennen im Nonntal. Er zählte zum harten Kern der Salzburger Rennfahrerrunde der Nachkriegszeit, in der Helmut Volzwinkler und Toni Magnus die Stars waren.
Später fuhr er auch beim Oldtimer Grand Prix am Salzburgring mit.
Erich Werunsky
* 11. Oktober 1925 – † ca. 2003
1950: Österreichischer Staatsmeister im Wertungssport (350 cm³)
1953–1955: Beiwagenrennen
1958: Gewinner des Alpenrosenpokals